Nach hartem Kampf blieb Rapid Lienz ohne Punkte auf eigenem Rasen. Foto: Brunner Images

Nach hartem Kampf blieb Rapid Lienz ohne Punkte auf eigenem Rasen. Foto: Brunner Images

Rapid Lienz verliert im Dolomitenstadion 0:1 gegen Kühnsdorf

Bittere Heimniederlage gegen einen direkten Gegner im Abstiegskampf.

Nach der guten Vorstellung beim letztwöchigen 1:1 in Köttmannsdorf wollten die Grünweißen im Heimspiel am 23. April gegen den SK Kühnsdorf an die gezeigte Leistung anschließen und sich mit einem vollen Erfolg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Die Gäste, mit einigen Legionären in ihren Reihen, präsentierten sich vom Anpfiff an als spielstarke Mannschaft und kamen bereits in der Anfangsphase zu guten Möglichkeiten auf den Führungstreffer. In der 5. Minute setzte sich Vitor Coradini auf der rechten Seite durch, brachte aber den entscheidenden Pass auf die in der Mitte freistehenden Mitspieler nicht an. Nur fünf Minuten später zeichnete sich Rapid Keeper Christian Korunka bei einem Schuss von Robert Matic aus kurzer Distanz aus.

Die Rapidler fanden vorerst überhaupt nicht ins Spiel und mussten in der 16. Minute den ersten Dämpfer hinnehmen. Lukas Steiner verletzte sich am Oberschenkel, Matthias Waltl lief für ihn auf's Feld. Gefährlich wurden die Grünweißen vorerst nur über ihre rechte Angriffsseite, effektive Torchancen sprangen dabei aber nicht heraus. Positiv für die Hausherren war in der ersten Halbzeit lediglich der Umstand, dass die Gäste ihre Überlegenheit nicht in Tore umsetzen konnten und so blieb es nach den ersten 45 Minuten beim torlosen Unentschieden.

Kurz nach Wiederanpfiff fanden die Gäste binnen weniger Sekunden gleich zwei gute Möglichkeiten vor. Zunächst zirkelte Lucas Marques von der rechten Seite das Spielgerät mit seinem linken Fuß knapp über das Lienzer Tor und kurz darauf konnte Christian Korunka einen Schuss von Robert Matic gerade noch zum Eckball abwehren. Im Anschluss an diesen kam erneut Robert Matic an den Ball, doch diesmal rettete Dominik Müller auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Tormann. Dies war zugleich eine der letzten Aktionen des Rapid Mittelfeldspielers, der Augenblicke später mit einer Schulterverletzung ausgetauscht werden musste.

Die Hausherren kamen nach 55 Minuten erstmals richtig gefährlich vor das Kühnsdorfer Tor. Nach einem vermeintlichen Strafraumfoul an Christopher Korber blieb die Pfeife des umsichtigen Schiedsrichters Arno Weichsler aber wohl zurecht stumm.

In der 70. Minute fiel dann das entscheidende Tor des Spieles. Ein Distanzschuss von Robert Matic wurde von einem Rapid Verteidiger noch abgefälscht und fand den Weg zum 1:0 für die Gäste ins Lienzer Tor. Acht Minuten später bewahrte Christian Korunka mit einer tollen Parade nach einem Schuss von Christopher Sallinger seine Mannschaft vor einem weiteren Verlusttreffer.

Nach 80 Minuten sorgte Kühnsdorf-Akteur Lucas Marques für den unrühmlichen Höhepunkt in diesem Spiel. Auf der Seitenlinie mähte er Matthias Waltl mit gestreckten Füssen nieder und wurde vom Unparteiischen sofort vom Platz gestellt. Eine längere Nachdenkpause dürfte für den Spieler ob dieses brutalen Fouls wohl angebracht sein. In numerischer Überlegenheit versuchten die Dolomitenstädter in den letzten Minuten alles, um doch noch den Ausgleichstreffer zu erzielen.

Sogar Kapitän Manuel Eder wurde von Trainer Bernhard Zoier in den Sturm beordert. Doch bis auf einen wuchtigen Freistoß von Sven Lovric, den der Ex Rapidler Markus Glänzer, im Tor der Gäste, hervorragend abwehren konnte, konnten sich die Hausherren keinerlei zwingende Torchancen mehr herausarbeiten. Durch diese Niederlage stecken die Lienzer nun mitten im beinharten Abstiegskampf in der Kärntner Liga.

Hier der Link zur Tabelle der Kärntnerliga.

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