Weiter Marsch für Kindergartler in Richtung Eichholz?

Eltern wollen Abkürzung über die Felder erhalten. Kompromiss in Sicht.

500 Meter sind für einen Erwachsenen schnell abgeschritten. Ein Vierjähriger trippelt da aber schon ein Weilchen und deshalb war die Abkürzung querfeldein von der Christoph-Zanon-Straße im Süden von Lienz bis zum Kindergarten Eichholz eine praktische Sache für die Knirpse und deren Eltern. Um das Feld herum wäre die Strecke einen halben Kilometer länger. Wie bei vielen Wegen dieser Art war aber auch dieser Pfad nur „bis auf Widerruf“ geduldet.

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Die Christoph Zanon-Straße endet direkt an einem großen Feld. Auf der anderen Seite liegt der Kindergarten Eichholz. Der kürzeste Weg dorthin führt querfeldein. Foto: Rene Reiter

Das Feld gehört laut Stadtbaumeister Klaus Seirer der Wohnbaugenossenschaft Frieden und wird landwirtschaftlich genutzt. Als eine Gruppe von Eltern die Erhaltung des Weges forderte, versprach Seirer, sich darum zu bemühen. René Reiter, dessen vierjährige Tochter in Eichholz in den Kindergarten geht, wird drei Wochen vor Ferienende langsam ungeduldig: „Wir warten jetzt schon recht lange darauf, dass etwas passiert.“

Seirer gibt zu bedenken, dass das Grundstück nicht der Stadt gehört und deshalb erst ein Kompromiss verhandelt werden musste, der jetzt gefunden sei. Es werde zwar keine Direttissima über die Wiese zum Kindergarten geben, aber einen dennoch sicheren und nicht ganz so langen Weg, der teilweise am Rand des Feldes entlang führt und insgesamt nicht 500 sondern nur maximal 100 Meter länger ist, als die bisherige Abkürzung. Das packt auch ein Knirps. Ob dieser Weg bis zum Start des Kindergartenjahres fertig wird, fragen wir den Stadtbaumeister. Klaus Seirer: „Wir bemühen uns darum“.

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7 Postings bisher
freekit78 vor 2 Jahren

Sollen froh sein das die Kinder gehen dürfen..früher oder später liegen sie nur mehr daheim rum und schauen in ihr Heiligtum dem Handy rein und werden fett..dann passt es den Eltern auch wieder nicht.hier spielt nicht die Sicherheit eine Rolle sondern die Faulheit der Eltern mit den Kindern den Weg ein paar mal mitzugehen in der Früh... Kinder sind nämlich lernfähiger und gescheiter als ein paar erwachsene es je sein werden ..

Grisu vor 2 Jahren

.... und wo bleibt der Respekt für die Benützung von fremden Grund?

Tatara vor 2 Jahren

Oh die armen Kinder. Ich wäre früher froh gewesen, nur 500 Meter gehen zu müssen :)

chiller336 vor 2 Jahren

man sollte pokemon go hotspots entlang der straße einführen .... dann is der weg übers feld passe .... *ironie off*

schnuffi vor 2 Jahren

Ich kann beide Seiten verstehen. Die Eltern mit ihren Kindern möchten natürlich den kürzeren und auch den sicheren Weg nehmen. Andererseits ist es ein Privatgrundstück. Wer lässt schon Leute einfach so durch sein Grundstück marschieren? Was ist wenn etwas passiert? Auch wenn das unwahrscheinlich ist, aber wer ist dann verantwortlich? Heutzutage ist das schon alles sehr kompliziert......

A.S. vor 2 Jahren

Für mich stellt sich nur die Frage wem der Weg zu lang ist, den Kindern oder den Eltern?

Und den Eltern ists natürlich bequem den Kindergartenweg übers Feld gleichzeitig als "Gassi Runde" mit dem Hund zu nützen. Im Feld kann das "Gackerl" dann auch ruhig liegen bleiben, auf der Strasse müssts mans ja noch ins Sackerl räumen - man könnt ja gesehen werden.

tetris vor 2 Jahren

Die armen Kinder... Bewegung ist ja auch total ungesund...