Soldaten der 6. Jägerbrigade bereit für Einsatz

Kompanie des Bundesheeres unterstützt Polizei in Tirol bei Bewältigung des Flüchtlingsstroms.

Das Bundesheer beim Einsatz, hier in Spielfeld. Foto: Bundesheer/Wolfgang Grebien
Das Bundesheer beim Einsatz, hier in Spielfeld. Foto: Bundesheer/Wolfgang Grebien

Rund 100 Berufs- und Zeitsoldaten der 6. Jägerbrigade wurden für den sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz zur Bewältigung der Flüchtlingsbewegungen in Tirol berufen. Die Soldaten aus Bludesch (Vorarlberg), Landeck, Lienz und St. Johann werden mit ihrem Einsatz die Polizei unterstützen. Damit erhöht sich die Anzahl der bisher eingesetzten Kräfte des Bundesheeres bundesweit auf rund 1.650 Soldaten.

Mit Beginn der Woche verlegen die Soldatinnen und Soldaten ihren Aufenthalt von ihren Heimatgarnisonen in das Tiroler Unterland und bereiten sich mit der Polizei auf die Exekutivaufgaben vor. Die Soldaten stammen aus der Kaderpräsenzeinheit (Berufssoldaten, die sofort verfügbar sind) des Jägerbataillons 23 oder sind Berufs- und Zeitsoldaten des Jägerbataillons 24. Diese werden in Kufstein gemeinsam mit der Polizei Ordnungsaufgaben am Bahnhof sowie bei den Transitquartieren durchführen.

Neben dem sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz führt das Bundesheer seit August auch eine Unterstützungsleistung im Rahmen eines Verwaltungsübereinkommens für das Innenministerium durch. Zudem ist das Militärkommando Tirol beauftragt, ab 10. November das Rote Kreuz in Kufstein mit zusätzlich 21 Soldaten der 6. Jägerbrigade zu unterstützen.

In ganz Österreich bereitete das Bundesheer bis Ende letzter Woche 312.000 Tagesportionen Verpflegung zu. Im Rahmen der Transportaufgaben legte das Bundesheer bisher mehr als 540.000 km mit Bussen, LKWs und Kleinfahrzeugen zurück. Für die Unterstützungsleistungen sind knapp 400 Personen eingesetzt. Mit dem Ministerratsbeschluss vom 14. September 2015 hat die Bundesregierung entschieden, bis zu 2.200 Soldaten in einen sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz zu entsenden. Ziel dieses Einsatzes unter Führung des Innenministeriums ist es, einen kontrollierten und geordneten Ablauf der Flüchtlingsbewegungen sicherzustellen.

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