Dramatischer Sturz in Gletscherspalte endete glimpflich

Bergführer brach ein und riss ein Mädchen mit. Dessen Vater hielt das Seil fest.

In den Morgenstunden des 10. Juli brach ein 56-jähriger Berg- und Schiführer mit zwei Gästen – Vater und Tochter – von der Kalser Stüdlhütte zu einer Gletschertour über das Teischnitzkees auf. Gegen 10:00 Uhr wollten die Alpinisten am unteren Rand des Gletschers eine Spalte queren. Der Bergführer ging voran, brach auf der Schneebrücke ein und stürzte zehn Meter tief in eine etwa 60 Zentimeter breite Spalte. Dabei riss er das unmittelbar hinter ihm gehende 15-jährige Mädchen mit.

Dessen Vater ging als Letzter in der Seilschaft und schaffte es, das Seil zu halten und Schlimmeres zu verhindern. Mittels Handy setzte der Bergführer aus der Gletscherspalte einen Notruf ab und alarmierte die Rettungskräfte. Gleich drei Hubschrauber stiegen zur Rettung auf, Martin 4, C7 und ein Polizeihubschrauber. Die Bergrettung Kals barg das Mädchen und den Bergführer mit Verletzungen unbestimmten Grades aus der Spalte. Beide wurden in das BKH Lienz geflogen.

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Ein Kalser Bergretter am Unglücksort, einer Gletscherspalte im Teischnitzkees. Foto: Expa/Bergrettung Kals/Amraser