Adventkalender Lienz 2015: das neunte Fenster

Max Gangl, „Kornähren“, Mischtechnik auf handgeschöpftem Papier, H 80 cm x B 60 cm

Max Gangl, "Kornähren", Mischtechnik auf handgeschöpftem Papier, H 80 cm x B 60 cm
Max Gangl, „Kornähren“, Mischtechnik auf handgeschöpftem Papier, H 80 cm x B 60 cm

Über den Künstler:
Max Gangl lebt und arbeitet in Wien, Kärnten, Slowenien, Kroatien, in der Toscana, der Schweiz, der Provence, in Berlin, Großbritannien, Spanien und New York. Geboren wurde er 1946 in Mauthen (Kärnten). Von 1970 bis 1976 studierte er an der Hochschule für angewandte Kunst bei R. Knesl und W. Bertoni. Seit 1972 hat der Künstler zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland gehabt. 1974 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Landes Kärnten. 1976 wurde Gangl mit demTheodor Körner Preis Bildhauerei ausgezeichnet und im Jahr 1982 mit dem Theodor Körner Preis Graphik. 2003 folgte eine Einladung von Prinz Charles auf Gut Highgrove (Malstudien).

Apple Time
Max Gangl reduziert seine Skulpturen auf das Wesentliche, ohne den Blick für die Schönheit der Form zu verlieren. Er arbeitet sozusagen mitten in den Stein hinein und nimmt Kraft seiner künstlerischen Vertiefung mit dem Werkstoff das weg, was zu viel vorhanden ist. Der Apfel steht in seiner runden Form als Symbol für die Mutter Erde.

Monolith
Max Gangls Monolithen sind Meilensteine, historische Erdakkupunktursteine und Richtungsweiser für die Zukunft.

Landschaftsimpressionen
Wenn Max Gangl nicht im Marmorbruch Krastal Steine bearbeitet, zieht es ihn in den Süden, in Regionen der Toscana, aber auch nach Slowenien, Istrien, Frankreich oder an die Algarve, wo er sich neue Inspirationen für seine Bilder holt. Der Künstler malt auf Leinwänden oder auf handgeschöpftem Papier mit eigenem Wasserzeichen. Vor allem durch die Verwendung von lichtechten Öl- bzw. Gouache- und Aquarellfarben, echter Chinatusche und echtem Blattgold wird eine stärkere Ausstrahlung der Bilder erreicht.

New York
Ich entdeckte Max Gangl als Geschätzten des gemeinsamen Freundes Peter Kurtz. Dieser ist persönlich und beruflich (via Lauder, eine der kunstliebsten US-Familien) sensibel für merkwürdige, des Merkens würdige Künstler.
Berührend später die Max Gangl-Anmutung von Renaissance-Vielfalt: Harte körperliche Arbeit im eigenen Steinbruch-Atelier, angespannte Arbeit an der Mal-Staffelei, weiche Arbeit in Schrift und Rede über die eigene Kunst und deren universelle Umhüllung.
Überwältigend das sonnige Motiv “Central Park”, das als Fakt und gelegentlicher Traum gültig ist. SO WAR ES. Das Bild ist richtig bis tief in die Schichtungen des Urgrunds der Empfindungen: Der pointilistisch aufgelöste Park, die farbperspektivisch blassen Wolkenkratzer im Hintergrund, die schärfer gezeichneten Ballone der Ideen, die im pastoralen Biotop aufflogen. Dieses Bild, wie manches andere, ist eine Abschrift meines Gehirns durch die Hand des Malers Max.
Richtig die Ausweitung der Kunst ins Leistbare. Kluge Künstler erkennen nicht nur das Ewige, auch das Gebotene der Zeit. Cool die Idee der polierten Murano-Äpfel. Mag sich jede Sünderin und jeder Paris was dabei denken. Mein Apfel wird geradlinig den Arbeitsplatz meines Apple-Computers schmücken. Manchmal werde ich die limitierte Gangl-Armbanduhr tragen, ob sie zum Outfit passt oder nicht. Wenn dann noch vis-a-vis ein Gangl-Gemälde an der Wand hängt, werden drei Kunstwerke aus einer Hand mein Stehpult zum Stonehenge machen. (Text von Helmut Gansterer, Trend 2006)

Seine Arbeiten befinden sich im Besitz von:
Albertina, Stadt Wien, BUK, Preußischer Kulturbesitz Berlin, Stadt Klagenfurt, Stadt Vil- lach, Land Kärnten, Stadt Wolfsberg, Gemeinde St. Kanzian, Kärntner Sparkasse, Ronald Lauder u. Serge Sabarsky/New York, Arnold Schwarzenegger, Schömer Bau Max, Ba-Ca, Raika, IBM, Kunsttrans Wien, Hans Dichand, Bayer-Leverkusen, Schweizer Bankges., Dagmar Koller und Helmut Zilk, Omya, Gerot Pharm. Wien, Fazio Int. Ltd New York, ESG- Heimat Villach, Rotes Kreuz Hermagor, Österreichische Nationalbank Klagenfurt, ÖDK Ktn, Lowe Lintas GGK Wien, Gemeinde Hagenbrunn, SVA Wien, Wiener Stadthalle, IN- VEST Vermögensverwaltung, Casinos Austria, B.A.I., Jacques Lemans, Aphrodite Bauträ- ger AG, LKH Villach, Kabeg Kärnten, Donaucity AG Wien, PORR AG Wien, Kabelwerk Wien, Dr. Stefan Zadeyan, Ing. Peter Fleißner, Fam. Ellen Hoberg, Ing. Raimund Orsario, Mario Adorf, Porr AG Wien, Karl Heinz Grasser, Asfinag AG, Aura Bau, Notariatskanzlei Dr. Zerdik Wien, Bundeskanzler Mag. Werner Faymann, Dr. Helmut Gansterer, Bürger- meister Dr. Michael Häupl Wien, Alpine Mayreder AG, Atlas Copco MAI GmbH, Treiba- cher Industrie AG, Dr. Helmut Marko, Eliot Spitzer (USA), Hanno Soravia, Dr. Tilo Berlin, Hypo Alpe Adria Zagreb, Hotel Sava Slowenien, DDr. Schubert, Warmbaderhof Villach, Dietrich Mateschitz, Wiener Städtische Versicherung, Donauversicherung, Sammlung Reinhard Diethard, Sammlung Ingrid Flick, Lienz Stadtgemeinde, Wihast Wien und St. Pölten, Öbau Mössler, Mössler Transporte, Buwog Baugenoss. Bürgermeister Gerhard Visotschnig (Neuhaus), Arch. Dr. Heinz Neumann, Herrn Arch. Dr. Josef Moser, Henkel, Mag. Christian Rosenthal, Mayor Michael Bloomberg, Prinz Charles, Queen Elisabeth, König Juan Carlos von Spanien, Privatsammlungen etc.

Wer alle bisher geöffneten Kalenderfenster von 2015 sehen möchte, findet sie hier im Überblick.

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