Obertilliach: Rezac gewinnt „Dolomiten-Classicrace“

Andy Newell auf Platz zwei. Shevchenko siegt im Damenrennen.

Der Start zum Dolomitenlauf-Classicrace 2016 in Obertilliach. Fotos: Expa/Gruber
Der Start zum Dolomitenlauf-Classicrace 2016 in Obertilliach. Fotos: Expa/Gruber

Das „Dolomiten-Classicrace“ führt wahlweise über 42 und 20 Kilometer mit Start und Ziel beim Biathlon- und Langlaufzentrum Obertilliach in Osttirol. Die Loipe präsentierte sich am 23. Jänner in bestem Zustand, Weltklasseläufer und Hobbyathleten aus 29 Nationen erlebten abwechselnd Sonnenschein und Schneegestöber in einem spannenden Wettkampf, den am Ende die Favoriten entschieden. Gelaufen wird das Rennen in der klassischen Technik. Im 42km Hauptrennen dominierte – wie schon beim Dolomitensprint am Freitag  – der 33-jährige Andy Newell. Der derzeit beste Weltcup-Läufer aus den USA drückte dem Rennen von Beginn an seinen Stempel auf.

Nachdem Newell bis zur Hälfte des Rennens in Führung lag, formierte sich eine fünfköpfige Spitzengruppe. Ein Kilometer vor dem Ziel kam schließlich die entscheidende Attacke des überragenden Klassikläufers Stanislav Rezac. Der zweifache Gewinner des FIS Worldloppet Cup holte sich nach 2013 seinen nächsten Sieg beim „Dolomiten-Classicrace“. „Gestern bin ich noch bei einem Rennen gestartet und hatte nur drei Stunden Schlaf. Deshalb war ich in der ersten Rennhälfte ziemlich müde. Das Rennen war sehr schnell, die Loipen perfekt und für mich war es wieder ein traumhafter Sieg in Obertilliach“, freute sich Rezac.

Stanislav Rezac war auch heuer nicht zu schlagen.
Stanislav Rezac war auch heuer nicht zu schlagen.

Rezac gewann fünf Sekunden vor Andy Newell. Dessen Reaktion: „Ich wollte den Sieg, aber gegen Rezac hat es leider nicht gereicht“. Dritter wurde der Italiener Mauro Brigadoi mit sechs Sekunden Rückstand. Als bester Österreicher kam der Vorarlberger Martin Sutter aus dem Bregenzer Wald auf den vierten Platz. Im Ziel hatte er 21 Sekunden Rückstand. „Von Beginn an war es ein Ausscheidungsrennen, wo vor allem Newell das Tempo enorm hoch hielt. Am Ende fehlte mir die nötige Kraft für das Podium“, sagte Sutter.

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Die Schnellsten im „klassischen Stil“: Andy Newell, Seriensieger Stanislav Rezac und Mauro Brigadoi.

Bei den Damen siegte Valentina Shevchenko mit über fünf Minuten Vorsprung auf die Norwegerin Kristin Antonsen. Dritte wurde mit Britt Ingunn Nydal ebenfalls eine norwegische Läuferin. Beste Österreicherin wurde die Leogangerin Magdalena Maierhofer als Fünfte.

Dem 24-jährigen Italiener Mirco Bertolini gelang nach dem Triumph beim Dolomitensprint ein souveräner Sieg über die 20 Kilometer-Distanz. Er gewann die Kurzdistanz des „Dolomiten Classicrace“ acht Sekunden vor dem Deutschen Spitzenläufer Toni Escher und 50 Sekunden vor dem besten Österreicher Matthias Kuhn aus Weißenbach am Lech. Bei den Damen siegte die Italienerin Debora Roncari 15 Sekunden vor der Deutschen Elisabeth Schicho. Dritte wurde mit Viviana Druidi erneut eine Italienerin.

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