Das Virgental sucht nach Zukunftsperspektiven

Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich seit einigen Monaten mit dem Projektpotenzial vor Ort.

Die Diskussionen laufen unter dem Namen „Virgentaler Perspektiven“. Fachlich begleitet wird dieser Perspektivenprozess in einer nicht ganz selbstverständlichen Kombination des Büro Revital und der Firma Wiko prevent|K und man hat sich auf die Themenfelder Landwirtschaft, Klima/Energie, Erholungsraum/Tourismus, Naturraum und Kulturraum/Kunst konzentriert.

Die Virger zeigten großes Interesse an den Präsentationen. Fotos: Franz Holzer
Die Virger zeigten großes Interesse an den Präsentationen. Fotos: Franz Holzer

Am 23. November erfolgte die öffentliche Präsentation im Virger Kultursaal, zu dem die gesamte Virgentaler Bevölkerung eingeladen war. Zu jedem Themenbereich wurde ein Infostand mit Schautafeln eingerichtet. Jeweils zwei Arbeitsgruppenmitglieder beantworteten die Fragen und nahmen Feedback entgegen.

Ziel der Virgentaler Perspektiven sind konkrete, realisierbare Projekte, so Klaus Michor (Büro Revital) in seinen Ausführungen. Besonderes Entwicklungspotenzial wird in den Bereichen Landwirtschaft, Kulturlandschaft und Tourismus gesehen. Die einzigartige Natur im Virgental möchte man vermehrt in Wert setzen. Das Virgental solle sich als eine 5-Sterne-Berglandschaft etablieren, hieß es. Wanderwege an der Isel können ausgebaut und verbunden werden, so eine der Ideen. Hier wurde die Idee eines IS-EL-Dorado mit weitläufigen Naturspielplätzen, einem Schluchtenseilgarten usw. geboren. Eine Natur-Aktiv-Akademie könnte in Virgen fachspezifische Ausbildungen anbieten, beispielsweise Nature-Guide-Ausbildungen. Ebenso bieten Virgen und Prägraten die personellen Ressourcen für verschiedenste Kletter- und Boulderaktivitäten. Es sei an der Zeit, daraus eine wirtschaftliche Wertschöpfung zu ziehen, so die Anregung eines Besuchers.

Großes Zukunftspotenzial bieten laut Arbeitsgruppen die Bereiche in der Landwirtschaft. Möglichkeiten werden im Ausbau der Direktvermarktung, des Bauernladens und in regionalen Kreisläufen gesehen. Rege Diskussionen gab es zum Themenfeld Kunst und Kultur. Daraus wurde im Laufe des Perspektivenprozesses die Idee „alpineart“ geboren. Das Virgental soll als Bildungs- und Kulturregion bekannt werden. Auch im Bereich Energie wollen beide Gemeinden weiter kooperieren, z.B. Stichwort e-Mobilität. Die anwesenden Touristiker waren sich einig, dass in jedem Fall das landschaftliche Potenzial besser vermarktet werden sollte. Eine intensivere Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung sei unerlässlich. Wünschenswert wäre auch ein Förderprogamm, speziell abgestimmt auf die Privatzimmervermieter.

Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler erörtert die Perspektiven.
Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler erörtert die Perspektiven.
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3 Postings bisher
Detektor vor 2 Jahren

Ausgesprochen gut, wenn man sich endlich auf seine eigenen Kraftquellen und Stärken besinnt! Gerade das Virgental hat so viele einzigartige Besonderheiten und kann sich mit diesen Natur- und Kulturschätzen - selbstbewußt angeboten - als eine absolut unverwechselbare Region darstellen. Alle guten Wünsche für diesen Weg!

iseline vor 2 Jahren

Es ist erfreulich, dass die Gemeinde Virgen aktiv an Projekten rund um das Sonderförderprogramm Natura 200 arbeitet. Hoffentlich nutzen die anderen Gemeinden der Iselregion diese Chance ebenfalls.

Erstaunlich ist allerdings schon, dass wiederum die PR Firma Wiko prevent/K diesen Prozess begleitet. Hinter dieser Werbeagentur stehen die zwei Beraterfirmen SVWP und wikopreventk, 2014 fusioniert in die jetzige wiko prevent/K, die trotz des Wissens um die anstehende Nominierung die Zustimmung für das Kraftwerk Obere Isel gesteuert haben. Sie hatten damals keinen "Genierer" der Bevölkerung z. B. eine völlig unhaltbare Iselrente vorzugaukeln.

Absolut sinnvoll ist sicher die Zusammenarbeit mit der Firma Revital, die große Erfahrung mit naturverträglichen Projekten hat und auch das Lechtal betreute.

Cato vor 2 Jahren

Leute!!! ERNSTHAFT??? Das ist euch eingefallen? IS-EL-Dorado??? Durchaus ein nettes Wortspiel, aber das kann man auch mit ganz wenig Phantasie auch als "IS-Eldorado" (gesprochen I-ES Eldorado) verstehen. Leider zur aktuellen Zeit eine doch eher unglückliche Bezeichnung.