Rapid Lienz hatte gegen Atus Ferlach auf eigenem Rasen klar das Nachsehen. 0:4 lautete der Endstand. Foto: Brunner Images

Rapid Lienz hatte gegen Atus Ferlach auf eigenem Rasen klar das Nachsehen. 0:4 lautete der Endstand. Foto: Brunner Images

Rapid Lienz kassiert ein 0:4 gegen ATUS Ferlach

Tabellenführer spielte auf und schickt die Grünweißen in den Abstiegskampf.

Nach dem 2:2 Unentschieden am Fronleichnamstag in Treibach (Tore durch Markus Ebner und Thomas Zraunig) empfingen die Rapidler in Lienz nur 48 Stunden später ATUS Ferlach, den überlegenen Tabellenführer in der Kärntner Liga. Und wie schon während der gesamten Frühjahrssaison musste Rapid Trainer Bernhard Zoier auch im Spiel am 28. Mai seine Startformation umstellen.

So hütete diesmal Daniel Huber anstelle des privat verhinderten Stammkeepers Christian Korunka das Tor der Osttiroler. Die Gäste aus dem Rosental präsentierten sich vom Anpfiff weg als sehr routinierte Mannschaft, die mit ihrem aggressiven Spiel die Gastgeber zu einigen Fehlern zwang. Bereits nach zwei Minuten hätte ein Abspielfehler der Grünweißen beinahe zum ersten Gegentreffer geführt. Patrick Eder konnte aber den Schuss von Thomas Waldhauser im letzten Moment abblocken.

Auch in der Folgezeit stellten die Gäste unter Beweis, dass sie derzeit nicht von ungefähr in der Tabelle ganz oben stehen. Für die Rapidler gab es gegen die kompakt stehende Ferlacher Defensive kein Durchkommen und mit ihrem schnellen Umschaltspiel tauchten die Kärntner immer wieder gefährlich vor dem Lienzer Tor auf. In der 15. Minute war es dann auch soweit. Erwin Bajric brachte seine Elf mit 1:0 in Führung.

Es dauerte rund eine halbe Stunde, ehe die Hausherren erstmals gefährlich vor dem gegnerischen Tor auftauchten. Markus Ebner brachte von der rechten Seite eine Flanke in den Strafraum, Christopher Korber schnappte sich den Ball, setzte diesen aber dann von knapp innerhalb der Strafraumgrenze um Haaresbreite am Ferlacher Tor vorbei. Dies war zugleich der letzte Aufreger im ersten Spielabschnitt.

Die zweite Halbzeit begann für die Hausherren denkbar ungünstig. Nach einem weiten Ball lief ein Ferlacher Spieler alleine Richtung Lienzer Tor und wurde von Keeper Daniel Huber im Strafraum zu Fall gebracht. Der Unparteiische zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Kapitän Lukas Jaklitsch ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher zur 2:0 Führung für die Gäste.

Fast im Gegenzug wurde Christopher Korber nach einer Einzelaktion im Ferlacher Strafraum klar zu Fall gebracht, doch in dieser Situation entschied der Schiedsrichter auf Weiterspielen und ahndete das Vergehen nicht. Dennoch ließen sich die Hausherren dadurch nicht entmutigen und hatten so zwischen der 60. und 80. Minute ihre beste Zeit. Was jedoch im Spiel der Grünweißen fehlte, war der finale Pass. So blieb ein Schuss von Mario Steiner, der knapp über das Ferlacher Tor ging, die einzige nennenswerte Torchance.

Für die endgültige Entscheidung sorgte dann Lukas Jaklitsch zehn Minuten vor dem Abpfiff. Aus klarer Abseitsposition startend, brachte er den Ball zum 3:0 im Lienzer Tor unter. Danach agierten die Hausherren in einigen Situation etwas zu unkonzentriert und mussten in der Schlussminute noch den vierten Treffer durch Dominik Mak hinnehmen.

Am Ende blieb es bei einer schlussendlich verdienten, aber doch zu hoch ausgefallenen 0:4 Niederlage aus Sicht der Dolomitenstädter. Nun müssen Manuel Eder & Co. alle Kräfte bündeln, um in den letzten drei Spielen, gegen ATSV Wolfsberg und Feldkirchen auswärts und gegen den SAK Klagenfurt zu Hause, den Abstieg aus der Kärntner Liga zu verhindern.

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