Rapid Lienz holt wichtige Punkte im Abstiegskampf

Einen wesentlichen 3:1 Heimsieg feierten die Grün-Weißen gegen den SC Globasnitz.

Bei wunderbarem Herbstwetter fanden sich am 14. November knapp 400 Besucher – viele von ihnen auf der neuen Westtribüne – im Dolomitenstadion Lienz ein, um dem für die Rapidler immens wichtigen Spiel gegen den Tabellenvorletzten der Kärntner Liga, den SC Globasnitz, beizuwohnen. Und die Dolomitenstädter versuchten die Gäste sofort unter Druck zu setzen und kamen bereits in der neunten Minute zur ersten Möglichkeit.

Thomas Zraunig tankte sich auf der rechten Außenbahn durch, bediente Markus Stocker, doch dessen Schuss von der Strafraumgrenze konnte Globasnitz-Keeper Thomas Greiner parieren.
Aber auch die Unterkärntner waren bemüht, nach vorne zu spielen und kamen durch Arnold Gross nach rund einer Viertelstunde zu einer guten Chance. Rapid-Keeper Christian Korunka konnte aber den Schuss des alleine vor ihm auftauchenden Gästestürmers glänzend parieren.

Nach vier Niederlagen in Serie merkte man den Rapidlern ein wenig das fehlende Selbstvertrauen an, doch die Elf von Bernhard Zoier kämpfte um jeden Meter und kam im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zu einigen Halbchancen. So setzte Lukas Steiner den Ball vom 16er um Milimeter über das gegnerische Tor, ging ein Kopfball von Markus Stocker knapp über den Kasten oder scheiterte Mario Kleinlercher aus halbrechter Position am Globasnitzer Keeper. So blieb es aber bis zum Pausenpfiff beim torlosen Unentschieden.
Die zweite Halbzeit begann mit einer starken Phase der Globasnitzer. Rok Pavlicic, der immer wieder für Gefahr sorgte, konnte zwei tolle Möglichkeiten allerdings nicht verwerten.

In der 60. Minute brandete dann erstmals an diesem Nachmittag Jubel unter den Rapid-Fans auf. Thomas Zraunig konnte im Strafraum nur mehr regelwidrig gestoppt werden und Schiedsrichter Rene Bichler zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Dominik Müller übernahm die Verantwortung und schoss zum 1:0 für die Hausherren ein. Aber praktisch vom Ankick weg gelang den Gästen der Ausgleich. Nach einer kurzen Unaufmerksamkeit in der Lienzer Hintermannschaft kam ein Gästestürmer nach einer kurzen Berührung eines Lienzer Verteidigers zu Fall und auch hier entschied der Unparteiische auf Strafstoß. Anze Pessl ließ sich diese Chance nicht entgehen und stellte auf 1:1.

Die Grün-Weißen wirkten ob dieses Gegentreffers kurzzeitig sichtlich geschockt und hatten es ihrem Tormann zu verdanken, in dieser Phase nicht in Rückstand geraten zu sein. So konnte Christian „Wesly“ Korunka einen Schuss aus kurzer Distanz von Miha Grögl abwehren und auch bei einem Distanzschuss war der Lienzer Schlussmann auf dem Posten und verhinderte Schlimmeres.

Danach verflachte das Spiel zusehends und alles schien auf eine Punkteteilung hinauszulaufen. Doch die Rapidler hatten diesmal das Spielglück auf ihrer Seite und gingen in der 90. Minute erneut in Führung. Lukas Steiner ging einem fast aussichtslosen Ball nach und wurde vom Globasnitzer Tormann und Kapitän Simon Sadjak im Strafraum in die Zange genommen. Schiedsrichter Bichler zögerte keine Sekunde und deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. Lukas Steiner schnappte sich das Spielgerät und schoss flach zum viel umjubelten 2:1 für die Hausherren ein.

In der Nachspielzeit warfen die Unterkärntner alles nach vorne und wurden von den Rapidlern in der 94. Minute klassisch ausgekontert. Florian Neumeister schickte den kurz zuvor eingewechselten Philipp Steiner auf die Reise und dessen Stanglpass verwertete Mario Kleinlercher zum 3:1 Endstand. Somit konnten die Grün-Weißen den ersten vollen Erfolg seit dem 3. Oktober bejubeln.

Rapid Lienz-Trainer Bernhard Zoier zeigte sich nach dem Spiel sichtlich erleichtert: „Wichtig sind heute die drei Punkte. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können, weil die Globasnitzer einige gute Chancen hatten. Aber diesmal hatten wir einmal das Glück auf unserer Seite.“ Sauer auf seine Mannschaft hingegen war Globasnitz-Sektionsleiter Josef Micheu: „Wir haben uns die Tore praktisch selber geschossen. Vor den beiden Elfmetersituationen haben wir die Bälle leichtfertig hergeschenkt. Wie es bei uns jetzt weitergeht, wird sich in der nächsten Woche entscheiden.“

Mit diesem Sieg konnten sich die Dolomitenstädter in der Tabelle auf den zwölften Platz verbessern und empfangen am kommenden Sonntag, 22. November, im letzten Spiel dieses Jahres, den ATSV Wolfsberg. Spielbeginn im Dolomitenstadion ist um 14:15 Uhr.

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6 Postings bisher
karli8 vor 2 Jahren

Die Zahlen die beim KFV stehen sind meistens die Hausnummern. Aber wenn man 40 Zuschauer schätzt dann war man einfach klassisch nicht vor Ort und hat damit keine Ahnung. 400 dürft vl a bissl zu hoch sein aber 350 werdens schon gewesen sein.

Hot doc vor 2 Jahren

Wenn ihr schon die Zuschauer gezählt habt, warum wurden dem Kärntner Fußballverband dann offiziell 250 Zuseher gemeldet. Meistens sind die Zahlen bei den offiziellen Spielberichten zu hoch geschätzt, also bleibt am Boden und den ehrlichen Zahlen.

Info vor 2 Jahren

@ HOt doc und Osttirol 77!

Da sieht man einfach, dass ihr nicht vor Ort wart. Im Stadion gibt es eine Ost und Westtribüne und aufgrund der Temperaturen haben die Zuschauer zum großteil die "alte" Tribüne in der Sonne aufgesucht.

Für euch muss es sehr schlimm gewesen sein zu lesen das Rapid Lienz gewonnen hat.

@Dan_tie: Finde ich super, dass du Rapid Lienz hier unterstüzt.

dan_tie vor 2 Jahren

@osttirol und hot doc

Ich würde euch gerne den Eintritt am Sonntag zum letzen Heimspiel bezahlen dann könnt ihr euch vor Ort ein persönliches Bild machen wieviel Zuschauer da waren oder nicht... bitte kurz bescheid geben ob die Einladung angenommen wird das ich weiß wieviel Karten ich hinterlegen soll Das alles immer schlecht geredet wird spricht nicht für viel Niveau Sorry....

Schönen Tag

Hot doc vor 2 Jahren

@osttirol77

Es werden die leeren Sessel mitgezählt, so haben wir immer 336 Zuseher.

osttirol77 vor 2 Jahren

400 Zuschauer? wer ist denn für diese Zahlenangabe verantwortlich? eher 40 Zuschauer, das trifft's besser. schrecklich.