Rapid geht mit Niederlage in die Winterpause

Im letzten Spiel dieses Jahres, am 22. November, unterlag der SV Rapid Lienz dem ATSV Wolfsberg mit 2:3.

Ohne den gesperrten Lukas Steiner wollten die Mannen von Rapid-Trainer Bernhard Zoier gegen den Regionalliga-Absteiger aus dem Lavanttal vor der Winterpause noch den einen oder anderen Zähler einfahren. Doch bereits nach zwei Minuten mussten die Grün-Weißen einem Rückstand nachlaufen.

Nachdem man den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte, eroberte sich Marcel Stoni auf der rechten Angriffsseite das Spielgerät, brachte dieses auf die zweite Stange und der völlig freistehende Christoph Joham schoss wuchtig zum 0:1 ein. Aber die Antwort der Dolomitenstädter ließ gerade einmal 180 Sekunden auf sich warten. Nach einer Freistoßflanke von Mario Kleinlercher war Philipp Steiner per Kopf zur Stelle und glich zum 1:1 aus. Die Hausherren versuchten gleich nachzulegen und kurz darauf scheiterte Thomas Zraunig mit einem Schuss am Wolfsberger Keeper Max Friesacher.

Dass die Defensivabteilung der Rapidler nicht ihren besten Tag erwischt hatte, wurde den rund 300 Besuchern im Dolomitenstadion in der 20. Minute klar vor Augen geführt. Nach einem Abspielfehler der Grün-Weißen konnte der in Ballbesitz kommende Wolfsberger Spieler nur mehr durch ein Strafraumfoul gestoppt werden. Schiedsrichter Fischer zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt. Marcel Stoni wollte es aber zu genau machen und traf lediglich die Stange des von Christian Korunka gehüteten Tores.

Danach ging das Spiel munter hin und her und beide Mannschaften fanden im ersten Spielabschnitt noch jeweils eine Möglichkeit vor. In der 26. Minute spielte Dominik Müller den sich auf der linken Seite freilaufenden Mario Kleinlercher ideal in die Gasse, seinen sofortigen Querpass verpasste Philipp Steiner nur um Haaresbreite. Auf der Gegenseite hatten die Gastgeber Glück, als ein Kopfball von Patrick Pfennich nach einem Freistoß von Marcel Stoni lediglich ans Außennetz ging. Kurz vor dem Pausenpfiff kam ATSV Kapitän Florian Rabensteiner etwas zu spät in einen Zweikampf und mähte Mario Kleinlercher um. Der einsichtige Wolfsberger, der danach das Foul „sehr bedauerte, weil ich nur den Ball spielen wollte“, wurde vom Unparteiischen mit der roten Karte des Feldes verwiesen.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es gleich vom Wiederanpfiff weg so richtig zur Sache. Dominik Müller brachte in der 52. Minute einen Freistoß von der halblinken Seite in Richtung Wolfsberger Tor und Stefan Stückler fälschte den Ball unglücklich zur 2:1 Führung für die Rapidler ins eigene Tor ab. Aber so wie bereits in der Vorwoche im Spiel gegen Globasnitz brachten sich die Hausherren nur Bruchteile später um die Früchte ihrer hart erarbeiteten Führung. Nach einem unnotwendigen Freistoß schraubte sich Patrick Pfennich in der Mitte am höchsten und köpfelte zum 2:2 Ausgleich ein.

Und es sollte noch schlimmer für Manuel Eder & Co. kommen. In der 62. Minute kam nach einem schnell abgespielten Freistoß Marcel Stoni etwas glücklich an den Ball und zirkelte diesen aus rund 16 Metern zur 3:2 Führung für die Lavanttaler ins Netz. Wer sich danach einen Sturmlauf der Dolomitenstädter erwartet hatte, wurde an diesem Nachmittag enttäuscht. Es fehlte den Gastgebern einfach an den spielerischen Mitteln, um die Wolfsberger Abwehr in Bedrängnis zu bringen. Ganz im Gegenteil, die Gäste waren gegen Ende des Spiels dem vierten Treffer wesentlich näher, als die Osttiroler dem Ausgleich. Zunächst konnte Christian Korunka nach einem Eckball gerade noch auf der Linie klären und zehn Minuten vor dem Schlusspfiff zeichnete sich der Rapid-Keeper bei zwei Schüssen von Thomas Heine aus und verhinderte einen weiteren Verlusttreffer.

So blieb es am Ende bei der knappen 2:3 Niederlage der Rapidler. Damit beendeten die Grün-Weißen die Hinrunde in der Kärntner Liga auf dem zwölften Tabellenplatz und können aufgrund der Verletztenmisere, die die Mannschaft während des gesamten Herbstdurchganges begleitete, mit den erreichten 17 Punkten durchaus zufrieden sein.

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