500.000 Euro für neues Lienzer Pflaster – und ein Wettangebot

Die Andrä Kranz-Gasse wird verschönert. Der Hauptplatz bleibt vorerst unverändert.

Langsam aber sicher rückt die „City-Beautification“ – wie es Stadtmarketingchef Oskar Januschke einst nannte – näher an den Lienzer Hauptplatz heran. Von der Messinggasse bis zum Johannesplatz ist die sonnige Dolomitenstadt bereits einheitlich geplastert, jetzt folgt die Andrä Kranz-Gasse, also der Abschnitt zwischen Johannesplatz und Hauptplatz. Noch vor der sommerlichen Tourismussaison soll alles proper aussehen.

Gepflastert wird die Andrä Kranz-Gasse bis zur Einmündung in den Hauptplatz und bis zu den Hauskanten. Unter den Arkaden bleibt vorerst der alte Belag. Foto: Dolomitenstadt/Pirkner

Nicht gepflastert wird unter den Arkaden, die auf privaten Servitutsflächen stehen. „Das nehmen wir im Zuge der Hauptplatzsanierung mit“, stellte Bürgermeisterin Elisabeth Blanik am 21. Februar in den Raum. Einen Termin für den finalen, von den „Hauptplatzlern“ sehnsüchtig erwarteten Schritt der Altstadtsanierung nannte die Bürgermeisterin im Gemeinderat freilich nicht. Allein die jetzt zu behübschende Gasse schlägt sich mit 500.000 Euro auf das Gemeindebudget, immerhin ein Drittel der gesamten für 2017 reservierten Summe für Straßensanierungen.

Im Zuge der Diskussion im Gemeinderat unterbreitete FP-Mandatar Sepp Blasisker – immer zu Scherzen aufgelegt – der Bürgermeisterin ein Wettangebot: „Würde man die Lienzer heute fragen, wie ihnen der Hauptplatz ohne Autos gefällt, wäre die Begeisterung für die ganzjährige Fußgängerzone sicher verflogen. Darauf würde ich wetten.“ Die gähnende Leere würde ihm gegenüber oft als Manko erwähnt. Blanik bezweifelte ein Umschwenken der Volksmeinung in Sachen Fuzo. Gewettet wurde im Gemeinderat dann aber dennoch nicht.


Linktipps: Betriebe in der Andrä Kranz-Gasse und Betriebe am Hauptplatz

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20 Postings bisher
GerhardPilz vor 7 Monaten

Besuchte erst unlängst die Stadt Lienz und war begeistert, so wenig Verkehr in der Innenstadt zu erleben. Bitte beibehalten, auch wenn Ängste vorhanden sind, dass die Innenstadt "ausstirbt" - auch an das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden hat man sich gewöhnt.....

Austria4 vor 7 Monaten

An die Rollstuhlfahrer sollte man denken an Mütter mit Kinderwagen auch finde ich es sollte so geplant werden das alles Barriere Frei ist finde ich am Hauptplatz und am Johannes und und der Rosen Gasse. Wenn man dem Hauptplatz umgestaltet er müsste so gestaltet sein das man ihm zu allen 4 Jahreszeiten gerne besucht so sollte der Hauptplatz gestaltet sein so wie er jetzt ist er es leider nicht. Es wird auch bald der Bahnhof Lienz umgestaltet das er Bariere frei wird bin schon gespannt Darauf wie alles ausschauen wird in Endeffekt

senf vor 7 Monaten

ob der hauptplatz im winter als fussgängerzone sinnvol ist, bezweifle ich, auch an der irrsinns-erwartungshaltung, den platz gänzlich umzukrempeln. ich meine dass der lienzer hauptplatz mit den wunderbaren hausfassaden für die liebliche stadt lienz das eigentliche wahrzeichen ist und ich die platznutzung im sommer ideal finde. man braucht also nichts neues erfinden oder jahrzezhtelange architektendiskussionnen lostreten, man soll die platzflächen mit asphalt und großen pflastersteinen etwas strukturieren (barrierefrei) und die kleine insel mit dem palmen sanieren, jedenfalls aber belassen. kleine lichteffekte und ein moderner brunnen würden nicht schaden und ich würde mich von den grauslichen granitsteinen verabschieden, denn die sind z. bsp. für das bedienpersonal an den netten cafeterrassen eine zumutung. es wär jammerschade, wenn der hauptplatz der eitelkeit der hochschul architekten mit heutigen langweiligen gedanken nach der "modernen" städteplanung verpfuscht würde. aus dem munde von architekt rohracher, der sprecher der HP-interessensgemeinschaft höre ich ähnliches, deshalb hätte ich vertrauen, dass lienz sein wahrzeichen behält.

    kritisch vor 7 Monaten

    Na hoffentlich pflastern sie diesen Platz nicht auch wieder so kalt zu wie den Brixener- oder Egger Lienz-Platz. Weg mit den schönen Bäumen, dafür tote Steinplatten, die nichts als graue Häßlichkeit widergeben. Ist das moderne Architektur? Ich finde sie absolut häßlich und nicht einladend, aber der modernen Stadtverwaltung gefällt sowas offenbar (?)

