Franz Riedls irritierende Ordnung im Raum

Ausstellung in der Kunstwerkstatt mit Bezügen zum Ort.

Am Freitag, 18. März beginnt ab 19.00 Uhr in der Lienzer Kunstwerkstatt die Vernissage zu Franz Riedls Ausstellung „Raumordnung“. Der Künstler, der ursprünglich Bildhauerei studiert hat, modelliert den Raum, indem er dessen inhärente Regeln erst untersucht und diese anschließend in seinen Arbeiten zur Diskussion stellt.

Jeder von uns hat Erfahrung mit optischen Täuschungen, deren Besonderheit darin liegt, dass sie unsere Wahrnehmung auch dann noch irritieren, wenn unsere Vernunft sie schon längst durchschaut hat. Franz Riedl nimmt dieses Faktum zum Anlass für seine Gestaltung neuer Räume, die er auf bestehenden, vorgefundenen Räumen aufbaut und als deren persönliche Deutung versteht. Dabei bevorzugt der an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Bruno Gironcoli ausgebildete Künstler drei jeweils sehr originelle Verfahren:

In Papier geschnittene und gefaltete Reliefs erzeugen auf der Grundlage zentralperspektivischer Konstruktion dreidimensionale Gebilde von scheinbar strengster Geometrie.

Seine Fotoarbeiten wiederholen zeichnerisch die Grundeinheiten reiner Funktionsbauten und projizieren diese hinaus in den städtischen Raum.

Seine Objekte und Installationen schließlich verändern ihren jeweiligen Aufstellungsort und definieren ihn für die Dauer der Ausstellung (und möglicherweise noch darüber hinaus) neu.

Allen Arbeiten gemeinsam ist, dass sie bewusst die aus unserem neuzeitlichen Bildverständnis abgeleiteten Sehgewohnheiten thematisieren und den Betrachter auffordern, die Bilder nicht nur im passiven Schauen, sondern durchaus körperlich aktiv zu erleben.

Vernissage: 18. März, 19.00 Uhr
Ausstellung: 21. März – 22. April
Kunstwerkstatt der Lebenshilfe, Mühlgasse 8a, Lienz

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