Platter an TIWAG: Gesamttarif darf nicht steigen

Mit deutlichen Worten kommentiert Landeshauptmann Günther Platter die überraschende Ankündigung der TINETZ, dass die Strom-Netzentgelte 2016 in Tirol um über zehn Prozent erhöht werden sollen.

„Ich bin damit alles andere als glücklich. Die Tirolerinnen und Tiroler fühlen sich zurecht an der Nase herumgeführt. Vor wenigen Wochen hat die TIWAG angekündigt, den Strompreis zu senken. Und jetzt lässt die TINETZ auf der anderen Seite verlautbaren, die Netzpreise für den Strom zu erhöhen.“ 

Das sei eine sehr unglückliche Preispolitik des Landesenergieversorgers, „obwohl wir in Tirol nach wie vor den günstigsten Strompreis anbieten können“, erklärt Platter.

Der Landeshauptmann fordert den Tiroler Landesenergieversorger auf, diese schiefe Optik zurechtzurücken. „Ich erwarte mir von der TIWAG, dass sie hier nochmals Berechnungen anstellt, die darauf abzielen, diese Tariferhöhungen der TINETZ auszugleichen. Es kann nicht sein, dass wir der Tiroler Bevölkerung ankündigen, dass der Strom billiger wird, und am Ende – die Netzkosten miteingerechnet – sogar eine Preiserhöhung herauskommt“, so Platter. Hier sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

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satyr

Zur Vollständigkeit

Man könnte Funktionen des elekronischen Zählers natürlich auch zur Steuerung des Stromverbrauchs einsetzen. Dazu müsste das Gerät allerdings mehrkanalig ausgeführt sein. Einmal um z.B. nicht unbedingt benötigte Geräte (Kühlgeräte, Waschmaschinen etc) zur Zeit eines Strommangels einfach auszuschalten, die notwendigen Sachen z.B Beleuchtung aber anzulassen. Kühlgeräte macht es nichts aus wenn sie über Mittag 2 Stunden stromlos sind. Zum anderen kann man damit auch variable Stromkosten über den Tag managen. Wenn genug Solar und Windstrom vorhanden ist kann man dann z.B. einen starken Stromverbraucher wie Wäschmaschine, Wäschetrockner oser Speicherheizung betreiben. Bei Stromengpass entsprechend sparen.

satyr

Warum wohl muß es unbeedingt ein elektronscher Zähler mit Fernabfrage sein ? 1 Das Teil ist für den Stromliefernaten im Einkauf mit Sicherheit billiger als ein präzise gefertigter mechanischer Zähler. 2 Die Überprüfung (Eichung) kann vermutlich auch übers Netz erfolgen, zumindest soweit daß der Stromlieferant nicht finanziell zu kurz kommt. 3 Wenn jemand seine Stromrechnung nicht bezahlt hatte und der Strom daher abgestellt wurde, mußte bisher jemand hinfahren und den Anschluss abklemmen. Wird in Zukunft einfach abgeschaltet, mit hoher Sicherheit sogar vom Leitrechner ohne Einsatz von Menschen. Bisher hatte ein säumiger Zahler weinigsten einige Tage Zeit die Rechnung zu begleichen bevor der Strom weg war. Kann ohne weiteres sein daß der Strom am Freitag abend ausgeht und vor Montag niemand zu erreichen ist.

Noch eine kleine technische Vision. Wenn ich mir so ansehe wer in aller Welt schon gehackt worden ist, dabei auch Regierungsorgansationen der USA wo NSA und CO die Hoheit über die digitalen Netze hat dann ist es sehr leicht möglich das ein Hacker oder Kriegsgegner einfach in ganz Europa die Lichter ausgehen lässt. Alles unmöglich mit mechanischem Zähler.

Thomas Haidenberger

@ F_Z Ich darf sie höflich ersuchen, in Ihrem Kommentar nicht mit "Hausnummern" zu arbeiten. Wenn Sie Zahlen bzw. Preise verwenden, dann sollten diese entsprechend recherchiert sein und den Tatsachen entsprechen. Ich werde Ihnen diese Arbeit aber nicht abnehmen ...

