Aufführung der Johannes-Passion in Lienz

60 Mitwirkende machen das berührende Oratorium von J.S. Bach zu einem musikalischen Erlebnis.

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Rund 60 Mitwirkende werden das berührende Oratorium zu einem musikalischen Erlebnis machen. Dafür bürgen Dirigent Wolfgang Kostner und die Qualität der AkteurInnen, unter denen auch einige Osttiroler sind.

Nach dem wunderbaren Mozart-Requiem im Vorjahr führt das Vocalensemble NovoCanto aus Innsbruck mit der Neuen Hofkapelle Graz am Sonntag, 13. März 2016 um 18.00 Uhr in der Kirche „Zur Hl. Familie“ Lienz die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach auf. Die Johannes-Passion (BWV245) ist neben der Matthäus-Passion die einzige vollständig erhaltene authentische Passion von J.S.Bach. Sie ergänzt den Evangelienbericht nach Johannes von der Gefangennahme und Kreuzigung Jesu durch Choräle und frei hinzugedichtete Texte und gestaltet ihn musikalisch in einer Besetzung für vierstimmigen Chor, Gesangssolisten und Orchester. Das etwa zwei Stunden dauernde Werk wurde am Karfreitag, dem 7. April 1724, in der Leipziger Nikolaikirche uraufgeführt.

Mit der Neuen Hofkapelle Graz führt das Vocalensemble NovoCanto aus Innsbruck am 13. März in Lienz Bachs Johannes-Passion auf.
Mit der Neuen Hofkapelle Graz führt das Vocalensemble NovoCanto aus Innsbruck am 13. März in Lienz Bachs Johannes-Passion auf. Foto: Innfocus

Rund 60 Mitwirkende machen das berührende Oratorium in Lienz zu einem musikalischen Erlebnis. Dafür bürgt nicht nur die Qualität der AkteurInnen, unter denen auch Osttiroler sind, sondern auch Dirigent Wolfgang Kostner. Als SolistInnen wurden große Stimmen verpflichtet: Andrea Lauren Brown (Sopran), Jakob Huppmann (Altus), Markus Schäfer (Tenor) und Thomas Stimmel (Bass).

Die junge amerikanische Sopranistin Andrea Lauren Brown war 2003 zweite Preisträgerin des ARD-Musikwettbewerbes für Gesang. Sie gastiert an großen Opernhäusern in Deutschland und Österreich und zahlreichen Festivals und übernimmt immer wieder Partien in Werken Alter Musik. Der junge österreichische Countertenor Jakob Huppmann studierte u.a. bei Bernhard Landauer und singt in zahlreichen Opernproduktionen im In- und Ausland. Das von ihm mitbegründeten Vokal-Ensemble Cinquecento wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Unbestritten zu den profiliertesten lyrischen Tenören für das Oratorienfach gehört der aus Deutschland stammende Markus Schäfer, der bereits beim Mozart-Requiem in Lienz für Begeisterung sorgte. Der gebürtige Münchner Thomas Stimmel begann als Mitglied des Tölzer Knabenchores und absolvierte sein Gesangsstudium bei Thomas Quasthoff. Stimmel ist nicht nur in Opern-Partien, sondern auch als Liedsänger zu hören.

Ein Tipp zum Kartenkauf: Erfahrungsgemäß ist die Schlange an der Abendkasse lang und das Warten im Freien – je nach Wetterlage – eher ungemütlich. Außerdem kosten die Karten an der Abendkasse zwei Euro mehr. Wenn man die Karten im Bürgerservicebüro in der Liebburg kauft, spart man somit Zeit und Geld! Das Büro ist heute Donnerstag noch bis 17.00 Uhr und am Freitag bis 12.30 Uhr geöffnet. Info-Tel. 04852/600-519.

Und noch ein Tipp: Das Oratorium dauert fast zwei Stunden, es ist also klug, frühzeitig zu kommen, um einen Sitzplatz zu haben. Auch das ist leichter, wenn man die Karte schon hat!

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