Das Land Tirol stellt dem Roten Kreuz für Materialtransporte mehrere Kleinlastwagen mit Doppelkabine und Rollcontainern zur Verfügung. Der neue Landesrettungskommandant Oswald Gritsch bedankte sich in Tristach dafür bei LHStv. Josef Geisler. Foto: Rotes Kreuz/Christa Erlacher

Das Land Tirol stellt dem Roten Kreuz für Materialtransporte mehrere Kleinlastwagen mit Doppelkabine und Rollcontainern zur Verfügung. Der neue Landesrettungskommandant Oswald Gritsch bedankte sich in Tristach dafür bei LHStv. Josef Geisler. Foto: Rotes Kreuz/Christa Erlacher

Rotes Kreuz Tirol tagte in Tristach zu aktuellen Themen

Am „Tag der Katastrophenhilfe“ kam es auch zu einer Wachablöse im Kommando.

Erdbeben in Italien, Terror in München, Hochwasser in Rosenheim: Ist Tirol im Katastrophenfall gerüstet? Heinz Wolf ist sich sicher: „Ja! Die Weiterentwicklung von Einsatzstrukturen im Bereich der Katastrophen- und Großunfallhilfe und besonders die Aus- und Fortbildung unserer Führungskräfte im Roten Kreuz Tirol waren mir immer ein besonderes Anliegen und haben sich flächendeckend manifestiert. Wie die jüngsten Ereignisse gezeigt haben, hat sich der Weitblick und der Einsatz in der Katastrophenvorsorge gelohnt.“ Wolf übergibt das Amt des Landesrettungskommandanten nun an Oswald Gritsch und begibt sich nach 26 Jahren im Kommando in die verdiente „Rotkreuz-Pension“.

Am Samstag den 26. November fand der diesjährige Tag der Katastrophenhilfe des Österreichischen Roten Kreuzes in Tristach statt. Es wurden aktuelle Themen behandelt und vergangene Einsätze ausgewertet. Erdbeben und Hochwasser, aber auch Terror und Blackout sind Gefahren, die auch Tirol treffen können. Die Erdbebenkatastrophe in Italien habe gezeigt, wie nahe Tirol an diesen Hotspots liegt. Sanitäterinnen, Sanitäter und Führungskräfte nutzten die Gelegenheit in Osttirol, ihre Erfahrungen weiterzugeben und sich über aktuelle Themen auszutauschen. Fachvorträge über Amoklagen in Bayern oder das Italien-Erdbeben rundeten das Programm ab. 

2015 war für das Rote Kreuz stark geprägt durch den Einsatz für Menschen auf der Flucht. „Die Erfahrungen daraus zeigten, wie wichtig funktionierende Strukturen, Ressourcen für den Katastrophenfall und vor allem zahlreiche freiwillige Mitglieder sind“, resümieren die Verantwortlichen. Ohne der Ehrenamtlichkeit seien Einsätze in dieser Dimension nicht zu bewältigen. 87 ehrenamtliche Mitglieder des Roten Kreuzes wurden daher mit Verdienstmedaillen für besondere Verdienste um Menschen auf der Flucht in Silber und Gold ausgezeichnet, über 600 weitere erhalten diese Medaillen in Bronze über ihre jeweiligen Bezirksstellen. 

Die Ausmusterung des 19. Einsatzleiterlehrgangs durch Heinz Wolf mit insgesamt 21 Absolventinnen und Absolventen und des Offizierslehrgangs mit neun neuen Offizieren fand ebenfalls im Zuge eines Festaktes statt. Zusätzliche Ausrüstung, darunter mehrere Kleinlastwagen mit Doppelkabine samt Rollcontainern für Einsatzmaterial, wurde durch das Land Tirol an das Rote Kreuz übergeben. Fachpersonal und benötigtes Material können damit gleichzeitig an den Einsatzort gebracht werden und sind somit schneller verfügbar.

Oswald Gritsch, der Nachfolger von Heinz Wolf betonte abschließend: „Mein Vorgänger hat es in den letzten 26 Jahren, in denen er im Landesrettungskommando tätig war, geschafft, die Katastropheneinheit des Roten Kreuzes Tirol zu einer hervorragend funktionierenden, schlagkräftigen und effizienten Truppe zu formen. Ich steige in große Fußstapfen, freue mich aber auf die neue Herausforderung und wünsche mir, mit Hilfe aller, die Katastrophenhilfe weiter auszubauen.“

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