Land Tirol gibt Integrationskalender heraus

Landesregierung arbeitet derzeit zudem an einer Integrationsstrategie.

Fachbereichsleiter Johann Gstir, Integrationslandesrätin Christine Baur und IV-Geschäftsführer Josef Lettenbichler präsentieren den Integrationskalender 2016. Foto: Land Tirol/Sax
Fachbereichsleiter Johann Gstir, Integrationslandesrätin Christine Baur und IV-Geschäftsführer Josef Lettenbichler präsentieren den Integrationskalender 2016. Foto: Land Tirol/Sax

Der Fachbereich Integration des Landes Tirol gibt zwar jedes Jahr den sogenannten „Tiroler Integrationskalender“ heraus, doch diesmal hat man sich im Zuge der aktuellen Geschehnisse rund um das Thema Migration etwas Besonderes einfallen lassen: „Dieses Jahr haben wir uns für ein Comic-Sujet entschieden, das aufzeigen soll, dass vieles gleich und trotzdem vielfältig sein kann – egal, woher die Menschen kommen“, berichtet Fachbereichsleiter Johann Gstir. Und LRin. Christine Baur fügt hinzu: „Integration ist ein dynamischer Prozess, der nie einseitig ablaufen kann.“

Nicht zuletzt deshalb wird auch die Rückseite des Integrationskalenders genutzt, auf der die Zeitung Fremd? Heimat Tirol einen kleinen Einblick in die Arbeit des Fachbereichs Integration und anderer Akteure der Integrationsarbeit in Tirol gibt.

Hauptsponsor des Kalenders ist die Industriellenvereinigung, deren Geschäftsführer Josef Lettenbichler sagt: „Gerade in der Flüchtlingsfrage gehen Unternehmen bereits mit Beispielen zur Problemlösung voran. Arbeit und Beschäftigung sind die beste Möglichkeit, um Menschen mit Migrationshintergrund in eine Gesellschaft zu integrieren. Wir alle stehen vor neuen Herausforderungen. Europaweit. Es geht um Menschenwürde, aber auch um eine humanitäre Verpflichtung.“

Derzeit ist es vor allem die zivile Bevölkerung, die sehr viel zum Funktionieren der Integration aber auch zur Erstaufnahme der flüchtenden Menschen beiträgt. Die Landesregierung erarbeitet aktuell gerade eine Integrationsstrategie. Diese soll „auf institutioneller Ebene zielgerichtete Integrationsmaßnahmen langfristig und vorausschauend“ planen, wie es in einer Aussendung des Landes heißt. Vor allem die Bereiche Deutsch, Bildung und Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Soziales sowie die Begegnung und das Zusammenleben in Tirol sollen damit behandelt und vernetzt werden.

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