Mitgliederversammlung: Die Selbsthilfe Osttirol zog Bilanz

Höhepunkt 2016 war die Zertifizierung des BKH Lienz als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“.

Bei der Mitgliederversammlung am 31. März im Wohn- und Pflegeheim Lienz wurde gemeinsam mit den Selbsthilfegruppenteilnehmern und Ehrengästen Bilanz über das ereignisreiche Selbsthilfejahr 2016 gezogen. Überschattet war das Jahr vom unerwarteten Ableben der Geschäftsstellenleiterin Christine Rennhofer-Moritz. „Christl hat die Selbsthilfe in Osttirol aufgebaut und wir werden versuchen ihr erfolgreiches Werk fortzusetzen, mit unseren Schuhen, denn deine sind uns zu groß“, sagte die Obfrau DGuKS Daniela Meier, MBA.

Zahlreiche Ehrengäste und SelbsthilfeteilnehmerInnen kamen zur Jahreshauptversammlung des Roten Kreuz Sillian. Fotos: Selbsthilfe Osttirol

Mit 1.654 Beratungen und circa 2.000 Menschen, die in den themenspezifischen Veranstaltungen erreicht wurden, festigt die Selbsthilfe in Osttirol ihren Platz im Sozial- und Gesundheitsbereich als sinnvolle Ergänzung zum medizinischen Angebot. Hervorzuheben ist dabei das zweckvolle Pflegeprojekt, dass auch wieder im Herbst 2017 in Lienz, Kartitsch und St. Jakob durchgeführt wird. „Mit diesem Projekt unterstützen wir Angehörige, die einen Menschen pflegen, indem wir an verschiedenen Abenden zu den aktuellen Pflegethemen wie Demenz praktische Anleitungen geben“, betont Daniela Meier. Der Höhepunkt des Jahres war jedoch die erfolgreiche Zertifizierung des Bezirkskrankenhauses Lienz als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“. Mit der Kostenübernahme von zwei Mitarbeiterinnen und der Bereitstellung von Räumlichkeiten im BKH ist der Gemeindeverband BKH-Lienz der größte Fördergeber vor dem Land Tirol und der Stadtgemeinde Lienz. Finanziell erfreut sich der Verein einer ausgeglichenen Bilanz.

Hauptaufgabe der Kontaktstelle Selbsthilfe Osttirol ist die Unterstützung der über 50 Selbsthilfegruppen im Bezirk, welche von den „Experten der eigenen Betroffenheit“ ehrenamtlich geleitet werden. Die angebotenen Weiterbildungen und Hilfestellungen dienen GruppenleiterInnen zum eigenen Schutz, denn Ehrenamtlichkeit berge auch oft die Gefahr der eigenen Überforderung in sich, sagte Wolfgang Rennhofer in seinem Tätigkeitsbericht als neuer Geschäftsstellenleiter. Ergänzt wurden die Unterstützungsleistungen durch die Sozialsitzungen zur besseren Vernetzung untereinander und den Informationsvorträgen in den Schulen, die sich bei den PädagogInnen immer mehr an Beliebtheit erfreuen.

Martha Steidl und Peter Mair wurden für ihre herausragenden Tätigkeiten in der Selbsthilfe Osttirol geehrt.

Aufgezeigt wurde die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltungsdirektorin des BKH Lienz Mag. Helene Brunner, große Anerkennung gab es vom Vizebürgermeister der Stadt Lienz Kurt Steiner. Maria Grander, Bundesvorsitzende der ARGE Selbsthilfe Österreich und Präsidentin des Dachverbandes der Tiroler Selbsthilfe, betonte, dass die Selbsthilfe Osttirol in einigen Bereichen als Vorbild für Nordtirol diene. Weitere anwesende Ehrengäste waren unter anderem Dr. Regine Dapra als Vertreterin der Bezirkshauptmannschaft Lienz, Beirat und AK-Referent Meinhard Pargger, Wohn- und Pflegeheimleiter-Stellvertreterin Andrea Zirknitzer und Gemeinderat Charly Kashofer.

Den Abschluss bildete die Ehrung von Martha Steidl und Peter Mair für ihre herausragenden Tätigkeiten in der Selbsthilfe Osttirol.

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