2013 erregte ein Milizleutnant bei der Angelobung in Wiener Neustadt mit diesem Bart noch einiges Aufsehen. Jetzt ist der Vollbart in Uniform offiziell erlaubt. Foto: Expa/Sascha Trimmel

2013 erregte ein Milizleutnant bei der Angelobung in Wiener Neustadt mit diesem Bart noch einiges Aufsehen. Jetzt ist der Vollbart in Uniform offiziell erlaubt. Foto: Expa/Sascha Trimmel

Soldat mit Vollbart? Ab sofort beim Heer erlaubt!

Der Schnauzer bekommt Gesellschaft. Bartmode militärisch im Vormarsch.

Gestern wurde per Verordnung ein Dogma soldatischer Etikette aufgeweicht: Ab sofort dürfen Soldaten nicht nur dezent-modische Schnauzer und Retro-Kotletten bis zum Ohrläppchen tragen, sondern auch Voll-, Kinn- und Backenbärte! Das melden das Heer auf Facebook ebenso, wie diverse Zeitungen und Internet-Portale unter Berufung auf die Austria Presse Agentur. Aber: Egal ob der Soldat künftig im Stil von Kaiser-Franz-Josef oder als Fan von Aron Gunnarson daherkommt, unrasiert darf er dennoch nicht sein!

„Gepflegt“ muss er nämlich sein, der Gesichtsschmuck. Die „tägliche Gesichtsrasur der nicht vom Bart bedeckten, für den Bart in Frage kommenden Teile von Gesicht und Hals“ bleibt Pflicht. Stoppeln müssen abgeschabt werden, der Dreitagebart bleibt tabu. Apropos Gunnarson: Wer wie der isländische Kicker neben dem Vollbart auch noch ein wenig Körperkunst zur Uniform tragen möchte, kann dank gelockerter Verhaltensnormen auch Tatoos oder Piercings zeigen, allerdings innerhalb exakter Regeln für die „Körpermodifikation“. Nachdem Lienz zwei Kasernen und eine einsatzstarke Gebirgsjäger-Truppe hat, freuen wir uns schon auf kreative Bartmode und schmucke Edelweiß-Tatoos.

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