Alessio Lilli neuer General Manager der TAL-Gruppe

Lilli folgt Ulrike Andres an der Spitze des Pipeline-Konzerns.

Seit Anfang 2016 fungiert der Italiener Alessio Lilli als neuer General Manager der TAL-Gruppe und als Geschäftsführer der TAL Österreich. Er folgt auf Ulrike Andres, die seit 2012 an der Spitze der TAL stand und sich neuen Herausforderungen widmet. „Mein Ziel ist es, den erfolgreichen Weg der TAL gemeinsam mit allen Mitarbeitern, Partnerfirmen und Gesellschaftern weiterzugehen. Im Mittelpunkt stehen für mich Kontinuität, Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt“, sagte Lilli am 29. Juni bei einem Pressegespräch in Lienz. Der neue TAL-Chef (51) kommt von der ENI Gruppe, in der er u.a. internationale Erfahrung in Deutschland, Österreich, Slowenien, Kenia und Ungarn sammelte. Er studierte Volks- und Betriebswirtschaft an der Universität Rom sowie Interkulturelles Management an der Cambridge University.

„Die TAL hat im Vorjahr 41,2 Millionen Tonnen Rohöl transportiert. Damit erreichten wir das Niveau von 2014 und stärkten unsere Position als wichtigste Rohölpipeline Europas“, bilanziert Ulrike Andres. Seit 2012 wurde der Durchsatz um zehn Prozent erhöht. Im Hafen von Triest entlud TAL im Vorjahr 499 Schiffe. Damit ist Triest der größte Ölhafen des Mittelmeers. Andres: „TAL trägt 75 Prozent des Hafenumsatzes von Triest bei.“ Der Umsatz der TAL Österreich lag 2015 bei 19,2 Millionen Euro, in der Gruppe waren es 134,3 Millionen Euro.

In der Gruppe hat TAL 2015 insgesamt 20 Millionen Euro investiert, in Österreich waren es 8,7 Millionen Euro. „Im Mittelpunkt standen Investitionen in die Sicherheit und den Umweltschutz“, erläutert Andres. Ein großer Schwerpunkt sind die sogenannten Secondary Containments-Projekte. Dabei werden in den Stationen Stahlbetonschächte und Stahlwannen errichtet, um die Sicherheit der Anlagen weiter auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Die Arbeiten in Gruben in Osttirol sollen im Herbst 2016 finalisiert werden. Die Bauarbeiten in Kienburg dauern noch bis Mitte 2017.

Für heuer sind in Österreich Investitionen in der Höhe von 3,7 Millionen Euro vorgesehen. Der Großteil davon fließt in Secondary Containments-Projekte. Das Budget für die laufende Wartung wurde von 3,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 4,2 Millionen Euro erhöht. Die Investitionen für die gesamte TAL-Gruppe belaufen sich auf 20 Millionen Euro.

Planmäßig laufen außerdem die Arbeiten an der Energierückgewinnungsstation Taimeralm. Damit schafft TAL das erste Kraftwerk weltweit, das aus Öldurchfluss Strom erzeugt. Das Investitionsvolumen beträgt zehn Millionen Euro. Im August soll die Station in die Pipeline integriert werden. Für Oktober ist geplant, den Testbetrieb in enger Abstimmung mit den Sachverständigen aufzunehmen. Die offizielle Inbetriebnahme wird im Frühjahr 2017 über die Bühne gehen.

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Über die TAL-Gruppe

Die internationale TAL-Gruppe besteht aus drei Ländergesellschaften in Deutschland, Österreich und Italien. Die TAL Österreich hat ihren Sitz im Osttiroler Kienburg (Matrei in Osttirol). Insgesamt werden mehr als 210 Mitarbeiter beschäftigt, 27 davon in Österreich. Inklusive Partnerfirmen sind 750 Mitarbeiter in den drei Ländern für TAL tätig. Gesellschafter der TAL sind OMV, Shell, Ruhr Oel, ENI, C-Blue Limited (Gunvor), BP, Exxon Mobil, Phillips 66/Jet Tankstellen, Total und MERO ČR.

TAL beliefert acht Raffinerien in Österreich, Deutschland und Tschechien. Damit versorgt sie Bayern und Baden-Württemberg zu 100 Prozent mit Rohöl, Österreich zu 90 Prozent und Tschechien zu 40 Prozent.

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