Mit Fortdauer des Spieles kamen die Kärntner immer besser ins Spiel und Matrei fand kein Gegenrezept. Foto: Brunner Images

Mit Fortdauer des Spieles kamen die Kärntner immer besser ins Spiel und Matrei fand kein Gegenrezept. Foto: Brunner Images

Empfindliche Heimschlappe für die Union Matrei

Die Iseltaler verloren im Tauernstadion gegen die WSG Radenthein mit 1:4.

Die knapp 300 Besucher im Matreier Tauernstadion sahen im Spiel am 30. April eine von beiden Seiten sehr offensiv ausgerichtete Partie. Und hätten die Hausherren an diesem Tag ihr Visier besser eingestellt, hätten sie bereits nach wenigen Minuten in Führung liegen müssen. In der 5. Minute liefen nach einer missglückten Abseitsfalle der Gäste gleich drei Matreier Spieler Richtung Radentheiner Tor, doch Oliver Steiner schloss etwas zu überhastet ab und scheiterte am gegnerischen Keeper.

Ein Pass in die Mitte zu seinen freistehenden Mitspielern wäre in dieser Situation wohl zweifelsfrei die bessere Entscheidung gewesen. Nur 60 Sekunden später bediente Rene Scheiber den auf der linken Seite mitgelaufenen Christoph Jestl, dieser zögerte aber einen Moment zu lange und scheiterte dann an einer tollen Abwehr von Stefan Takats im Tor der Radentheiner.

Die Matreier schienen diese vergebenen Chancen nicht mehr aus ihren Köpfen zu bringen und mit Fortdauer des Spieles kamen die Kärntner immer besser ins Spiel. Praktisch mit ihrem ersten gefährlichen Angriff gingen sie in der 20. Minute in Führung. Sladjan Djurdjevic tanzte einen Matreier Verteidiger aus, knallte den Ball an die Latte von wo er Anton Peric genau vor die Füße fiel. Er schoss überlegt ins lange Eck zum 1:0 für die Gäste ein. Wenig später hatten die Matreier bei einem Stangenschuss von Tim Kovacic das Glück auf ihrer Seite.

Aber in der 32. Minute schlug es erneut im Tor der Hausherren ein. Sladjan Djurdjevic tankte sich auf der rechten Seite durch, spielte den Ball zurück auf Strafraumhöhe und Manfred Duller hämmerte das Spielgerät mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 2:0 unter die Latte. Doch es sollte noch schlimmer für die nun total verunsicherten Iseltaler kommen. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff spritzte Sladjan Djurdjevic in einen missglückten Rückpass der Gastgeber, umkurvte Matrei Schlussmann Adrian Wibmer und schob den Ball zum vorentscheidenden 3:0 in die Maschen.

Kurz nach Wiederanpfiff mussten die Iseltaler ihre allerletzten Hoffnungen auf einen eventuellen Punktegewinn endgültig begraben. Christoph Steiner konnte den durchbrechenden Sladjan Djurdjevic nur mehr am Trikot zurückhalten und der Unparteiische entschied nach Anzeige seines Assistenten auf Elfmeter. Eine aus Sicht der Iseltaler falsche Entscheidung, da das Foulspiel außerhalb des Strafraumes begangen wurde. Sladjan Djurdjevic verwandelte souverän zum 4:0 Zwischenstand. Danach verwalteten die Gäste das Resultat sehr geschickt und bei den Matreiern lief in diesem Spiel überhaupt nichts zusammen. Obwohl man sich redlich bemühte, kam man vorerst überhaupt nicht mehr gefährlich vor das gegnerische Tor.

In der Schlussphase wurde es dann nochmals etwas hektisch. Nach einer „Schwalbe“ sah Radentheins Anton Peric in der 87. Minute die gelb/rote Karte. Praktisch im Gegenzug gelang den Hausherren dann wenigstens der Ehrentreffer. Ein abgeblockter Schuss fiel dem eingewechselten Raphael Schneeberger vor die Füße und dieser schoss zum 1:4 Endstand ein.

Fazit: Hätten die Matreier ihre Chancen in der Anfangsphase genutzt wäre das Spiel sicher anders verlaufen. So aber konnten sich die Gäste über einen verdienten Auswärtssieg freuen.

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