Landesregierung: eigener Hubschrauber beschlossen

Im Anschluss an den Sicherheitsempfang vom 18. Jänner beschloss die Tiroler Landesregierung die Anschaffung eines Hubschraubers für den Zivil- und Katastrophenschutz sowie eine Aufstockung der Förderung für die Tiroler Bergrettung. „Ein permanent in Tirol stationierter Helikopter ist für unser Land, das immer wieder von Naturkatastrophen heimgesucht wird, unerlässlich“, ist LH Günther Platter überzeugt. Der Landeshubschrauber wird auch für die Bekämpfung von Waldbränden oder für Erkundungsflüge im Rahmen einer Gefahrenbeurteilung für Siedlungsräume oder öffentliche Verkehrswege zur Verfügung stehen.

Betrieben wird der Hubschrauber von der Polizei, „das Land Tirol, die Behörden und die Einsatzorganisationen können ihn jedoch jederzeit anfordern“, so LH Platter. Das Land investiert dafür bis zu vier Millionen Euro, das Bundesministerium für Inneres (BMI) wickelt den Beschaffungsvorgang ab und stellt in der Zwischenzeit einen Helikopter samt Besatzung zur Verfügung.

Die Liste Fritz sieht die Anschaffung kritisch und betrachtet sie als „ein politisches Prestigeprojekt Platters“. Die Probleme in Tirol „liegen nicht in der Luft, sondern am Boden“, argumentiert die Liste und erläutert: „Platter soll nicht vier Millionen Euro für den x-ten Hubschrauber ausgeben, sondern das Steuergeld der Tiroler dort einsetzen, wo es dringend gebraucht wird. Für jene 30.000 Tiroler, die ohne Arbeit sind, damit sie endlich wieder Arbeit bekommen. Für jene Menschen, die bis zur Hälfte ihres Einkommens fürs Wohnen ausgeben müssen und für jene Sozialvereine, die sich um die Tiroler in Not kümmern. Platter hat am Boden genug zu tun, darum soll er sich kümmern!“, so die Fritz-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Isabella Gruber.

Im Zuge der Regierungssitzung vom 19. Jänner wurde auch die ebenfalls beim Sicherheitsempfang angekündigte Aufstockung der Gelder für die Bergrettung beschlossen. 200.000 Euro mehr soll die Bergrettung in diesem Jahr erhalten, kündigt Sicherheitsreferent LHStv Josef Geisler an: „Damit reagieren wir auf stetig steigende Einsatzzahlen, die notwendige Anschaffung von Bergematerial und die dazugehörige Ausbildung. Außerdem wird die Bergrettung den Bereich Spaltenbergungen im heurigen Jahr ausbauen.“

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