„Short Cuts“ aus der Sammlung von Schloss Bruck

Diesjährige Sommerausstellung bringt einen Querschnitt aus dem Fundus.

Seit 13. Mai ist die diesjährige Ausstellung auf Schloss Bruck mit dem Titel „SHORT CUTS … Aus der Sammlung“ eröffnet. Am Abend der Ausstellungseröffnung war das Wetter, wie eigentlich immer bei Schloss-Bruck-Eröffnungen, gelinde gesagt mies. Das konnte allerdings die Freude der Verantwortlichen am Saisonstart und der gelungenen Ausstellung nicht trüben. Auch die Baustelle vor dem Schloss, einem Umbau der Wasserzu- und ableitung geschuldet, trübte den Abend nicht.

Und so öffnete nach Hausherrin Elisabeth Blanik die Kuratorin Silvia Mader mit aufmunternden Worten dem geladenen Publikum die Museumstüre zu den ausgestellten Schätzen. Seit 1942 – also mitten in Kriegszeiten – befindet sich Schloss Bruck im Besitz der Stadt Lienz und seit 1946 findet man das Museum der Stadt Lienz im Schloss. Neben einem heimatkundlichen Schwerpunkt und der Ausstellungsarbeit mit Egger-Lienz-Originalen konnte man ab etwa Mitte der 1950er Jahre eine vielbeachtete Ausstellung an bäuerlichen und gewerblichen Geräten bewundern.

Insgesamt gibt es in den Lagern und Archiven des Schlosses mehr als 10.000 digital inventarisierte Objekte, die bisher nicht erfassten archäologischen Funde nicht mitgerechnet. Gezeigt werden in der diesjährigen Ausstellung deshalb Exponate aus dem eigenen Fundus. Manche konnte man schon früher hin und wieder in wechselnden Ausstellungen oder als Fixpunkte bewundern, andere tauchen zum ersten Mal auf. Museumsleiterin Silvia Ebner meinte dazu im Vorfeld: „Nicht alle Exponate sind restauriert, es soll kein geschönter Eindruck, sondern ein realistischer Einblick in die Museumsarbeit vermittelt werden.“

Und das ist es auch, ein realistischer Einblick in die Vielfältigkeit des Stadtmuseums Lienz. In einzelne Themen-Räume gegliedert, zeigt die Ausstellung Objekte aus Volkskunde und Volkskunst, darunter Möbel, Trachten, Fahnen und Geschirr, römisch-antike Funde aus Aguntum und der Umgebung von Lienz, aber auch Objekte zum Thema Zeug- und Blaudruck, sowie den neubarocken Dorer-Ofen, dessen kleine Skulptur im Fundus wiedergefunden und restauriert wurde. Man kann allerdings auch einen Filmvorführapparat oder eine umfangreiche Hutsammlung bewundern.

Schloss Bruck ist bis 26. Oktober 2016 von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Bis Juli gibt es montags noch einen Ruhetag, ab Juli bis September ist auch am Montag offen. Am 22. Mai laden die Museumsmitarbeiter alle Interessierten zu einem Tag der offenen Tür ein. Es lohnt sich auf alle Fälle, einen Spaziergang durch die Streiflichter unserer Heimatkunde zu machen.

Slideshow: Marco Leiter

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