Adventkalender Lienz 2015: das 14. Fenster

Hannelore Nenning, „Wadi-el-Qelt – Auf den Spuren Jesu nach Jericho“ (2015), Aquarell.

Hannelore Nenning, "Wadi-el-Qelt – Auf den Spuren Jesu nach Jericho" (2015), Aquarell, 2015, 70 x 50/ 45 x 28,5 cm. Foto: Martin Lugger
Hannelore Nenning, „Wadi-el-Qelt – Auf den Spuren Jesu nach Jericho“ (2015), Aquarell, 70 x 50/ 45 x 28,5 cm. Foto: Martin Lugger

Über die Künstlerin
Hannelore Nenning wurde 1947 in Lienz geboren. Sie absolvierte Studien an der Akademie der bildenden Künste in Wien (Diplom für Malerei und Lehramtsprüfung für Bildnerische Erziehung) und besuchte die Sommerakademie Salzburg (Radierung) und vertiefte die Ausbildung im Fach Grafik an der Wiener Akademie für angewandte Kunst. Parallel dazu studierte sie an der Universität Wien Germanistik und Kunstgeschichte. Sie lehrte an Wiener und Tiroler Gymnasien und ist als freischaffende Künstlerin tätig.

Hannelore Nenning hat im Laufe ihrer Karriere große Aquarell- und Radierzyklen über europäische Kultur- und Naturlandschaften gestaltet. Sie ist Gründungsmitglied und Ausstellungskoordinatorin der Künstlergruppe „Nationalparkmaler“.

Auszeichnungen
Füger Preis (Zeichnung); Preise bei internationalen Wettbewerben für Aquarellmalerei („Sinaide Ghi“, Rom; „Premio Agazzi“, Mapello); „Tiroler Umweltpreis für künstlerische Projekte“ (1. Preis).

Werke im öffentlichen Besitz
Graphische Sammlung Albertina, Wien; Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, Wien; Amt der Tiroler Landesregierung; Niederösterreichisches Landesmuseum; Kulturämter der Städte Wien, Lienz, Salzburg, Klagenfurt, Strassburg/Kärnten.; Sommerakademie Salzburg; Färbereimuseum Gutau; Museum Schloss Bruck; Columbus Centre, Toronto

Die Künstlerin über ihr Bildmotiv
Zu meinen wesentlichen Erinnerungen an Israel zählt eine Wanderung durch das Wadi-el-Qelt, das sich vom judäischen Wüstengebirge bis ins Jordantal erstreckt. Es wird von einem schmalen Passweg durchzogen, der von Jerusalem nach Jericho führt und auch von Jesus oft gegangen wurde; ein einst gefürchteter Weg, berüchtigt für Überfälle und Morde, lokaler Hintergrund für Jesu Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. An manchen Stellen rücken die Felswände so nahe zusammen, dass die Strahlen der Sonne nur wenige Minuten die Schlucht erhellen, in deren Tiefe im Winter ein Bach rauscht. „Das Tal des Todesschattens“ nennt ein Psalmist die tiefe Schlucht, in der er sein Gottvertrauen unter Beweis stellt: „Ich walle im Tal des Todesschattens, ich fürchte keinerlei Gefahr, denn du begleitest mich“ (Ps 23/4)

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