Was den Einsatz von "elektronischen Zählern mit GSM-Modul" betrifft, so sollte besser hinterfragt werden, warum überhaupt. Sinnvoll ist das nur, wenn ein ÖeMAG-Einspeisevertrag vorliegt und der gelieferte Strom tatsächlich monatlich abgerechnet wird. Das ist aber bei einem Großteil der Kleinanlagen nicht der Fall. Bei jährlicher Abrechnung sind derartige Geräte ein Luxus, von dem niemand einen Genuss hat.

skepsis

Ich wollte ja schon an die Tiwag schreiben, ob die Einsparung von 1,00 € pro Monat ein Witz sein soll? Aber die jetzt geplante Erhöhung der Netzkosten schlägt dem Fass wohl den Boden aus.

Herr Platter, Sie sind wohl nicht der Herr im eigenen Haus, wie es scheint, wenn die Tiwag-Herren tun und lassen können, was sie wollen. Nur gut, dass dieser Wallnöfer mal geht, war auch schon viel zu lange an der Macht. Da kommen dann solch blöde Ideen auf, die niemand nachvollziehen kann und nur der Gewinnerhöhung und somit den Aktionären dienlich sein soll. Da sieht man wieder mal, wie es in der Welt läuft. Den Kleinen zieht man das Geld aus der Tasche, damit die Reichen noch reicher werden können. Doch dieses System wird so nicht zu halten sein, denn irgendwann kippt alles, wenn die Menschen nicht mehr genug zum Leben haben und die Wirtschaft weiter und weiter stagniert.

F_Z

@Hr. Haidenberger also die Häuselbauer mit einer kleinen Photovoltaikanlage würden sich ja schön bedanken wenn sie den Zähler selber bezahlen müssten - ich weiß nicht genau wieviel so ein elektronischer Zähler mit GSM-Modul kostet, aber 1000.- werden da nicht langen - eher wohl Richtung 2000.- (meine Schätzung); und dann muss das Dinga auch noch alle paar Jahre geeicht werden... Und war es nicht ein Lienzer der durchgesetzt hat das genau das nicht passien darf? Das die Tiwag für so einen Zähler nicht mehr verrechnen darf als für einen 0815-Zähler der regenerirt (gebrauchter Zähler wieder aufbereitet und geeicht) weniger als 100.-?

@Detektor also in Österreich steigt der Stromverbrauch immer noch (sagt die Statistik), und selbst wenn er sinken würde, würde es die Netze immer noch brauchen - und gerade Entwicklungen wie vermehrte Elektronik die Oberwellen im Netz erzeugt, und Photovoltaik oder Windkraft stellen neue Herausforderungen an die Netze. Heute einen neuen Hochspannungsmast zu bauen ist durch die aufwendigen Genehmigungsverfahren und die schon üblichen Gerichtsprozesse so teuer, das die Netzkosten nicht weniger werden. Und ja, wenn man z.B. Windkraftwerke baut, dann brauch es auch Stromleitungen dahin. Aber natürlich steht es jedem frei seinen Strom selber zu erzeugen, und auf den Tiwag-Anschluss und die Kosten dafür zu verzichten. Ich wünsche viel Erfolg dabei.

Ganz Nebenbei: Es gibt in der Ainet 2 Netzbetreiber, einen Kleineren und die Tiwag. Wieso hängen da wohl Leute auf der Tiwag-Leitung wenn gleich daneben die andere Leitung vorbei geht? Ich bin nicht aus der Gegend und kenne auch nicht die genauen Details, aber irgendwas wird wohl dahinter stecken.

Detektor

TIWAG: Sabotage von Stromsparbemühungen

Die Situation ist klar: Beim Stromabsatz selbst geht das Geschäft zurück: Stromsparendere Techniken (Haushaltsgeräte, LED-Leuchten...), bewußterer Umgang vieler Verbraucher, zunehmende Eigenerzeugung mit Photovoltaik ... - vor allem aber auch Konkurrenz anderer Stromlieferanten, die der Konsument ja frei wählen kann.

Was liegt da für den Stromkonzern näher, als jene Einnahmequelle stärker auszunützen, wo keine Eigenleistungen der Verbraucher und keine Konkurrenz anderer Erzeuger zu befürchten ist, weil man ja das absolute Monopol hierfür besitzt: das Verteilernetz mit seinen Einrichtungen. Hierdurch lässt sich der Konsument immer stärker melken, ohne dass er sich unmittelbar dagegen wehren kann. Dadurch werden aber auch Stromsparbemühungen immer uninteressanter, weil die hohen Fixkosten gleich bleiben oder sogar - siehe jetzige Erhöhung - weiter ansteigen.

