Hofer und Lidl kommen demnächst nach Matrei

Ansiedlung der Großmärkte hilft bei der Gemeindekonto-Sanierung.

Neben umfassenden Verkäufen von Gemeindevermögen wurde am 15. September im Matreier Gemeinderat auch der Weg für die Ansiedlung von zwei weiteren Großmärkten geebnet. Schon im kommenden Jahr werden die Iseltaler einen kürzeren Weg zu Hofer und Lidl haben.

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Auf diesem Grundstück der Kirche soll ein Lidl-Markt gebaut werden.

Beide Diskonter wollen – und werden wohl auch – jeweils einen Markt mit 600 Quadratmeter dies- und jenseits der Lienzerstraße bauen. Hinter dem Lidl-Projekt steht mit Anton Pletzer ein für Matrei besonders wichtiger Unternehmer. Der Pletzergruppe gehört IDM, das größte Industrieunternehmen der Marktgemeinde. „Wir sollten Pletzer ähnliche Erfahrungen wie in anderen Gemeinden ersparen“, ätzte der Matreier Bürgermeister Andreas Köll bei der Gemeinderatssitzung in Richtung Bezirkshauptstadt. In Lienz besitzt Pletzer das ehemalige Postgebäude und musste für seine Ausbauvorhaben einige Zeit auf behördliche Genehmigungen warten.

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Und hier schlägt Hofer demnächst die Zelte auf. Fotos: Dolomitenstadt/Kofler

Während das Lidl-Gelände der Pfarre Matrei gehört, ist der künftige Standort von Hofer im Privateigentum der Familie Mitterberger. Wie Bürgermeister Köll ausführte, werden beide Eigentümer ihre Gründe nicht verkaufen, sondern den Märkten lediglich ein langfristiges Baurecht einräumen. Für die Gemeinde sind die Erschließungskosten spannend. Köll rechnet mit 963.000 Euro. Offizielles Argument für die Ansiedlung ist aber nicht Budgetsanierung, sondern die Eindämmung des „Kaufkraftabflusses“ in den Zentralraum Lienz.

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4 Postings bisher
Edi1913 vor 1 Jahr

Frage am Rande: Wie schauts jetzt im Zentrum mit dem lange angekündigten Mini-Markt aus...? (und sagts jetzt nicht: "da gibts eh den Talmarkt und wer sich den nicht leisten kann oder will, soll zu K+R gehen")

Iseltaler vor 1 Jahr

Oje! Nicht gut aufgepasst: Lidl auf Pfarrgrund und Hofer auf Mitterberger-Grund, also genau umgekehrt. Und die Erschließungsbeiträge sollten 200.000 Euro pro Projekt nicht überschreiten!

War vielleicht eine andere Sitzung? Mein Name ist auch nicht Andreas Köll.

    Gerhard Pirkner vor 1 Jahr

    Lieber Iseltaler, ich habe in meiner Mitschrift nachgesehen, die Summe von 963.000 Euro wurde kurz nach Mitternacht (die Sitzung begann um 19.00 Uhr!) genannt und bezieht sich sowohl auf die Erschließung der Diskontmärkte als auch auf den Gewerbegrund Seblas. Nach fünfeinhalb Stunden-Köllmonolog ein kleiner Konzentrationsfehler, sorry!

Erich vor 1 Jahr

.... und auch so fließt die Kaufkraft eben nach Deutschland ....