Brennnesselwaffeln mit Kräuterlimonade? Schmeckt prima!

Angelika Zwischenberger nahm eine Tristacher Kindergartengruppe auf einen Kräuter-Spaziergang mit.

Seit ein paar Tagen wissen die Knirpse im Tristacher Kindergarten, dass man viele Kräuter auf der Wiese essen kann, dass aus den Ästen des Haselnussstrauches Wünschelruten gemacht werden, dass Bäume wie die Birke oder die Weide Fieber haben können und dass uns die Natur manch wirkungsvolle Medizin schenkt, wenn es uns Menschen einmal nicht so gut geht. Erfahren haben die Kleinen all das von Angelika Zwischenberger.

Die Humanenergetikerin und diplomierte Kräuterexpertin wohnt in Tristach und nahm die Einladung von Kindergartenpädagogin Magdalena Klocker gerne an, den Kindern das Thema Wald, Wiese, Kräuter und Gesundheit bei einem Erlebnisspaziergang zu vermitteln. Wir nutzen die Gelegenheit für einige Fragen an die Expertin.

Wie fanden Sie selbst den Zugang zu dieser Thematik?
Ich bin im oberen Pinzgau, genauer gesagt in Bramberg, aufgewachsen. Von klein auf faszinierte mich die Natur im Jahreszeitenablauf. Von meiner Großmutter habe ich viel über Kräuter und deren Wirkung gelernt und mein Vater ist seit einer gefühlten Ewigkeit mit Leib und Seele Imker. Beide haben mir vermittelt, dass sie nur im Einklang mit der Natur erfolgreich sein können. Meine Eltern und Großeltern verwendeten selten Medikamente aus der Schulmedizin, meist kamen selbstgemachte Tinkturen, Säfte oder Salben zum Einsatz.

Wie setzen Sie diese Erfahrungen jetzt ein?
Alles was der Mensch braucht, gibt ihm die Natur! Ich erachte es als sehr wichtig und wesentlich, dass wir wieder sensibler werden für unsere Natur, besonders für das, was vor unserer Haustüre lebt, wächst und gedeiht. Besonders gerne mache ich Führungen mit und für Kinder, denn die schaffen es sehr schnell und meist ohne Scheu, Eindrücke zum Ausdruck zu bringen und sind sehr begeisterungsfähig. Sie experimentieren gerne und lassen sich meist nicht lange bitten. Doch selbstverständlich möchte ich alle Altersgruppen informieren und teile gerne mit jedem mein Wissen in Kräuterseminaren oder Kräuterwanderungen.

Ihre Botschaft in einem Satz?
Ganz einfach. Zurück zum Ursprung!

Haben Sie ein paar Tipps für den kreativen Einsatz von Kräutern?
Die Kindergartenkinder mit ihren Betreuerinnen Magdalena und Veronika waren heute bei der Jause schon begeistert von den Brennnesselwaffeln, der Kräuterlimonade, dem Wiesenkräuterdipp mit Vollkornbrot oder auch den essbaren Blüten wie Gänseblümchen, Veilchen oder der lila Gundelrebenblüte.

Würden Sie mir ein Wiesenkraut kindgerecht erklären?
Gerne. Beispielsweise der Breitwegerich: “Mich findest du überall. Ich will getreten werden. Ich bin die Fußspur des weißen Mannes. Hast du beim Wandern schmerzende Beine, dann lege mich in deinen Schuh und ich werde dir helfen. Zerknülle mich und stecke mich ins Ohr, wenn du Ohrenschmerzen hast.“

Und wovor warnen Sie?
Natürlich gibt es auch giftige Pflanzen und Beeren. Jedes Jahr hört man von der fatalen Verwechslung von Maiglöckchenblättern und Bärlauchblättern, oder vom Eisenhut, der höchst giftig ist. Genauso wie die Früchte der Einbeere, drei davon gegessen könnten tödlich sein.

Abschließend noch ein Lebensmotto?
Vielleicht frei nach Hildegard v. Bingen, die meinte: Gegen jedes Leiden ist auch ein Kräutlein gewachsen.

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