Hermann Kuenz wird mit hoher Wahrscheinlichkeit stellvertretender Obmann des Tiroler Raiffeisenverbandes. Foto: Expa/Groder

Hermann Kuenz wird mit hoher Wahrscheinlichkeit stellvertretender Obmann des Tiroler Raiffeisenverbandes. Foto: Expa/Groder

Kuenz wird Stellvertreter Moosbruggers im Raiffeisenverband

Einstimmiger Vorschlag des Vorstandes – Vollversammlung am 16. Juni.

Seit längerem wird der Osttiroler VP-Landtagsabgeordnete und Obstbauer Hermann Kuenz als Nachfolger von Peter Hechenberger an der Spitze des Tiroler Raiffeisenverbandes gehandelt. Jetzt wurde allerdings bekannt, dass nicht Kuenz sondern der Außerferner Banker Wolfgang Moosbrugger dieses Amt übernehmen wird. Im Vorstand des Verbandes – dem auch Kuenz angehört – wurde einstimmig beschlossen, Moosbrugger als Obmann und Hermann Kuenz sowie Meinhard Mayr als dessen Stellvertreter zu nominieren.

Dieses Trio bildet dann gemeinsam mit Geschäftsführer Peter Sappl das neue Präsidium des Verbandes. Freilich muss all das erst bei der Vollversammlung am 16. Juni abgesegnet werden. Kennt man die Entscheidungsfindung im bäuerlich dominierten Raiffeisenverband, dann kann man von einem Sanktus bei der Vereinsversammlung ausgehen. Hermann Kuenz erklärt im Gespräch mit dolomitenstadt.at, dass letztlich sein Landtagsmandat zum Kriterium bei der Obmann-Nominierung wurde.

„Es gab doch ein Bestreben, die Politik nicht mit dieser Funktion zu verbinden und hier steht für mich das Mandat im Landtag klar an erster Stelle.“ Kuenz ist auch stellvertretender Clubchef der ÖVP-Landtagsfraktion und Obmann der Raiffeisenbank Lienzer Talboden. Wolfgang Moosbrugger ist Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenbank Reutte. Die Raiffeisengenossenschaften und -banken beschäftigen in Tirol mehr als 3.000 Mitarbeiter. Rund 130 Organisationen innerhalb des Verbandes sind keine Banken.

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2 Postings bisher
MeineMeinung vor 2 Jahren

Der Stellvertreter: Stellvertretender Klubobmann, stellvertretender Chef-und Hauptverhandler in Agrar-und Raumordnungsangelegenheiten im Tiroler Landtag, selbsternannter stellvertretender Landeshäuptling in Osttirol, stellvertretender Raiffeisenverbandsobmann in Tirol (resigniert...ähm designiert...), stellvertretender AR-Vorsitzender im Tourismusverband Osttirol, usw. usw...Weiß jemand noch was?

Gehoert vor 2 Jahren

Habe gehört, dass Kuenz sich angeblich sogar selbst im Vorstand als Tiroler Raiffeisenverbandsobmann vorgeschlagen und einen diesbezüglichen Vorschlag eingebracht haben soll? Die Begeisterung in Nordtirol (und Osttirol) über eine weitere Multifunktion soll aber endend gewesen sein...

Mehrere Unvereinbarkeiten mit seinen zahlreichen politischen Ämtern (z.B. Obmann des Finanzausschusses und Landwirtschaftsausschusses bzw. sogar selbst Mitglied des Unvereinbarkeitsausschusses im Tiroler Landtag...) wurden festgestellt, eine ständige Verquickung mit der Tagespolitik und Parteipolitik wurde befürchtet.

Was lernen wir daraus? Das Geld hats gern dunkel, aber nicht dunkel und schwarz! Wer möchte es denn schon auch als Bankkunde haben, dass Politiker in seine/ihre Bankkonten hineinschauen? Als Trostpflaster für den vielfachen Stellvertreter, soll sodann aber trotzdem ein zweiter, eigener Stellvertreterposten für ihn - the real one, the (l)only one - geschaffen worden sein...So sauber getrennt scheint das Ganze somit noch immer nicht zu sein, ist er doch nach wie vor Obmann der Raika Lienzer Talboden. Ganz im Sinne früherer Kuenz‘scher Forderungen müsste man daher wohl folgern: Politik raus aus dem Tourismusverband....Politik raus aus unseren Banken!!!