Wir werden die Politik in die Pflicht nehmen müssen: Ein solches widersinniges System gehört möglichst bald geändert!

Thomas Haidenberger

@ Schlumpf Vielen Dank für Ihr anschauliches Beispiel. Das legt offen, was geschieht, wenn immer größere Teile der Abrechnung über "Grundpreise" laufen. Mit einem Grundpreis pro Anschluss trifft es die Kunden sehr ungleich. Grundpreise sind ungerecht, weil sie Kunden mit niedrigem Verbrauch benachteiligen. Weil die Fixkosten dann nur auf wenige kWh aufgeteilt werden, kann es so gehen, wie es Ihnen ergangen ist. Zudem wird die Motivation, Energie zu sparen, von Pauschalpreissystemen untergraben. Auf der TIWAG - Homepage werden alle Grundpreise und Tarife aufgelistet: https://www.tiroler-wasserkraft.at/www_tiwag/de/hn/stromprodukte/privatkunden/fairplus_privat/index.php

@ F_Z Mir ist schon klar, dass es laufende, teilweise nicht vorhersehbare Kosten für die Instandhaltung der Netze gibt. Bleibt die Frage, was die „überraschend“ in Aussicht gestellte Erhöhung von 10 % rechtfertigt. Das zu prüfen ist Aufgabe des Regulators. Vielleicht erfahren die Zahler ja auch einmal etwas darüber… Die Stromzähler bewirken natürlich einen Teil der Kosten, sind aber in der Regel für viele Jahre in Betrieb und spielen ihre Kosten verlässlich wieder herein. Früher einmal war es üblich, den technisch benötigten Stromzähler an den Kunden zu verrechnen, aber offenbar setzt sich auch in diesem Bereich die Pauschalierung durch. Irgendwer wird schon ein Vorteil daraus ziehen. Besser nachvollziehbar und auch gerechter wäre, wenn jeder Kunde für den bei seinem Anschluss benötigten Zähler den entsprechenden Preis bezahlt.

@ senf Ist ja erfreulich, wenn wenigstens einige Menschen eine Überblick haben. Die wissen dann ja sicher auch, welcher Anteil der Ökostromzuschläge der Kleinwasserkraft zuzurechnen ist und wie gering im Verhälttnis dazu der Anteil der Photovoltaik ist ...

senf

schlumpf@: "im Tarifblatt ist wieder alles neu und undurchsichtiger", behauptest du und liegst damit wahrscheinlich richtig, allerdings sind deine zahlenspiele noch undurchsichtiger, denn wie kommt man auf eine ökostromabgabe von € 33,-- pro tag? das wären ja im jahr € 12.045,-- im jahr und das kauf ich dir beim besten willen nicht ab! den ökostromtarif haben wir ja zu einem gutteil den grünen "gschaftlern", die immer und überall alles verstehen wollen, zu verdanken. wir wissen inzwischen, dass etwa 45 % des photovoltaikstrom buchstäblich in den sand geschickt werden, weil er zur falschen zeit am falschen ort produziert wird. aber egal, die unkosten verrechnet man den stromkunden in form des anteiligen ökostromtarifs. und genau diese "gschaftler" halten daran fest, gegen jeden pumpspeicher und gegen jedes wasserkraftwerk sein zu müssen, dafür votieren sie für die umweltschädliche und unausgiebige battrie-speichermethode. herr haidenberger, es mag zwar vieles, dass sie da brav abschreiben stimmen, einen realen überblick über den energiemarkt erkenne ich bei ihnen leider nicht. schade! Dass die tiwag einen sonderstatus hat, mag schon sein und dass dieses, aus der schwarzen manda zeit stammende privileg noch immer nicht beseitigt ist, liegt auch in der verantwortung der grünen, die ja politisch in tirol an den schalthebeln sitzen. will oder kann man nicht? bitte keine antwort, ich kenne sie bereits!

iseline

@thomas haidenberger

tatsächlich wäre es die Aufgabe der Tiwag ( siehe deren website) für eine sichere und preiswerte Stromversorgung in Tirol zu sorgen. Bei der marginalen Strompreissenkung und der zu erwartenden massiven Erhöhung des Netztarifes verfehlt das Unternehmen eigentlich seine Aufgabe.

