Vorverlegt! Szenische Lesung des Stücks „Johanna“

Am 10. Februar wird das Stück der Osttiroler Regisseurin Cornelia Rainer im Gymnasium inszeniert.

Mit einer szenischen Lesung des Stücks „Johanna“ der gebürtigen Osttirolerin Cornelia Rainer wurde 2015 die Woche „Spielfeld Kultur“ eröffnet. Die Begeisterung war so groß, dass das Stück nun auch einem breiteren Publikum präsentiert wird.

Zum Inhalt: Johanna von Orléans veränderte die Welt, indem sie als erste Frau ihrer Zeit in den Krieg zog. Unzählige Dichter von Schiller bis Brecht haben sich ihrer Legende angenommen. Für Autorin und Regisseurin Cornelia Rainer steht sie für Mut, Selbstvertrauen, Hoffnung, Glaube und Selbstbestimmung.

Foto: Matthias Pötsch

„Und gerade in einer Zeit, in der immer mehr Jugendliche daran glauben, dass es nichts mehr gibt, woran man glauben kann, ist es höchste Zeit, dass wieder eine Johanna voran reitet. Die Menschen von heute sehen sich einer Vielzahl von Möglichkeiten gegenüber, welche eine große Freiheit, aber auch eine große Überforderung und Orientierungslosigkeit mitbringen. Wozu lohnt es sich heute noch zu kämpfen? Woran glaube ich? Was sind meine Wünsche und Träume? Wo liegen meine Grenzen? Was ist im Leben wichtig für mich? „Johanna“ ist eine Geschichte über den Kampf, den wir mit den vielen Anforderungen von außen auszutragen haben, den Kampf gegen die Ängste, den Kampf für dein eigenes Leben. Die Geschichte der Johanna von Orleans wirft noch heute Fragen auf, die aktueller sind denn je und die Jugendliche genauso interessieren wie Erwachsene“, so heißt es in der Aussendung der Stadtkultur zum Stück.

Cornelia Rainer, geboren 1982 in Lienz, ist Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und lebt in Wien. Sie studierte Theaterwissenschaft, Regie und klassischen Gesang in Wien und Paris. Von 2005 bis 2009 war sie als Regieassistentin am Burgtheater Wien engagiert, wo sie auch erste Inszenierungen auf die Bühne brachte. Seither inszenierte sie bei den Bregenzer Festspielen/KAZ, Thalia Theater Hamburg, Theater Dschungel Wien, Stadttheater Klagenfurt, den Salzburger Festspielen/Young Directors Project, beim Musikfestival Wien Modern, den Festspielen Erl und am Burgtheater Wien. Lehraufträge führten sie zum Impulstanz Festival Wien, an die Ecole Diderot Paris, an die Kunstuniversität Graz (Institut Musiktheater) und an das Konservatorium Wien.

Für die Inszenierung von „Johanna“ wurde sie mit dem Outstanding Artist Award vom Bundesministerium für Kunst und Kultur ausgezeichnet, das Stück war auch für den STELLA-Darstellender.Kunst.Preis 2013 nominiert.

Das Stück wird am Freitag, 10. Februar, als szenische Lesung im BG/BRG Lienz gezeigt, im Anschluss an die Vorstellung findet ein Publikumsgespräch mit der Regisseurin und den Schauspielerinnen statt. Karten für die Veranstaltung sind im Bürgerservicebüro in der Liebburg erhältlich, Info und Reservierung unter Tel. 04852 600 519 und auf www.stadtkultur.at.


Eine exklusive Hintergrundstory über Cornelia Rainer finden Sie in unserem DOLOMITENSTADT-Magazin. Hier lesen.

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