Schwierige Bergung eines Tourengehers am Glockner

Drei Personen aus Deutschland unternahmen am 11. Dezember eine Schitour auf den Großglockner. Gegen Mittag erreichten sie den Gipfel und stiegen nach einer Rast wieder zur Adlersruhe ab. Unterhalb der Adlersruhe fuhren sie mit den Schiern über das Ködnitzkees ab. Dabei kamen sie wegen mehrerer Felsabbrüche nicht mehr weiter. Um wieder auf die richtige Abfahrtsroute zu kommen, mussten sie eine Flanke queren. Dazu zog einer der Tourengeher die Schier aus und ging zu Fuß weiter. Dabei rutschte er gegen 15:00 Uhr aus und stürzte ca. 70 bis 80 Meter über eine Flanke, teilweise felsdurchsetzt, ab. …

Seine zwei Begleiter lösten den alpinen Notruf aus. Da eine Bergung mit dem Notarzthubschrauber aufgrund des starken Windes nicht möglich war, stieg die Bergrettung Kals am Großglockner mit zwei Notärzten zu dem Verletzten auf 2800 Metern Seehöhe auf. Der 35-Jährige wurde vor Ort von den Notärzten erstversorgt und von den Bergrettern ins Tal gebracht.

Nach einer weiteren Versorgung durch das Notarztteam  wurde der Mann mit der Rettung in das Bezirkskrankenhaus nach Lienz überstellt. Der Alpinist erlitt bei dem Unfall Kopfverletzungen und Verletzungen an der Wirbelsäule. Die Bergung dauerte ca. vier Stunden und war gegen 19:15 Uhr abgeschlossen. Im Einsatz standen 18 Mann der Bergrettung Kals, zwei Notärzte und ein Alpinpolizist.

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