„Meine Geschwister machten es mir nicht gerade einfach!“

Elisabeth Kirchmair aus Thal studiert Lehramt Musikerziehung und Deutsch in Innsbruck.

Musik begleitet Elisabeth schon fast ihr ganzes Leben lang. Mit sieben Jahren hat sie ihre erste Instrumentalausbildung begonnen und bis heute hat sie immer noch Spaß an der Musik. Deswegen versucht die 20-Jährige, ihr Hobby zum Beruf zu machen. „Mein Studium ist abwechslungsreich, kreativ und spannend“. Besonders die selbstständige Zeiteinteilung ist bei diesem Studium sehr wichtig. „Dadurch, dass ich Saxophon als Hauptfach und Klavier sowie Gesang als Nebenfach belege, muss ich viel Zeit zum Üben investieren“.

Das Aufnahmeverfahren für ihre Studiengänge stellte sich zum Teil als sehr schwierig dar, erzählt mir Elisabeth: „Bei Lehramt Deutsch war es einfacher, da musste ich ‚nur‘ einen kurzen Allgemeintest bestehen. Bei Lehramt Musikerziehung hingegen dauerte der Aufnahmetest drei Tage, dabei wurden verschiedene Kompetenzen abgefragt. Ich musste sowohl mein Können an meinen Instrumenten unter Beweis stellen, sowie verschiedene Gruppenarbeiten absolvieren.“ Elisabeth hat sich für das Studium der Musikerziehung besonders gut vorbereitet, da es schlussendlich nur 16 Studienplätze gibt.

Elisabeth Kirchmair, gezeichnet von Linda Steiner.

Eine andere Stadt als Innsbruck stand für die junge Studentin nie zur Debatte. „Mein Bruder und meine Verwandten leben auch in Innsbruck, somit fiel mir die Entscheidung nicht wirklich schwer. Ich kannte Innsbruck schon vor meiner Studienzeit und die Nähe zu Osttirol ist für mich ein weiterer Pluspunkt.“

Der Abschied von Zuhause fiel Elisabeth teilweise schwer. „Ich war ein bisschen zwiegespalten. Auf der einen Seite freute ich mich wahnsinnig auf mein neues Leben, auf der anderen Seite wiederum fiel mir der Abschied nicht leicht. Vor allem machten es mir meine kleinen Geschwister nicht gerade einfach. Dadurch, dass ich die Wochenenden bei meiner Familie und meinen Freunden in Osttirol verbringe, war der Anfangsschmerz jedoch nicht weiter schlimm.“ Elisabeth ist sowohl Mitglied bei der Musikkapelle als auch beim Chor, wo sie seit kurzem Organistin ist, deshalb sollte sie die Proben auch nicht verpassen. „Die Musik begleitet mich also auch in Osttirol. Das hört ja gar nie auf!“, schmunzelte die angehende Pädagogin.

Durch den starken Bezug zu Osttirol, den Elisabeth definitiv hat, könnte sie sich sehr wohl vorstellen, ihre Zukunft in Osttirol zu verbringen. „Aber ich studiere jetzt noch mindestens vier Jahre in Innsbruck, das heißt, meine Meinung könnte sich auch noch ändern.“ Die Tür, wo sie ihre Zukunft verbringen wird, hält sich Elisabeth noch offen.

Wir wünschen weiterhin viel Freude und Glück bei ihrer Ausbildung.


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