Hinweisen und aufschreien müssten eigentlich die Aufsichtsräte, die vor allem dem politischen Einflussbereich der ÖVP, und somit auch LH Platter, zuzuordnen sind. Von F. Eberle, Wirtschaftslandesrätin P. Zoller-Frischauf, Dr. Reinhard Schretter, alle ÖVP ist z. B. rein gar nichts zu hören.

Nun weiß man halt nicht, ob sie sich einfach nicht für die Bevölkerung einsetzen wollen, oder es einfach nicht können, oder es etwa gar nicht dürfen?

F_Z

@schlumpf: könntest du mir bitte nochmal die Zahlen erläutern? Bei einer Ökostromabgabe von €11.- pro Tag klappt das mathematisch irgendwie nicht mit Gesamtkosten von €65,36 pro Jahr...

@Hr. Haidenberger Laufende Kosten für die Netznutzung sind doch relativ einfach erklärt, das sind z.B.: Sturmschäden die repariert werden müssen, oder Panzersicherungen die ausgetauscht werden wenn irgendein Bastler oder Elektriker mal wieder nicht aufgepasst hat (ist bei vielen Anlagen gratis - je nach Ausbaustand). Ich denke mal da fallen auch die elektronischen Zähler inkl. GSM-Verbindung darunter, die bei Besitzern von Photovoltaikanlagen eingebaut werden, aber (soweit ich weiß) nicht ordentlich verrechnet werden dürfen. Und dann gibt’s da noch einige *Ironie ein* kluge Köpfe *Ironie aus* die sich so ein Smartmetersystem ausgedacht haben - und das will ja wohl auch irgendwie finanziert werden, wenn es denn die EU schon vorschreibt.

schlumpf

Der Strom soll teurer werden!! Ich bin Obman eine Vereins und wir betreiben einen kleinen Lagerraum für diverse Utensilien und verbrauchten im Jahr 2014 etwa 18kWh an Strom was uns eine Rechnung von 65,36 von der TIWAG einbrachte. Ein stolzer Preis für diese Leistung! Nicht jedoch der Verbrauch war der Wucher mit einem Betrag von € 19,25 sondern wenn man auf der Rückseite die Leistungsaufstellung durch ackert und sich die ganzen Zahlen der Abrechnung, wie etwa Abgaben nach Leistung und Abgaben nach Tagen aufgliedert, kann man nach etwas rechnen schon drauf kommen, woher dieser stolze Betrag herkommt. ÖKOSTROM-Abgabe heisst das Zauberwort! Natürlich werden alles Steuern Eins zu Eins an den Kunden weitergegeben sodass man dann im Abrechnungsjahr 2014 etwa pro Tag € 11,- ÖKOSTROM-Abgabe berappt. Nun bekam unser Verein die neue Abrechnung und wenn ich nicht schon am Stuhl gesessen wäre hätte es mich tatsächlich umgehauen!! 7 kWh und ein Betrag von € 91,65 wurde einegehoben!!!! MEHR ALS DIE HÄLFTE WENIGER VERBRAUCH UND €30,-MEHR BEZAHLEN!!! Sie haben richtig gelesen! 7kWh Verbrauch - zu zahlen € 91,65!! Sofort den Taschenrechner gestartet und nachgerechnet. Leistung für 7kWh Stromverbaruch beträgt € 15,24 und dann kommt der Hammer: ÖKOSTROM-Abgabe im Jahr 2015 pro Tag € 33,- das ist ein Anstieg von 300%! Gehts denn noch? Auf dem neuen Tarifblatt ist wieder alles neu und undurchsichtiger! Erschreckend ist auch das Kommentar von Herrn Haidenberger: Zitat von Thomas Haidenberger: "Es haben aber weder Landesregierung noch Landtag die Möglichkeit, in die Tätigkeit des „eigenen“ Unternehmens einzugreifen. TIWAG ist ein öffentliches Unternehmen mit Sonderstatus. Es ist selbständig und so wichtig, dass der Vorstandsvorsitzende deutlich mehr verdienen „darf“ als der Landeshauptmann. " Nun wundert es mich nicht mehr das es mit unserem Land bergab geht!! Wir zahlen für unser eigenes Wasser undd afür das die TIWAG auch noch unsere Natur zerstört und an jedem Rinnsal ein Kraftwerk hinstellen will. LEUTE werde endlich wach und nicht erst wenn die Staumauer beim Kärntenertor bereits gebaut ist!

