Sanierung von Burg Heinfels startet 2016

Motto der Sanierung und zukünftigen Nutzung: „Die neue Burg sollte die alte bleiben.“

Die Burg Heinfels soll zu einem kulturellen Anziehungspunkt im Oberland werden. Fotos: Peter Leiter
Die Burg Heinfels soll zu einem kulturellen Anziehungspunkt im Oberland werden. Fotos: Peter Leiter

Der im September 2014 gegründete Museumsverein Burg Heinfels hat in den letzten Monaten einen Nutzungsplan für die Burg erstellt. Kurz gefasst lautet dieser so: „Das Fundament bilden Wirtschaftlichkeit sowie der touristische und kulturelle Mehrwert, die durch gezielte Marketingmaßnahmen gefördert werden sollen. Tragende Säulen sind die Bereiche Events, museale Nutzung bzw. Burgführungen und ein gastronomisches Angebot.“

Die geplante Raumeinteilung laut Museumsverein, einerseits der Ausstellungsbereich und andererseits die Gastronomiesektion.
Die geplante Raumeinteilung laut Museumsverein, einerseits der Ausstellungsbereich und andererseits die Gastronomiesektion.

Auch wirtschaftlich ändert sich nun einiges, wie der am 16. November den Gemeinderäten des Oberlandes präsentierte Plan besagt. Mehr als zwei Drittel der gesamten Burganlage werden künftig vom Museumsverein verwaltet, der auch als Bauherr der Grundsanierung auftritt. Diese Sanierung soll im Frühjahr 2016 beginnen. Der gastronomische Teil im Westtrakt der Burg wird von Loacker (oder Pächtern) in einem zweiten Schritt nach der Grundsanierung umgesetzt.

Die Laurentiuskapelle auf der Burg Heinfels im Zustand von 2010.
Die Laurentiuskapelle auf der Burg Heinfels im Zustand von 2010.

Laut Erwin Schiffmann, Bürgermeister von Sillian, werden für die Grundsanierung der Anlage 5, 2 Millionen Euro aufzubringen sein. Den Großteil davon tragen die Landesgedächtnisstiftung, das Bundesdenkmalamt und die Eigentümerin A. Loacker Tourismus GmbH. Etwa 1, 5 Mio. Euro sollen von der Region beigesteuert werden, wobei die Gemeinden des Planungsverbands 35 wiederum ein Drittel aufbringen sollen. Dazu fehlen derzeit noch einige Gemeindebeschlüsse, was allerdings rasch nachgeholt werden soll.

Landeskonservator Walter Hauser, vom Bundesdenkmalamt, dem besonders die einzigartige Kombination aus einem bewohnbaren Burgteil und einem Ruinenbereich am Herzen liegt, hofft: „Die neue Burg sollte die alte bleiben.“ Architekt Gerhard Mitterberger, der schon die Sanierung von Schloss Bruck begleitet hat, präsentierte im Zuge dessen seine Überlegungen, etwa die Wegeführung, die Barrierefreiheit und die Adaptierung mancher Säle hin zu einer möglichen Winternutzung.

Nochmals die Kapelle, diesmal im September 2014, anlässlich der Gründungsversammlung des Museumsvereins. v. l.: Frank-Jürgen Hess, Andreas Burger (Loacker), Walter Hauser (Bundesdenkmalamt).
Nochmals die Kapelle, diesmal im September 2014, anlässlich der Gründungsversammlung des Museumsvereins. v. l.: Frank-Jürgen Hess, Andreas Burger (Loacker), Walter Hauser (Bundesdenkmalamt).
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1 Posting bisher
Osttirol vor 2 Jahren

Liebe Besucher der Homepage von Dolomitenstadt! Ich freue mich das Burg Heinfels Renoviert wird und man die Burg wider dann benützen kann für Veranstaltungen und Ausstellungen Ciao Osttirol