Für alle Kinder und Jugendlichen in Tirol sind eine Reihe von wichtigen Impfungen kostenlos. Foto: iStock

Für alle Kinder und Jugendlichen in Tirol sind eine Reihe von wichtigen Impfungen kostenlos. Foto: iStock

Plädoyer für Impfung gegen Keuchhusten und Masern

Landessanitätsdirektor Katzgraber: Immunisierung ist die beste Vorsorge.

In Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger bietet das Land Tirol zahlreiche kostenlose Impfungen für Säuglinge, Kleinkinder, SchülerInnen und Jugendliche an. „Dank der 1998 eingeführten ‚Impfaktion Tirol‘ haben alle Kinder in unserem Land Anspruch auf wichtige Impfungen. Eine Immunisierung schützt dabei die eigene Gesundheit sowie die Menschen im Umfeld“, erklärt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber gibt zu bedenken, dass nur eine hohe Durchimpfungsrate einen breiten Infektionsschutz in der Bevölkerung aufbaut, weil die Krankheitserreger nicht mehr zirkulieren können. Er empfiehlt allen TirolerInnen die nötigen Impfungen, weil Fälle von Masern und Keuchhusten wieder zunehmen.

So seien etwa seit Jahresbeginn 2017 bereits sechzig Fälle von Masern in Österreich gemeldet worden – im europäischen Vergleich eine der höchst gemessenen Raten. Neben Masern gibt es laut Katzgraber auch zahlreiche Keuchhustenfälle – eine Krankheit, die für Kinder unter sechs Monaten lebensbedrohlich sein kann: „2016 wurden alleine in Tirol 123 Erkrankungen registriert, wobei die Dunkelziffer weitaus höher liegt“. Im Vergleich dazu habe es 2009 nur zwei und 2001 keine registrierten Keuchhustenerkrankungen in Tirol gegeben. Vor allem Frauen in der Schwangerschaft und deren unmittelbare Umgebung sollten gegen Keuchhusten geimpft sein, um das Neugeborene bestmöglich zu schützen.

Die „Impfaktion Tirol“ bietet kostenlose Impfungen gegen Diphterie, Keuchhusten, Tetanus, Hämophilus influenza b, Kinderlähmung, Hepatitis-B, Masern, Mumps, Röteln, Rotaviren, Pneumokokken, Meningokokken der Gruppen A, C, W135 und Y sowie gegen Humane Papilloma-Viren in den verschiedenen Altersstufen an. „Die angebotenen Impfstoffe sind sehr gut verträglich. In seltenen Fällen können Nebenwirkungen auftreten. Verglichen mit der Häufigkeit von Todesfällen oder schweren Komplikationen während und nach einer Erkrankung, sind die Impfstoffe sehr sicher“, erklärt Katzgraber.

Der Großteil dieser Immunisierungen wird von den zuständigen AmtsärztInnen in den Schulen angeboten. Wer eine dieser Schulimpfungen verpasst, kann sie kostenlos an der jeweiligen Bezirkshauptmannschaft nachholen. „Eltern sollten den Impfausweis ihrer Kinder ab 14 Jahren auf Vollständigkeit überprüfen“, rät Landesrat Tilg.

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