Das Land Tirol baut eine Bahnunterführung an Osttirols letzter Eisenbahnkreuzung entlang der B 100 Drautalstaße in Thal im Gemeindegebiet von Assling. Luftbild: Land Tirol/Angerer

Das Land Tirol baut eine Bahnunterführung an Osttirols letzter Eisenbahnkreuzung entlang der B 100 Drautalstaße in Thal im Gemeindegebiet von Assling. Luftbild: Land Tirol/Angerer

Eisenbahnkreuzung an der B 100 in Thal ist bald Geschichte

Land Tirol baut bis Dezember um 3,3 Millionen Euro eine Unterführung.

Osttirols letzte Eisenbahnkreuzung entlang der B 100 Drautalstaße in Thal im Gemeindegebiet von Assling ist bald Geschichte. Das Land Tirol beseitigt diese Gefahrenstelle und baut eine Bahnunterführung. Fertig sein wird die 3,3 Millionen Euro teure und rund 60 Meter lange Unterführung im Dezember dieses Jahres.

„Eisenbahnkreuzungen sind neuralgische Stellen. Immer wieder passieren sowohl an beschrankten als auch an unbeschrankten Bahnübergängen schwere Unfälle, die oft auch Menschenleben fordern. Dieses Risiko beseitigen wir mit der neuen Bahnunterführung in Thal ein für allemal. Zusätzlich erhöhen wir die Verkehrssicherheit durch eine leicht veränderte Linienführung der B 100“, sagt Tirols Straßenbaureferent LHStv Josef Geisler anlässlich der Spatenstichfeier in Thal. Eine wesentliche Verbesserung bringt die Unterführung auch für die Einsatzkräfte wie Feuerwehr oder Rettung. „Im Ernstfall zählt jede Minute“, unterstreicht Geisler.

25 bis 30 Mal pro Tag ist der Schranken am Eisenbahnübergang Thal geschlossen. „Besonders für die Anrainerinnen und Anrainer der Ortschaft Thal-Römerweg bedeutet die Unterführung eine Erhöhung der Lebensqualität durch verminderte Lärmentwicklung und Luftverschmutzung“, erklärte der Asslinger Bürgermeister Bernhard Schneider bei der Projektvorstellung. Auch die Wirtschaft profitiere vom Wegfall der Wartezeiten von  bis zu 150 Minuten täglich. Einer der größten Vorteile der neuen Trassierung und Unterführung ist für Schneider die Entschärfung des Straßenabschnitts. Dort kam es immer wieder zu Unfällen – auch mit Todesfolge.

Mit gröberen Verkehrsbehinderungen auf der B 100 Drautalstraße aufgrund der Bauarbeiten sei nicht zu rechnen, verspricht Günter Guglberger von der Landesstraßenverwaltung: „Die Aufrechterhaltung des Bahn- sowie des Straßenverkehrs und die Gewährleistung der Sicherheit in der Bauphase sind allerdings eine Herausforderung.“  Auch die Abzweigungen von der B 100 in das Gemeindegebiet von Assling bleiben aufrecht. Der Straßenverkehr wird so lange wie möglich auf der Bestandsstrecke geführt. Sperren oder Umleitungen wird es keine geben.

Die neue Unterführung kann nur abschnittsweise und in der zweiten Bauphase ab 22. April 2016 mit dem Einsatz einer Bahnhilfsbrückenkette bewerkstelligt werden. Während die Unterführung gebaut wird, fährt die Bahn über zwei unmittelbar aufeinander folgende Hilfsbrücken. Diese können nicht bei laufendem Bahnbetrieb errichtet werden. Nach einer bereits erfolgten Sperre der Bahnstrecke im März wird es im April zu einer weiteren Wochenendsperre mit Schienenersatzverkehr kommen.

Ausgeführt wird der rund 60 Meter lange Tunnel der B 100 in offener Bauweise als Stahlbetonrahmenkonstruktion, die Rampen zur neuen Bahnunterführung bedingen den Bau von rund 300 Laufmetern Stützmauern. Die Baukosten von 3,3 Millionen Euro übernimmt dabei zur Gänze die Landesstraßenverwaltung Tirol. Die ÖBB finanzieren die bahneigenen Leistungen wie den Ein- und Ausbau der Hilfsbrücken, die Hilfsbrückenmiete, Langsamfahrkosten, Schienenersatzverkehr, sämtliche Oberbauarbeiten sowie auch den Rückbau der bestehenden Eisenbahnkreuzung.

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2 Postings bisher
peak vor 3 Jahren

@Osttirol

Du bist wohl einer der ganz schlauen Sorte?? An deiner Stelle würde ich mir dringendst in Erinnerung rufen wieviel schwere und tödliche Autounfälle an dieser Stelle passiert sind. Allein um solche Unfälle zu vermeiden zahlt sich dieses Bauvorhaben schon aus!!

Osttirol vor 3 Jahren

Liebe Besucher von Dolomitenstadt! Ich finde die Unterführung an dieser Stelle als Geld Verschwendung. Tut mir leid das so sagen zu müssen.Ciao Osttirol