Austragung des Dolomitenlaufs gesichert

Streckenführung für die 42. Auflage des traditionellen Langlaufevents wurde festgelegt.

Im Jahr 2015 fand der Dolomitenlauf in frisch beschneiter Landschaft statt. Darauf hofft man auch dieses Jahr. Foto: Expa/Gruber
Im Jahr 2015 fand der Dolomitenlauf in frisch beschneiter Landschaft statt. Darauf hofft man auch dieses Jahr. Fotos: Expa/Gruber

Wie in den vergangenen Jahren wird der Dolomitenlauf, der zum FIS-Marathoncup zählt, „in Osttirols nordischer Hochburg Obertilliach ausgetragen“, wie Franz Theurl, Chef des Organisationskomitees, am 5. Jänner ankündigte. Die normalerweise als eher selektiv geltende Streckenführung wird heuer deutlich entschärft sein, sodass auch weniger trainierte Langlaufsportler die Herausforderung annehmen können.

Im vergangenen Jahr musste ebenfalls aufgrund ausgebliebener Schneefälle eine „Notlösung“ in der Streckenführung gefunden werden. Die Streckenverantwortlichen Josef Schneider und Harald Draxl zogen damals eine zweite Schleife ein, die durch das Langlaufzentrum führte. Dies wird beibehalten, denn damit sind die Teilnehmer stets in der Nähe der Basisinfrastruktur des Langlaufzentrums und können besser betreut werden. Das Laufen in Publikumsumgebung wird von den Teilnehmern aber auch als Ansporn gewertet. Dieses Jahr wird nicht nur der Start im Langlaufzentrum ausgeführt, sondern die Anlage zweimal durchlaufen und schließlich wird dort auch das Ziel sein.

Eine Absage des Dolomitenlaufes wollte man der Region touristisch nicht zumuten, so Theurl. Diese hätte auch negative Folgen für die seit 37 Jahren bestehende Mitgliedschaft beim Worldloppet gehabt, die man dadurch verlieren hätte können. Derzeit sind 20 Nationen mit ihren bedeutendsten Volkslangläufen in dieser weltumspannenden Organisation vereint, zuletzt wurden Russland und China aufgenommen. Jeder Worldloppetlauf darf FIS-Punkte vergeben, ein Recht, das in Österreich bisher nur dem Dolomitenlauf zusteht. Und noch ein Argument gegen die Absage führt Franz Theurl an: Da die Vorfinanzierungskosten mehr als 70.000 Euro ausmachen, hätte ein Nicht-Zustandekommen des Laufs einen großen finanziellen Verlust bedeutet.

Finanziell dürfte es ohnehin schwieriger werden, da man aufgrund der wenigen Trainingsmöglichkeiten in Europa mit einer rückläufigen Teilnehmerzahl rechnet. Derzeit liegt man bei knapp 800 Meldungen. Eine optimistische Schätzung Theurls rechnet mit insgesamt bis zu 1.500 Läufern.

Der 42. Dolomitenlauf beginnt am Donnerstag, 21. Jänner, mit dem Romantiklauf in Lavant. Der beliebte Dolomitensprint ist für Freitag gemeinsam mit der feierlichen Eröffnung des Dolomitenlaufs vorgesehen. Am 23. Jänner soll das „Dolomiten-Classicrace“ in Obertilliach stattfinden und auf derselben Strecke wird am Sonntag, 24. Jänner, der eigentliche Dolomitenlauf ausgeführt.

Der Andrang an Läufern dürfte wieder beträchtlich sein.
Der Andrang an Läufern dürfte wieder beträchtlich sein.
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