Thomas Haidenberger

TIWAG steht zu 100% im Eigentum des Landes Tirol, also im Eigentum aller Tiroler*innen und hat einen öffentlichen Versorgungsauftrag. Strom soll für alle angeschlossenen Haushalte und Betriebe verlässlich und kostengünstig verfügbar sein. Das Land Tirol hat, obwohl Eigentümer, keinerlei direkten Einfluss auf das operative Geschäft. Der Eigentümervertreter (= Landeshauptmann) hat natürlich die Möglichkeit, Wünsche an das Management heranzutragen, und seine Stimme hat ja auch durchaus Gewicht. Es haben aber weder Landesregierung noch Landtag die Möglichkeit, in die Tätigkeit des „eigenen“ Unternehmens einzugreifen. TIWAG ist ein öffentliches Unternehmen mit Sonderstatus. Es ist selbständig und so wichtig, dass der Vorstandsvorsitzende deutlich mehr verdienen „darf“ als der Landeshauptmann.

Es ist ja nicht das erste Mal, dass der Preis für die Energie (=der Strom an sich) billiger wird und die Kosten für die Nutzung des Netzes steigen. Angesichts der aktuellen „regulierten Liberalisierung“ des Energiemarktes kann das möglicherweise ein wenig verwunderlich anmuten.

Ein Grund könnten folgende Fakten sein: Während früher einmal die Elektrizitätsversorger (EVU) einen strikten Gebietsschutz (=Monopol) genossen, musste über verschiedene Richtlinien der EU auch in Österreich der Energiemarkt liberalisiert werden, auch bei leitungsgebundenen Energieformen (Strom und Gas). Seit einigen Jahren kann nun jede*r Verbraucher*in den Lieferanten frei wählen und hat damit die Möglichkeit, beim günstigsten Anbieter einzukaufen.

Geblieben ist das „NETZMONOPOL“: In einem Versorgungsgebiet gibt es normalerweise nur einen Netzbetreiber. Ausnahmen gibt es derzeit praktisch nur beim Hochspannungsnetz, das zusätzlich zu den Leitungen der Landesversorger von der APG (früher Verbundgesellschaft) betrieben wird. Der Netzbetreiber verrechnet an den Kunden das Netznutzungsentgelt getrennt von den Energiekosten und natürlich auch dann, wenn ein externer Stromanbieter Kunden im „eigenen“ Versorgungsgebiet beliefert.

Im Zuge der Marktfreigabe für Strom wurde ein REGULATOR eingerichtet, die E-CONTROL . Diese Gesellschaft hat die Interessen der Konsumenten zu vertreten und hat die Möglichkeit, regulierend einzugreifen. Dies geschieht z. B. dann, wenn ein EVU sinkende Preise auf dem Strommarkt nicht an die Kunden weitergibt. Im aktuellen Fall hat ja die E-Control TIWAG aufgefordert, die in der letzten Zeit am europäischen Markt stark gesunkenen Strompreise an die Verbraucher weiter zu geben und damit die „Strompreissenkung“ ausgelöst. Der Regulator legt auch fest, welche Netztarife die einzelnen EVUs an die Kunden verrechnen dürfen. Änderungen des Netznutzungsentgelts müssen vom Regulator genehmigt werden. Vermutlich wird diese Genehmigung vorliegen, wobei interessant wäre, womit sich die weit über der Inflationsrate gelegene Steigerung der Netzkosten begründen lässt.

Die TINETZ, eine „Tochter“ der TIWAG, betreibt in Tirol den Großteil des Netzes. Interessant ist dabei, dass diese Netze ja mit ANSCHLUSSGEBÜHREN und zumindest ANTEILIGEN BAUKOSTEN der Stromkunden finanziert wurden, diese aber trotzdem ohne zeitliche Befristung für die Nutzung der Netze entgeltpflichtig bleiben.(?) Zudem wurden TIWAG/TINETZ in der Regel Leitungsrechte eingeräumt, sowohl im öffentlichen Gut (Gemeindestraßen) als auch über private Grundstücke (Hoch- und Mittelspannungsleitungen), für die üblicherweise keine laufenden Zahlungen vorgesehen sind.

