Laserzlauf ging trotz Wetterkapriolen über die Bühne

Martin Weißkopf einsame Spitze. Barbara Presslaber schnellste Frau.

Er ist der Urahn aller heimischen Skitourenläufe im hochalpinen Gelände, der Laserzlauf, der normalerweise zum gleichnamigen Törl führt und seit Jahrzehnten die Hardcore-Fraktion der Tourenski-Spezialisten zu Spitzenleistungen im nicht präparierten Gelände treibt.

In den letzten Jahren wurde das von der Alpenraute organisierte Sportereignis allerdings immer wieder von Wetterkapriolen gebeutelt. Die Originalstrecke über die Lavanteralm an der Hochstadelnordwand und der Keilspitze vorbei auf das 2497 Meter hochgelegene Laserztörl samt sechs Kilometer langer Abfahrt durch freies Gelände durch den Laserzkessel an der Karlsbaderhütte vorbei zur Dolomitenhütte war auch heuer nicht sicher.

Und selbst die Ersatzstrecke musste in letzter Sekunde noch verlegt werden. Ein OK-Mitglied brachte es auf den Punkt: „Bis auf einen Vulkanausbruch hatten wir alles in den letzten fünf Jahren. Glaubten wir 2014 es geht nicht mehr schlimmer, legte 2016 noch eine Schaufel nach.“ Alpenraute-Obmann Markus Huber erzählt: „50 Zentimeter Neuschnee auf 1600 Metern, Lawinenwarnstufe 4 und einige Schneebretter zwischen Dolomitenhütte und Insteinalm veranlasste die Streckenmannschaft, die auf der Alpenrautehütte übernachtete, die Ersatzstrecke nochmals zu ändern.“

Nach einigen Erkundungen bis 23:00 Uhr einigten sich die Organisatoren um 06:00 Uhr morgens nach hektischen Telefonaten für folgende Strecke: Start in Tristach, Aufstieg über die sogenannte „Bamriese“ Richtung Dolomitenhütte, wo sich der höchste Punkt befand. Abfahrt bis zum Kreithof und für die Rennklasse erneuter Aufstieg zum höchsten Punkt und Abfahrt zum Ziel beim Kreithof.

Das Teilnehmerfeld war klein, aber die Stimmung bestens, beim verkürzten und verlegten Laserzlauf 2016.
Das Teilnehmerfeld war klein, aber die Stimmung bestens, beim verkürzten und verlegten Laserzlauf 2016.

Dies bedeutete 950 Höhenmeter für die Tourenklasse und 1.530 Höhenmeter für die Rennklasse. Das trübe Wetter im Startgelände änderte sich nach hundert Höhenmetern. Oberhalb des Nebels wartete eine traumhafte Winterlandschaft auf die Teilnehmer. Einige meinten nach dem Rennen: Jeder selber Schuld, der heute nicht dabei war.

"Langlaufen" im Winterzauber statt Hardcore-Action im Hochgebirge – Laserzlauf einmal anders.
„Langlaufen“ im Winterzauber statt Hardcore-Action im Hochgebirge – Laserzlauf einmal anders.

Vom Start weg ließ Lokalmatador Martin Weißkopf keine Zweifel aufkommen, wer hier das Maß aller Dinge ist. Locker glitt er eher als Langläufer denn als Skitourengeher der „Bamriese“ entgegen, lief bei den ersten beiden Wechselzonen einen Vorsprung von vier Minuten heraus und baute diesen bis ins Ziel auf 7,5 Minuten aus. Auf Platz zwei und drei folgten die Südtiroler Horst Kofler und Helmut Aichholzer. Bei den Damen siegte Barbara Presslaber 5,5 Minuten vor Lucia Strohmeier.

Der Dominator: Martin Weißkopf.
Der Dominator: Martin Weißkopf.

Mit 42 Teilnehmern wurde der Laserzlauf heuer unter Wert geschlagen. „Aber das große Lob der Teilnehmer hat uns in unserer Entscheidung bestätigt. Auch wenn es viel Kraft, Zeit und Nerven kostet, die Alpenraute bleibt mit dem Laserzlauf im alpinen Gelände“, resümiert Markus Huber.

Laserzlauf Ergebnisliste

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