Michael Fürhapter (links) vom Aufbauwerk in Lengberg und Manfred Gaschnig von der Regionalenergie Osttirol mit dem zweiten FLUGS, der künftig fix in Lengberg stationiert ist. Foto: Blassnig

Michael Fürhapter (links) vom Aufbauwerk in Lengberg und Manfred Gaschnig von der Regionalenergie Osttirol mit dem zweiten FLUGS, der künftig fix in Lengberg stationiert ist. Foto: Blassnig

E-Carsharing: FLUGS für das Aufbauwerk in Lengberg

Zweites E-Auto der Regionalenergie soll mehr Mobilität für Nikolsdorf bringen. 

Im Mai 2015 startete der Verein E-Tirol das Projekt E-Carsharing in Osttirol unter dem Namen „FLUGS“ mit einem E-Auto, das am Stegergarten in Lienz parkte. Im Juli 2016 übernahm die „Regionalenergie Osttirol“ die Trägerschaft, eine Genossenschaft mit derzeit 115 Mitgliedern, vorwiegend Agrargemeinschaften und Waldbesitzer, die in 14 Osttiroler Gemeinden 18-Hackschnitzel-Heizwerke betreibt.

„Seitdem wird ‚FLUGS‘ stetig auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse ausgebaut, erklärt Geschäftsführer Manfred Gaschnig. FLUGS sei als Alternative zum Zweitwagen oder Ergänzung zum Firmenfuhrpark gedacht. Die Genossenschaft will den Nutzerkreis von derzeit 30 Personen und Firmen vergrößern und auf den gesamten Bezirk ausdehnen.

Im Dezember lief eine Testphase mit einem zweiten FLUGS-Wagen – wie in Lienz ein Renault „ZOE“, beim Aufbauwerk in Lengberg an. Jetzt ist das Auto fix stationiert. Von Montag bis Donnerstag ist das E-Auto – hauptsächlich tagsüber – für das Aufbauwerk reserviert, um flexibel Fahrten zum Bahnhof, zum Arzt oder zu einem Betrieb zu ermöglichen. „Unsere Trainees werden so an das Thema E-Mobilität herangeführt, indem sie die Alltagstauglichkeit dieser Technologie am eigenen Leib erfahren können“, kommentiert der stellvertretende Leiter des Aufbauwerks, Michael Fürhapter.

In der nicht reservierten Zeit steht der FLUGS allen Gemeindebürgern zur Verfügung und ist als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr gedacht. „An einem zweckmäßigen Angebot für die Gemeinde Nikolsdorf arbeiten wir bereits“, sagt Manfred Gaschnig. Das Interesse und die Buchungszahlen des in Lienz bereitgestellten FLUGS würden ständig steigen, daher werde über die Stationierung eines zweiten Autos in der Stadt nachgedacht.

Auf jeden Fall soll die Familie der FLUGS-Autos im Frühjahr um zwei weitere Fahrzeuge aufgestockt werden. „Für uns ist es wichtig, auch im Oberland und im Iseltal Standorte für das E-Carsharing zu finden. Das wird die Beweglichkeit in Osttirol enorm steigern“, ist Gaschnig überzeugt.

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