      Zuckerpuppe vor 7 Monaten

      ja mit dem Egger-Lienzplatz kann ich dir nur zustimmen, Gott sei Dank sind diese megahässlichen Riesenlegobausteine in der Versenkung verschwunden. Aber ich bin schon grosser Hoffnung, dass nicht sämtliches Grün verschwindet, das unserem Hauptplatz dieses wunderbare mediterane Flair gibt.

skeptiker vor 7 Monaten

Aha, Herr Blasiker - ein Parkplatz mit durchfahrenden Autos soll schöner sein als die FuZu? Ich denke, das meinen die Wenigsten wenn sie vom "leeren" Hauptplatz reden. Es zeigt sich jetzt halt sehr deutlich, dass am Hauptplatz auch schön langsam was gemacht werden muß. ABER Autos zurück auf den Hauptplatz, das wohl hoffentlich nicht !!! - das ist einfach die falsche Schlußfolgerung.

Hot doc vor 7 Monaten

Wichtiger wäre die Gasse zur Dolomitenbank "einzuebnen", damit die sinnlosen im Kreis fahrenden Autos die in dieser Gasse Gas geben endlich durch Fussgänger und Radfahrer behidnert werden. Weiters ist der schmale Gehsteig für Fussgänger, Kinderwägen, Rollstuhlfahrer eine große Gefahrenquelle.

    kritisch vor 7 Monaten

    Genauso ist es, mehr Rücksicht für die Schwachen unserer Gesellschaft liebe Fr. Blanik!!!!

Sonja vor 7 Monaten

Angeblich schimpfen viele über den leeren Hauptplatz. Ich finde ihn super: keine Autos mehr, endlich kommen die schön renovierten Häuserfassaden gut zur Geltung und der freie Ausblick auf die Liebburg ist wunderschön.

...symbolic... vor 7 Monaten

Schon a bisserl viel Geld, aber in diesem Fall doch recht sinnvoll. Bin aber auch dafür, dass man an Menschen mit Rollator oder Rollstuhl denkt, sodass auch sie noch halbwegs gut weiterkommen. Es gibt nämlich in Lienz so einige Gehsteige, die gerade für diese Menschen sehr schwer zu überwinden sind, ein Bsp. in der Beda Weber Gasse bei der Engstelle des ehem. EP Moser. Der ist dort so schräg, wellig und eng, dass man solche Abschnitte einfach meiden oder auf der Straße voran kommen muss. Bitte bei solchen Summen also auch an wirklich wichtige Ausbesserungsarbeiten für die Schwächsten denken, denn ich wünsche niemanden, an solche Gerätschaften angewiesen zu sein.

Ach ja, hoffentlich wird dann der Verkehr zwischen Johannesplatz und Andrä Kranz Gasse auch mal eingestellt, denn dort haben Autos ja wirklich nichts mehr zu suchen...

    bergfex vor 7 Monaten

    ..........sowie auch "rasende" Radfahrer (auch Beamte der Lieburg).

    kritisch vor 7 Monaten

    Find ich auch, schaut auch mal nach, wie behindertengerecht so manche Straßenabschnitte bzw. Gehsteiganlagen sind. Nehmt einen Rollstuhl und fährt damit mal herum, die Menschen des Plegeheimes freuen sich über jede Ausfahrt. Ob unsere Fr. Bgm. das schon mal probiert hat, bevor man nur auf Verschönerungen achtet?

Tirolerbua vor 7 Monaten

Für 500.000 Euro eine ebene Fläche uneben machen.....besser mal die unebenen Straßen in und um Lienz wieder eben machen, sonst muss bald jeder SuV fahren!

chiller336 vor 7 Monaten

500.000 euro für die paar m² pflaster? vergoldet oder wie? des sind in ös 6.880.000,- no more comment ... ahja i war selber pflasterer ...

    wolf_c vor 7 Monaten

    ... wow, da hast Du aber gut verdient, fällst hoffentlich nicht in die Armutsgefährdung so wie die armen Taxler, die aber hoffentlich doch noch über die Fußgänger(zone) fahren dürfen ...

      chiller336 vor 7 Monaten

      tja wär schön wenns so gwesn wär ...

      bergfex vor 7 Monaten

      Heute (23.2.2017 ca.halb elf) fuhr auch ein stadtbekannter Taxler durch die Rosengasse um dann beim Joast das Auto vor die Eingangstüre zu stellen und einen Kaffee zu trinken. Muß das sein?????

    Zuckerpuppe vor 7 Monaten

    du hast ja recht, ist ein Patzen Geld, aber wenn ich mich an die Rosengasse erinnere, ist das ja ziemlich viel Handarbeit, oder täusche ich mich da?

      chiller336 vor 7 Monaten

      pflastern is eigentlich nur handarbeit, es gibt zwar verlegemaschinen, die nimmt man aber nur für betonpflaster und große flächen her - weil der umbau auf die jeweilige steinart sehr zeitaufwändig is

Zuckerpuppe vor 7 Monaten

Das Pflaster ist an und für sich ja recht fesch, ich sehe nur oft ältere Mitbürger, die sich mit Stock oder Rollator auf dem unebenen Pflasterstein recht schwer tun. Vielleicht sollte man da einen ebenen Seitenstreifen berüchsichtigen.