In der regionalen Liga und mit Blick auf den eigenen Nachwuchs will der UEC Sparkasse Lienz in dieser Saison Kräfte sammeln. Foto: Brunner Images

In der regionalen Liga und mit Blick auf den eigenen Nachwuchs will der UEC Sparkasse Lienz in dieser Saison Kräfte sammeln. Foto: Brunner Images

Lienzer Eislöwen spielen freiwillig ein Stockwerk tiefer

Der UEC Sparkasse Lienz wechselt in die Division 2 und setzt auf Nachwuchsarbeit.

Für viele Osttiroler Eishockey Fans war es eine Überraschung. Das einstige Aushängeschild im Osttiroler Eishockey, der UEC Sparkasse Lienz, verzichtet heuer freiwillig auf die Teilnahme an der Eishockey Kärntner Liga Division 1 und wird in der neuen Spielzeit in der Division 2 mitspielen. In dieser Klasse werden sich die Eislöwen mit dem UEC Leisach, den Black Devils Prägraten, UEC Huben II, EC Virgen und den Mammuts Toblach messen. Sportlich zwar ein Rückschritt, aber aufgrund der vielen Derbies hofft man auf mehr Zuschauer. 

Wir haben uns mit dem Obmann des UEC Lienz, Ernst Köfele, unterhalten, was die wirklichen Gründe für den Rückzug waren und wie er die kommende Saison bzw. die Zukunft bei den Eisbären sieht.

Der UEC ist heuer freiwillig in die Division 2 abgestiegen. Was waren die Hauptgründe dafür?
Wir hatten zwei Möglichkeiten. Wir bleiben oben, dann hätten wir allerdings das Budget für den Nachwuchs kürzen müssen. Da wir aber letzte Saison einen enormen Zustrom beim Nachwuchs hatten, wollen wir weiter die Nachwuchsarbeit forcieren, was zusammen mit Leisach sehr gut funktioniert. Wir haben drei ausgebildete Trainer beim Nachwuchs im Einsatz, die heuer die U8, U10, U12, U14 und U16 trainieren und betreuen. Mit der U10, U12, U14 und U16 spielen wir in der Kärntner Meisterschaft, unsere U19 stellen zusammen mit Huben/Virgen eine Mannschaft.

Was hat sich am Spielersektor getan? Zu- bzw. Abgänge?
Christian Wernisch und Kevin Veider gingen zum UECR Huben, Alexander Krätschmer und Albert Fersterer wurden nicht mehr verpflichtet. Bis auf Florian Kaindl und Günther d'Ambros besteht der Kader ausschließlich aus Eigenbauspielern, auch unsere U19-Spieler werden natürlich eingesetzt. 

Was sind die Saisonziele des UEC?
Bei der Kampfmannschaft ist es das Erreichen des Finales in der Division 2, bei unseren Nachwuchsmannschaften hoffen wir, heuer doch einige Punkte mehr zu erreichen.

Wie verlief die Vorbereitung?
Die Vorbereitung für unsere Kampfmannschaft war ein mehrtägiges Turnier in Zell am See und einige Trainingseinheiten in Toblach. Auf dem eigenen Eis trainieren unsere Spieler seit rund einem Monat. Beim Nachwuchs haben wir einige Spieler seit Ende August am Eis. Fünf U12-Spieler trainieren mit dem LLZ Kärnten und spielen da in der U11 und U12-Bundesliga mit. Ein U16-Spieler spielt mit der Spielgemeinschaft Zell am See/Red Bull Salzburg in der Bundesliga. Vier U19-Spieler von Lienz/Leisach sind mit der Spielgemeinschaft Lienz/Zell am See ebenfalls in der Bundesliga im Einsatz. 

Wird man den UEC wieder einmal in der Division 1 sehen?
Wir werden sehen, was wir heuer und in den nächsten Jahren schaffen. Niemand kann sagen, wie es in den nächsten Jahren in der Division 1 aussieht. Im Moment sind die meisten Vereine noch immer nicht mit dem Aufrüsten fertig und wie wir es ja bereits in der Vergangenheit gesehen haben, nichts hält für ewig…..

Die Sportredaktion von dolomitenstadt.at bedankt sich bei Ernst Köfele recht herzlich für das Interview und wünscht dem UEC Sparkasse Lienz viel Erfolg für die neue Saison.

Los geht es in der Division 2 am 16. Dezember mit den Spielen UEC Lienz – Mammuts Toblach und UEC Leisach – Black Devils Prägraten.

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