Im Defereggental übten die Katastrophenhelfer

Routine und Koordination entscheiden im Ernstfall über Leben und Tod.

Wie schnell aus einer Übung Ernst werden kann, zeigen die Wetterkapriolen in Innsbruck und Umgebung, wo Feuerwehr und Rotes Kreuz Anfang Juli im Dauerneinsatz waren. In Osttirol übten die Blaulichtorganisationen vor wenigen Tagen unterschiedlichste Ernstfälle und wählten das Defereggental als Ort für ein Katastropheneinsatzseminar unter der Führung des Roten Kreuzes.

Ein ganzes Jahr lang wurde diese Großübung geplant, bei der gleich mehrere mögliche Unfall- und Katastrophenszenarien realistätsnahe nachgestellt wurden: Neben einem Raftingunfall, einer Explosion und einem Seilbahnunglück wurden auch weitflächige Vermurungen angenommen. „Zentraler Bestandteil der Ausbildung im Roten Kreuz Tirol ist die Katastrophenhilfe. Jedes Jahr werden mehr als 150 Freiwillige für den Katastrophenfall vorbereitet”, erklärte Landesrettungskommandant Heinz Wolf im Zuge der Übungen.

Das gebirgige Osttirol ist ein topographisch schwieriges Gelände für Einsatzorganisationen. Deshalb sei es besonders wichtig, regelmäßig auch extremere Katastrophenszenarien gemeinsam mit allen lokalen und überregionalen Einsatzorganisationen zu üben, damit im Ernstfall der Schaden für die Betroffenen auf ein Minimum reduziert werden könne, unterstrich Bezirksrettungskommandant Günter Payer. Bei der Übung waren neben Rotem Kreuz und Feuerwehr auch Notarzthubschrauber, Bergrettung, Bergwacht, Polizei, Flugrettung, Bundesheer, Wasserrettung und eine Suchhundestaffel im Einsatz.

Slideshow: Brunner Images

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