Normalerweise bedeutet der Anflug dieses Hubschraubers, dass jemand in Not geborgen wird. Dass die Besatzung ausnahmsweise für einen Rettungskollegen Rosen abwarf, wird für den ÖAMTC jetzt zu einem rechtlichen Problem. Foto: Expa/Groder

Normalerweise bedeutet der Anflug dieses Hubschraubers, dass jemand in Not geborgen wird. Dass die Besatzung ausnahmsweise für einen Rettungskollegen Rosen abwarf, wird für den ÖAMTC jetzt zu einem rechtlichen Problem. Foto: Expa/Groder

Wenn es vom Himmel rote Rosen regnet …

… braucht der Helikopter eine Abwurfgenehmigung. Der ÖAMTC hatte keine.

Die Tiroler Tageszeitung berichtete els erste darüber, mittlerweile hat der „Rosenregen“ in Osttirol auch schon österreichweit Einzug in die Schlagzeilen gefunden. Dabei war die Aktion eigentlich nur als nette Geste gedacht, für einen Flugretter, der am vergangenen Wochenende am Fuß des Großglockners seiner Braut das Jawort gab. Dazu flog der Christophorus 7 Hubschrauber einmal nicht zur Rettung von Verunglückten nach Kals, sondern um das Brautpaar durch den Abwurf von Rosenblüten zu überraschen.

Was einen Zaungast störte, der die Medien darauf aufmerksam machte und nun sitzt der ÖAMTC in der rechtlichen Klemme. Der Flug war laut Stützpunktleiter Klaus Rainer bei der Leitstelle zwar ordentlich angemeldet, aber auch für den Rosenabwurf hätte man eine Genehmigung gebraucht. Und die hatten die fliegenden Rosenkavaliere nicht. Jetzt droht eine Verwaltungsstrafe der Bezirkshauptmannschaft. Detail am Rande: Der ÖAMTC hat eine Abwurfgenehmigung, aber nur für Sprengstoff zur Lawinenentschärfung, nicht für Rosenblüten.

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Soll der ÖAMTC zu einer Strafe verdonnert werden?
Ja. Luftfahrtregeln sind streng und gelten für alle, auch den Rettunghubschrauber 197 Stimmen / 10%
Nein. Es war nett gemeint. Wer Sprengstoff abwerfen darf, sollte auch Rosen abwerfen dürfen. 1768 Stimmen / 90%

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11 Postings bisher
Kiew vor 12 Monaten

Es gibt halt einmal gewisse Vorschriften. Ich würde sagen: Darauf vergessen zu haben ist typisch österreichische Schlamperei! Und nachzufragen, ob alles in Ordnung sei, ist nun einmal jedermanns gutes Recht. Bei uns kann man wenigstens noch nachfragen!

Klesch vor 12 Monaten

Lieber Thomas 78 Bei einem Privatunternehmen ist das kein Problem wenn man Rosen abwirft.Solange sie die Genehmigung von der Landesleitstelle eingeholt wurde,denn die Privatunternehmen müssen das aus eigener Tasche bezahlen.Die Christopherusflotte ist Landesangelehnt.Deshalb wer soll das bezahlen die Mitglieder oder die “Schwarzen Manda“ ?

    fb vor 12 Monaten

    Ich denke nicht dass der ÖAMTC diesen Flug mit dem Land abrechnet. Soweit ich weiß ist der ÖAMTC eigenständig.

    Was solld das Gejammere - die Mitglieder zahlen es? Kannst ja austreten, falls überhaupt dabei.

klf2015 vor 12 Monaten

Ein link für den/die DenunziantIn: https://www.youtube.com/watch?v=z_K_w1Yb5Yk Für mich (und nur für mich), soll`s rote Rosen regnen ...

Koal vor 12 Monaten

Lieber Herr "Zaungast" ! Neid is' scho was Fürchterliches !?!? Sagen Sie uns ihren Heiratstermin bzw. -ort. Es wird sich machen lassen, dass es bei Ihnen "Brennessel" regnet !!!! I komm mit'n "Eurofighter" - damit endlich aufwochsch !!!!

thomas78 vor 12 Monaten

Mich würde interessieren ob ein gewisser Hubschrauber eines gewissen Getränkeherstellers vor vielen Jahren auch eine Genehmigung hatte, als Rosen über einem gewissen Anwesen in der Lienzer Innenstadt angeworfen wurden... Auf alle Fälle gabs damals kein so lächerliches Tam Tam...

satyr vor 12 Monaten

Nachtrag Wenn sich echte oder eingebildete Alpinisten in den Bergen in Schwierigkeiten gebracht haben benötigt es keinerlei Genehmigung damit sich die Retter in Lebensgefahr bringen dürfen, für den harmlosen Abwurf der Rosen zur Hochzeit aber schon.

satyr vor 12 Monaten

Solche Kleinkrämer, Vernaderer und Neidhammel bringen Freiwillige dazu sich den Einsatz für die Gesellschaft zu überlegen. Besonders Bergretter riskieren viele Male ihr Leben und ihre Gesundheit, in vielen Fällen leider auch wegen Ignoranz, Dummheit und Borniertheit der Bergwanderer.

Vielen Dank an den unwillkommenen Zaungast, wünsche ihm nix Gutes.

Sinnlos vor 12 Monaten

Dieser Zaungast ist ein Beispiel unserer Gesellschaft von heute. Die Energie zu verschwenden um jemanden den Freudentag seines Lebens zu vergällen spricht für pathologische Hass. Anstatt sich zu freuen und Fotos zu machen damit sich alle freuen können wird vernadert. Armer Zaungast, welcher Schaden ist entstanden?

Zuckerpuppe vor 12 Monaten

ich kann chiller336 nur zustimmen. Da gibts jemanden, der sich daran stösst, dass einem eine Freude bereitet wird, der viele viele Tage im Jahr sein Leben bei teils sehr schwierigen Bergungen riskiert und irgend ein VI hat nichts besseres zu tun als sich darüber aufzuregen - schämen sie sich. Herzliche Gratulation an das Brautpaar und an das ÖAMTC Flugrettungateam "super Aktion, habt ihr gut gemacht!". Hoffentlich sehen das die Behörden auch so und es gibt höchstens eine Verwarnung.

chiller336 vor 12 Monaten

soo ein theater, unglaublich ..... ich wünsche dem zaungast, dass er vielleicht mal auf die hilfe des c7 angewiesen is und dieser dann kein flugwetter hat .... wie kleinkariert manche menschen sind stinkt zum himml