Kleinere Scharmützel rund um den TVB Osttirol

„Team Osttirol“ und Manfred Berger fordern mehr Transparenz.

Obwohl kein direkter Zusammenhang erkennbar ist, blasen der St. Veiter Unternehmer Manfred Berger und die Mitglieder des als Wahlgemeinschaft gegründeten „Team Osttirol“ derzeit ins selbe Horn. Die Team-Mitglieder beklagen per Presseaussendung ebenso wie Berger per Pressekonferenz, dass es zu wenig Transparenz und Information in den Gremien und für die Mitglieder des TVBO gäbe.

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Manfred Berger fühlt sich schlecht informiert und beim Langlauf im Stich gelassen. Fotos: Dolomitenstadt/Pirkner

So möchte Berger – er ist mit der Sportunion auch Veranstalter des „Schwarzachlaufes“ – beispielsweise Budgeteinsicht und generell mehr Informationen über konkrete touristische Vorhaben im Tal: Die letzte Sitzung des Regionalbeirates war nach seinen Angaben im Mai: „Niemand hat eine Ahnung, was wo läuft“.

Team Osttirol-Sprecher Martin Gratz tourte in den letzten Wochen flankiert von Mitgliedern seiner Gruppe durch den Bezirk, um Aufklärungsarbeit zu leisten und Meinungen an der Basis einzuholen. Die Ergebnisse dieses Prozesses will er in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung diskutieren. Drei Punkte fordert Gratz konkret für die Agenda dieser Sitzung:

  • Die touristische Vermarktung des Nationalparks Hohe Tauern
  • Das Leuchtturmprojekt Osttirol 360 Grad
  • Zusammenarbeit und Marketingmaßnahmen mit Unternehmen

Neben diesen Punkten machen sowohl Gratz als auch Berger auf ein Problem aufmerksam, das in diesem Winter zum Beispiel die Austragung des Schwarzachlaufes im Defereggental verhindere. „Es fehlt die Kommunikation mit den Grundbesitzern“, meinen beide unisono. Mangels konkreter Verträge mit den Bauern käme keine Streckenführung für den Volkslauf in St. Veit zustande, präzisiert Berger. Ginge es nach ihm, dann sollte das Tal aus dem fusionierten TVBO austreten und sich touristisch wieder selbst verwalten und vermarkten. So radikal gibt sich das Team Osttirol nicht. Die Fusion der Verbände habe in vielen Bereichen zu Synergien geführt, es gelte aber, noch manche Hausaufgabe zu erledigen.

"Alles transparent!" Für Franz Theurl gehen die Vorwürfe ins Leere.
„Alles transparent!“ Für Franz Theurl gehen die Vorwürfe ins Leere.

Franz Theurl, wie immer der bevorzugte Reibebaum für Touristiker-Beschwerden aller Art, bleibt gelassen: „Martin Gratz sitzt im TVB-Aufsichtsrat, neben anderen Mitgliedern von Team Osttirol. Wir haben mindestens sechs Sitzungen im Jahr, mehr als andere Verbände. Die nächste findet Ende des Monats statt. Alle geforderten Punkte stehen auf der Agenda.“

Das Team Osttirol verfüge über alle Informationen, habe überall Einblick und stelle mit Sepp Schett auch ein Vorstandsmitglied. Nach seinen Informationen seien die Infoabende dieser Gruppe eher schwach besucht gewesen. „Wir bringen demnächst die zweite Auflage unserer Mitgliederzeitschrift heraus, die an alle 4000 TVBO-Mitglieder geht“, erklärt der Obmann.

Zur Frage der Grundverhandlungen mit  Bauern bei großen Langläufen bezieht Theurl ebenfalls Stellung: „Das ist doch Sache der Veranstalter und nicht des Tourismusverbandes. Beim Dolomitenlauf verhandelt der LRC mit 350 Grundbesitzern. Natürlich ist das ein großer Aufwand. Aber wenn jemand ein Rennen machen will, dann bleibt ihm das nicht erspart.“ Die Touristenloipe in St. Veit stehe sowohl in St. Jakob als auch in St. Veit uneingeschränkt zur Verfügung. „Zur Wettkampfloipe der Sportunion kann ich nichts sagen, da waren wir nie involviert.“.

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4 Postings bisher
mischmaschin vor 2 Jahren

naja, im Vergleich zu der Beteiligung bei Vollversammlungen des TVBO... - die Teilnehmer müssen natürlich in Summe gesehen werden.

Leonhard vor 2 Jahren

Der Besuch dürfte gar nicht so schlecht gewesen sein, wenn man die Bilder auf der Homepage sieht .....

Habe auf der Homepage von Team Osttirol nachgeschaut, hmmm

Wie sagt James Bond in Spectre: Es ist alles eine Frage der Perspektive.

Naja, vielleicht war auch der Fotograf schlecht und konnte die Massen nicht einfangen.

mischmaschin vor 2 Jahren

Wen würde eine schwache Beteiligung wundern, wenn vom Obm. des Verbandes ein persönliches Teilnahmeverbot ausgesprochen wird - schade eigentlich, denn die Informationen in der tollen Mitgliederzeitung sind das Geld nicht wert das sie kosten und bei der Vortragsreihe hätte man zumindest das erfahren, was das Team Osttirol weiß. Nachdem der Reibebaum leider nicht den blassesten Schimmer von Management hat, weiß er auch nicht, welche Fehler er begeht. Sonntagsreden und Mitgliederzeitschriften die auf Kosten des TVB und zur Beweihräucherung des Obmannes (und übrigens auch AR-Stv.) dienen, helfen dem Tourismus in Osttirol nicht weiter. Die Teilnahme dürfte übrigens nicht ganz so schlecht gewesen sein wenn man die Bilder auf der Homepage betrachtet...

senf vor 2 Jahren

dass das team osttirol über alle informationen des tvb management verfügt, bezweifle ich, denn aufsichträte sind ja nich im operativen geschäft unterwegs und müssen das glauben, was ihnen berichtet wird und bis der kontrollmechanismus reagiert, ist das meiste schon gegessen. schnee von gestern also. im gegensatz zur sportunion defereggen, in der ja herr berger sehr rührig ist, haben es die leute im LRC im SCL und im LLC schon etwas leichter, denn einige der verantwortlichen personen dort sitzen ja "zufällig" auch an den Schalthebeln des TVB und welche beiträge für events dieser clubs fließen ist ja hinlänglich bekannt, aber auch nicht verwunderlich. herr berger tut sich da schon etwas schwerer, vermute ich, sonst wär er ja nicht so verärgert. . in der grundbesitzerfrage muß dem reibebaum recht geben werden, denn das ist leider eine politisch verkorkste angelegenheit, die die defregger selbst regeln müssen. wie wärs mit der verlegung auf den stallersattel? deferegger hochgebirgslauf, hm! die gegend ist ja exzelent! . hinterlistig klingt die anspielung auf die geringe teilnehmeranzahl bei den infoabenden. ob die tvb-mitgliederzeitschrift so aumerksam und eifrig gelesen wird, bleibt aber auch dahingestellt, meint senf.