Arbeitslosigkeit im Bezirk Lienz steigt weiter

Fast in ganz Tirol erholt sich der Arbeitsmarkt, nicht so rosig sieht es in Osttirol aus.

Bei einem prognostizierten Stand von 307.000 unselbständig Beschäftigten (ein Plus von 2.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 28.108 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31. Oktober 2015 die Arbeitslosenquote in Tirol 8,4 %. Zwar freut sich das AMS über einen leichten Rückgang an arbeitslosen Personen im Oktober, doch handelt es sich dabei um nicht mehr als sieben Personen, zumal die Arbeitslosigkeit nicht in allen Bezirken Tirols gesunken ist.

In Kitzbühel etwa ging die Zahl der arbeitslos vorgemerkten Personen um 6,2 % (166 Personen) zurück. In Reutte betrug der Rückgang 5,9 % (74 Personen) und in Schwaz 3,3 % (111 Personen), während sie in Lienz am stärksten stieg, nämlich um 5,6 % (128 Personen), gefolgt von Innsbruck mit 3,5 % (312 Personen) und Landeck mit einem Anstieg von 0,6 % (24 Personen). In ganz Österreich liegt die Arbeitslosigkeit derzeit bei 9,4 %.

„Seit dem Sommer 2015 verzeichnet Tirol eine günstigere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gegenüber dem Bundesdurchschnitt. Ende Oktober kann Tirol erstmals als einziges Bundesland Österreichs einen leichten Rückgang feststellen. Dazu trugen vor allem die Wirtschaftsklassen Tourismus, Herstellung von Waren und Arbeitskräfteüberlasser sowie der Bau bei. Während alle Altersgruppen, insbesondere Jugendliche, einen Rückgang der Arbeitslosigkeit aufweisen, bleibt die Situation bei Langzeitarbeitslosen und Älteren weiterhin angespannt“, fasst AMS Tirol Chef Anton Kern die Arbeitsmarktentwicklungen zusammen.

Frauen, Ältere und Personen ohne Pflichtschulabschluss am stärksten betroffen.

Wenig erfreulich sieht die Situation für Frauen aus, bei denen die Arbeitslosigkeit weiter ansteigt. Derzeit sind 15.280 Frauen in Tirol arbeitslos, während es „nur“ 12.828 Männer sind und deren Arbeitslosigkeitsquote um 1,1 % gesunken ist. Von den insgesamt 28.108 arbeitslosen Personen sind 8.327 Personen AusländerInnen. Das sind um 201 Personen oder +2,5 % mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahrs.

43,4 % der Arbeitslosen haben nur eine Pflichtschulausbildung. Der Anteil der betroffenen Personen mit Lehrausbildung beträgt 37,2 %, wohingegen 7,7 % eine höhere Ausbildung besitzen und 4,3 % einen akademischen Abschluss.

Nach ausgewählten Berufsobergruppen ist der markanteste Anstieg bei den Reinigungsberufen mit +120 Personen oder +8,6 % feststellbar. Die Lehr- und Kulturberufe stiegen um 61 Personen oder +6,3 %, bei den Büroberufen kam es zu einem Plus von 57 Personen oder +2,7 %. Die Arbeitslosigkeit bei den Fremdenverkehrsberufen ging um 194 Personen oder -1,6 %, bei den Metall- und Elektroberufen um 156 Personen oder -16,1 % zurück.

Ende Oktober waren 1.234 Lehrstellen zur Besetzung gemeldet (Zuwachs um 5,7 %). Davon standen 890 für sofortige und 344 Lehrstellen für zukünftige Vermittlung bereit. Umgekehrt ließen sich 439 Personen als lehrstellensuchend registrieren – im Vorjahresvergleich um 20 Personen weniger.

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Hot doc vor 2 Jahren

An diesem Problem ist einzig und allein die Politik schuld. Unternehmer hier speziell Kleinunternehmer müssen richtig Angst haben wenn SIe Ihren ersten Angestellten beschäftigen. Der Unternehmer soll am Markt billig sein, und zugleich trägt er sämtliche Risken seinen Mitarbeiters mit. Wenn dieser krank wird, beim Krampuslaufen, Schifahren oder sonst in der Freizeit sich weh tut, wenn er aus einem alten Leiden ein paar Tage nach Arbeitsbeginn krank wird, alles muss der Unternehmer zahlen. Natürlich hat er keine Möglichkeit hier irgendetwas zurück zu bekommen. Nach vielen Wochen gibts einmal 50 %. Das Prinzip Arbeit gegen Lohn stimmt schon lange nicht mehr.

Solange die Unternehmer vom Staat und den Regierungen so belastet werden, wird dies mit den Arbeitslosee nie besser werden können. Noch dazu wo Ihnen als einzige Lösung wieder ein Bonus aber viel mehr Malussystem eingefallen ist. 0,1 % weniger Kosten, dafür pro abgemeldeten Mitarbeiter 118,00 Euro Mehrkosten.

Selbst stecken Sie Sich das Geld in die Tashe, wie man in Tirol gut sieht. Das TIWAG Geld ist auch unser Geld!!!