@ Seppl17 Die von Ihnen lobend hervor gehobene „Sportförderung“ durch TIWAG wird von verschiedenen Menschen deutlich kritischer gesehen. Die Tatsache, dass jährlich –zig Millionen Euro in Form von Werbung (bezahlte Einschaltungen in allen Medien) und in Form von Sponsoring nach Gutdünken in der Tiroler Medien- und Vereinslandschaft verteilt werden, findet auch Kritiker, z.B. … http://www.dietiwag.org/index.php?id=2550

Hot doc

Lieber Sepp 17

Die Tiwag hat kein einfachen Arbeiter oder. Angestellten. Einfache Arbeiter verdienen nicht 2500 bis 3000 Euro.netto mit Firmenpension und und und. Also bring keine politischen Floskeln, sondern halt Dich an Tatsachen. Die Fantasiegehälter derer Tiwagler kosten uns alle Geld.

seppl17

>hannes kann ich nur zu 100% rechtgeben!

>Hot doc Sollte bevor man auf den einfachen Arbeiter und Angestellten hinschlägt einmal nachdenken wieviel der Eigentümer direkt und indirekt aus dem Unternehmen Geld zieht bzw. von einem Tiroler Unternehmen zum Anderen verlagert (Rettung der Hypobank, Sportförderungen u.s.w.,).

Hot doc

Ich würde einfach mal die unsinnig hohen Gehälter aller Tiwag und Tinetzmitarbeiter dem Lohnniveau aller Tiroler anpassen. Wie lange stehen die Tiroler noch zu wie sich die Mitarbeiter von oben bis ganz unten auf unsere Tiroler Kosten bedienen.

hannes

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, lieber Günther,

ich nehme Bezug auf ein Schreiben der TIWAG von September 2015 und die heutigen Pressemeldungen i.s. TINETZ, die vermitteln, dass zwar der Strompreis gesenkt, die Zugangskosten zum Strom aber erhöht werden. Alles gut und recht !

aber:

beides sind Landesgesellschaften, bzw. ‚Töchter‘ davon. Eine Absprache wäre vielleicht sinnvoll gewesen, bzw. auch eine Information der Eigentümervertreter, = Land Tirol. so aber fühle ich mich:

a.) wirklich vera…….. ( Preis wird gesenkt, aber die Tinetz erhöht die Kosten des Zugangs )… wenn ich das aus Konkurrenzgründen auch verstehen würde b.) was aber viel schwerer wiegt: das Rundschreiben an alle Kunden vom September, in dem die Preissenkung angekündigt wird, ist eigentlich im Wissen einer Erhöhung der ( Gesamt - ) Tarife entstanden, also…. wiederum: b.1.) eine bewusste Täuschung der Kunden ?... b.2.) blanke Absicht…. dann wird’s aber kritisch, immerhin haben die Schreiben an alle TIWAG Kunden dann im Wissen um deren inhaltlichen Unsinn immerhin einige 100 – Tausend Euro gekostet ( = Verschwendung von Steuergeld, zumindest indirekt ) ( bei 700‘ Einwohnern nehme ich einmal geschätzt 500‘ Stromabnehmer an , allein das Porto wäre dann bei ca. 350 ‚ , usw. )

Ich ersuche Dich, dies mit den Verantwortlichen der TIWAG / TINETZ zu diskutieren und hoffe, dass ein solcher Affront in Zukunft nicht mehr vorkommt.

Grüsse aus Lienz

Mag. Hannes Schwarzer 9900 Lienz schwarzer.weine@aon.at 0664/2100648

gruenxi

Die TIWAG teilt vor wenigen Wochen mit, dass ab 2016 ein durchschnittlicher Haushalt sich jährlich 12,- Euro spart. Der LH schliesst sich dieser freudigen Nachricht (immerhin 1 Euro pro Monat !!) in etlichen Presse-Aussendungen an. Nunmehr ist alles wieder anders. Ich frage mich schon, wer eigentlich der "Herr" in den Landesunternehmen ist. Ganz offensichtlich nicht der LH - auch von den kürzlich in die Öffentlichkeit gelangten Skandale wusste der LH (anscheinend) nichts. Die Politiker sollen nicht das letzte Wort sprechen, sondern tun, was von hochbezahlten Managern verlangt wird: Taten setzen.