MA33 erleuchtet Lienzer Stadtverwaltung

Die Wiener Kollegen assistieren beim Lichtwechsel der Sonnenstadt.

150.000 Leuchten, 220.000 Leuchtmittel, 3.000 Kilometer beleuchtete Straßen, 80.000 Spann- und Lichtmasten und 1.200 Ampelanlagen – das ist die imposante Infrastruktur, mit der sich die Millionenstadt Wien ins richtige Licht setzt. Die zuständige MA33 sollte also mit Fug und Recht als kompetent in Sachen Stadtbeleuchtung gelten. Mit dieser Logik zapfen die zuständigen Beamten der Stadt Lienz jetzt das Wissen ihrer Kollegen in der Bundeshauptstadt an, um auch die Dolomitenstadt  nach allen ökologischen und sicherheitstechnischen Regeln der Kunst zu erleuchten.

Vermittelt durch Walter Peer, den Geschäftsführer der Innsbrucker Planungsfirma „Communalg GmbH“ wurde ein Kontakt zwischen der größten Kommune Österreichs und der größten Gemeinde Osttirols hergestellt, der am 5. Februar im Lienzer Rathaus bekräftigt und auch für die Medien beleuchtet wurde.

2011 startete Lienz mit einer „Zustanderhebung“ der Straßenbeleuchtung. 1.740 Lichtpunkte wurden überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass 46 % aller Straßenleuchten älter als 20 Jahre sind. Zudem sind zwei Drittel der Lampen im Stadtgebiet veraltet und unwirtschaftlich. Sie werden jetzt schrittweise mit dem Know-how der MA33 erneuert. Geld nehmen zumindest die Wiener für diese Beratung keines.

Foto: Stadt Lienz/ Lenzer
MA33-Experte Harald Bekehrti mit neuer Lampe, Consulter Walter Peer, Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und der Städtische Elektriker Bernhard Znopp mit alter Lampe. Foto: Stadt Lienz/ Lenzer

Die neuen Lienzer Beleuchtungsanlagen sollen wirtschaftlicher und ökologischer sein. „Die Anschaffungskosten liegen mit 700 Euro zwar im gehobenen Segment, dadurch ist man aber an keine Herstellerfirma gebunden, die bereits nach wenigen Jahren das Sortiment ändert und keine Ersatzteile mehr lagernd hat“, erklärt Harald Bekehrti vom MA33. Außerdem sind die Betriebskosten und der Zeitaufwand bei der Wartung gering. „Der Austausch einer Lampe ist binnen vier Minuten erledigt“. Zudem liege die Energieersparnis bei 60 Prozent. Nervige Lichtverschmutzungen fallen in Zukunft ebenso weg, wie Insektenschwärme unter Straßenlaternen. „Das liegt daran, dass die Lichtstreuung genau eingestellt und abgedeckt wird“, so Bekehrti.   

Die Dauer dieser interkommunalen Kooperation endet mit der Übergabe der in Betrieb gehenden Beleuchtungsanlage an die Stadtgemeinde Lienz. Vereinzelt sollen bereits 2016 die ersten Lampen montiert werden und zwar am Schleinitzweg, der Nußdorfer- und der Hugo Englstraße. „Wir haben dafür für heuer rund 380.000 Euro budgetiert“, so Blanik.

Der Schwerpunkt der diesjährigen Arbeiten liegt aber in der Überprüfung von bestehenden Masten und Fundamenten sowie deren Neuerrichtung und Verkabelungen. Der Austausch der Lampen soll dann in den nächsten Jahren schrittweise erfolgen.

Drei Lampen, wie sie jetzt noch in Lienz verwendet werden und rechts außen das Zukunftsmodell.
Drei Lampen, wie sie jetzt noch in Lienz verwendet werden und rechts außen das Zukunftsmodell.
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2 Postings bisher
Karli vor 2 Jahren

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/tirol/3882683/ExPorrManager-startet-neue-Karriere-

Blanik kann gut mit Peer und gut mit der PORR. Die größten öffentlichen Hochbauaufträge der letzten Jahre hat die auswärtige PORR mit dem ehemaligen Innsbrucker SP Stadtrat und dann PORR Manager Peer mit dem Altersheim Nussdorf Debant ( Obfrau Blanik ) und dem Hallenbad Lienz erhalten.Die heimischen Baufirmen gingen hier leer aus. Sonst wird von ihr aber bei jeder Gelegenheit die Stärkung der heimischen Wirtschaft gefordert. Nach Dolomitenstadt machts die Stadt Wien umsonst. Und Peer ? Ganz unentgeltlich wird er es als Unternehmer nicht machen können. Wurder sein Auftrag und die Auswahl der Lampen im Umweltausschuss/Stadtrat beraten und beschlossen ? War er ausgeschrieben und anderen Berater offen ? Wäre das kein Thema für den Energiebeirat den jetzt alle wollen ? Werden die neuen Lampen ausgeschrieben oder einfach bei der Stadt Wien bestellt ? Gibts adere Anbieter oder energietechische Alternativen zum ausgesuchten Modell ? Gibt es dann eine Provision ( eventuell von der Lieferfirma ) für die Beratungsfirma ? Da stellen sich schon ein paar Fragen bevor einfach 380.000.- € ( nur heuer,mit den nächsten Jahren gehts sicher über die Million ) so begeistert vor der Wahl von der Frau Bürgermeisterin ausgegeben werden.

genaugenommen vor 2 Jahren

Am Kostengünstigsten Energie einsparen könnte man, wenn sie Dämmerungsschalter besser eingestellt bzw. gereinigt werden Denn man sieht dass Lampen ganzer Straßenzüge schon bei Gewitter einschalten ist das ein zeichen von schlechter Wartung der Dämmerungsschalter! Bei einer durchschnittlichen Beleuchtungsdauer von 10 Stunden/Tag währen eine halbe Stunde am Morgen und eine halbe Stunde am Abend bereits eine 10% Einsparung an Energiekosten und Leuchtmittelverbrauch (weniger Betriebsstunden)!

Haben das die Experten aus Wien nicht erkannt?