Rapid Lienz und der SAK Klagenfurt trennten sich 1:1

Vor dem Spiel am 4. September wären die Grünweißen mit einem Zähler gegen den Tabellenführer der Kärntner Liga wohl mehr als zufrieden gewesen. Nach den 90 Minuten überwog bei den Rapidlern aber dann mehr der Ärger über den diesmal durchaus möglichen Sieg.

Die Gäste aus Klagenfurt mussten auf zahlreiche Stammspieler verzichten, bei den Dolomitenstädtern fehlte der verletzte Manuel Ackerer. Dennoch übernahm der Tabellenführer von Anpfiff weg das Kommando und präsentierte sich im Dolomitenstadion als eine sehr spielstarke Mannschaft. …

Die Hausherren hielten aber gut dagegen und konnten vorerst die Angriffsversuche des SAK erfolgreich unterbinden. In der 30. Minute hätte dann ein schnell vorgetragener Angriff beinahe zum Führungstreffer für die Rapidler geführt. Nach einer weiter Freistoßflanke auf Markus Ebner tankte sich dieser auf der rechten Seite durch, brachte einen idealen Stanglpass zur Mitte, aber Lukas Steiner scheiterte am Keeper der Gäste.

In den letzten Minuten vor der Halbzeit wurden die Angriffe der Klagenfurter immer gefährlicher und sie kamen in dieser Phase zu guten Möglichkeiten. Zunächst konnten die Rapidler einen Schuss von Alen Muharemovic in extremis abblocken, dann verschätzte sich Markus Ebner bei einem weiten Ball, aber Patrick Eder konnte im letzten Moment den Ball aus der Gefahrenzone klären, und in der 44. Minute wehrte Christian Korunka einen Schuss von Christian Dlopst von der Strafraumgrenze ab.
Kurz nach dem Seitenwechsel gingen die Grünweißen dann in Führung. Der diesmal stark aufspielende Raoul Iglesias erkämpfte sich auf der rechten Seite den Ball, leitete diesen auf Florian Neumeister weiter, der nach einem tollen Haken von seinem Gegenspieler nur mehr durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden konnte. Den fälligen Strafstoß verwertete Christopher Korber souverän zum 1:0 für die Dolomitenstädter.
Praktisch im Gegenzug wäre den Klagenfurter fast der Ausgleich gelungen. Nachdem Christian Korunka zuvor einen Kopfball von Zoran Vukovic zum Eckball klären konnte, landete im Anschluss an diesen ein Schuss von Philipp Diex an der Latte des Lienzer Tores. Durch die immer offensivere Spielweise der Gäste kamen die Hausherren danach immer wieder zu guten Kontermöglichkeiten. In der 67. Minute bediente Christopher Korber den auf der rechten Seite heranbrausenden Florian Neumeister, dessen Schuss mit dem linken Fuß strich aber am SAK Gehäuse vorbei. Aus einem Freistoß für die Grünweißen resultierte dann nach 73 Minuten die Riesenchance auf den Ausgleich für die Gäste. Die Rapid Abwehr war bei dieser Standardsituation etwas zu weit aufgerückt, Philipp Diex überspielte Manuel Eder, lief alleine auf das Rapid Tor zu, scheiterte dann aber am starken Lienzer Schlussmann Christian Korunka.
Kurz darauf fanden die Grünweißen dann den Matchball vor. Mario Kleinlercher drang von der rechten Seite in den Strafraum ein, überspielte einen Verteidiger, schloss aber dann zu überhastet ab, anstatt auf den völlig alleine vor dem leeren SAK Tor stehenden Raoul Iglesias aufzuspielen. So konnte der Keeper der Gäste den Schuss problemlos abwehren. Ein Treffer in dieser Phase wäre wohl die endgültige Entscheidung in dieser Partie gewesen.
So kam es dann wie es kommen musste. Nachdem kurz zuvor Alen Muharemovic mit einem Schuss noch an Christian Korunka gescheitert war, gelang den Klagenfurtern in der 87. Minute doch noch der Ausgleich. SAK Spielertrainer Goran Jolic spielte den Ball auf Alen Muharemovic und dessen Stanglpass verwertete Philipp Diex zum 1:1. Dies war dann zugleich auch der Endstand in diesem Spiel.
„Heute bin ich das erste Mal so richtig verärgert, weil einfach mehr drinnen gewesen wäre. Wir hatten die Riesenchance auf das 2:0, haben diese aber viel zu leichtfertig vergeben. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Zähler zufrieden gewesen, jetzt überwiegt bei mir aber mehr der Ärger über den leichtfertig aus der Hand gegebenen Sieg,“ so die Worte des Rapid Lienz Trainers Bernhard Zoier kurz nach dem Schlusspfiff.

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