Wasserrettung übte Einsatz auf brüchigem Eis

Wie funktioniert die Bergung? Worauf sollte man achten?

Es ist ein Horrorszenario, das die Wasserrettung Osttirol in der vergangenen Woche auf dem Tristacher See nachstellte. Ein Mensch bricht durch eine dünne Eisdecke, versinkt in den kalten Fluten und kann sich selbst nicht mehr befreien. Für Retter besteht in dieser Situation natürlich auch immer die Gefahr, einzubrechen.

eisuebung01

Zu solchen Bergeeinsätzen werden Wasserretter und Feuerwehren immer wieder gerufen, deshalb ist Training wichtig, um im Ernstfall keine Zeit zu verlieren. Geübt wurden unterschiedliche Rettungsmethoden mit und ohne Hilfsmittel. Verknotete Kleidungsstücke, eine Leiter, ein Wurfsack oder ein Rettungsring können Leben retten. Auch das Hochwasserboot kam auf dem See zum Einsatz, es kann ebenfalls als Eisrettungsgerät eingesetzt werden.

eisuebung02

„Grundsätzlich sollte jeder Spaziergänger und Eisläufer nicht unbedacht die Eisfläche betreten, sondern vor Ort nach Hinweisschildern Ausschau halten und sich bei Gemeinden und Hotels über die Freigabe einer Eisfläche erkundigen. Und man sollte sich auch auf seine Sinne verlassen“, erklärt Markus Pflanzl, technischer Leiter der Wasserrettung Osttirol, die einige Tipps parat hat:

Tipps für gefahrloses Eislaufen:

  1. Bei örtlichen Stellen (Gemeinden, Hotels) nachfragen, ob ein See zum Eislaufen bzw. Spazierengehen freigegeben ist. Warntafeln beachten!
  2. Festigkeit der Eisfläche selbst prüfen. Risse und Sprünge beachten!
  3. Nie alleine auf das Eis gehen!
  4. Vorsicht bei Tauwetter.

Wie helfen, wenn jemand im Eis eingebrochen ist:

  • Hilfsmittel (z.B. Bretter, Kleidungsstücke, Leiter, Äste, etc.) verwenden.
  • Körpergewicht auf eine möglichst große Fläche verteilen.
  • In Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle bleiben.

Was tun, wenn man selbst eingebrochen ist?

  • Beide Arme auf die Eisfläche legen.
  • Sich möglichst wenig bewegen.
eisuebung
Fotos: Wasserrettung
Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren