Gitarrist Janez Gregorič spielt in der Spitalskirche

Am 21. April präsentiert der Kärntner Klangästhet in Lienz seine neue CD.

Unter dem Titel Cronomías de Montevideo – Hommage à Abel Carlevaro präsentiert der Kärntner Gitarrist Janez Gregorič nicht nur seine neue CD, er verbeugt sich damit auch vor seinem Lehrer Albel Carlevaros, dessen Geburtstag sich im Vorjahr zum 100. Male jährte. Der in Montevideo (Uruguay) geborene Gitarrist, Pädagoge und Komponist Albel Carlevaros zählt zu den größten Gitarrenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, sein Schaffen gilt als Meilenstein in der Entwicklung der Gitarre. Als Gründer einer neuen Schule der Gitarre und Schöpfer einer neuen Gitarre Modell Carlevaro war er bis zu seinem Tod am 17. Juli 2001 in Berlin weltweit gefragt und sein klares Spiel setzte neue Maßstäbe in der Klangästhetik der Konzertgitarre.

Janez Gregorič wird am 21. April die Spitalskirche mit Gitarrenklängen verzaubern. Foto: Stadtkultur

Die Programmauswahl ist geprägt von den musikalischen Eindrücken der Stadt Montevideo und der dort entstandenen Musik. Montevideo steht in erster Linie für die Musik von Maestro Abel Carlevaro und den aus Paraguay stammenden Gitarristen Agustín Barrios, der dort eine sehr künstlerisch inspirierte Zeit verbracht hatte. Mit der Komposition La Catedral schrieb Barrios um 1921 eines seiner bekanntesten Werke für Gitarre in Montevideo. In Eigenkompositionen von Janez Gregorič sind prägende Elemente seiner intensiven Auseinandersetzung mit dem Schaffen Abel Carlevaros und seinen Studienaufenthalten in Montevideo verarbeitet.

Janez Gregorič, geb. 1965 in Klagenfurt, studierte Gitarre an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz bei Prof. Martin Mysliveček, wo er 1994 seine Diplomprüfung mit ausgezeichnetem Erfolg ablegte. In den Jahren 1998 bis 2001 studierte er bei Maestro Abel Carlevaro in Montevideo (Uruguay). Janez Gregorič tritt als Solist und Kammermusiker in vielen Ländern Europas auf und kann auf eine rege musikalische Zusammenarbeit zurückblicken, unter anderem mit Bernarda Fink (Mezzosopran) und Walter Auer (Flöte).

Er ist Gründer und künstlerischer Leiter der Internationalen Kammermusikwerkstatt Sonus und der neuen Konzertreihe sonusiade im Museum Liaunig. Gemeinsam mit dem Autor Fabjan Hafner ist es Initiator der spartenübergreifenden Veranstaltung TRIVIUM / TRI POTI / DREI WEGE. Als Autor der Gitarrenschule Alles CLARO setzt er als erfolgreicher Pädagoge den didaktischen Weg seines Lehrers Abel Carlevaro fort. Als Gitarrist und Komponist kann er auf etliche CD-Aufnahmen verweisen. Von der Kritik wird Gregorič als Klangästhet bezeichnet und für eine perfekte Symbiose zwischen technischer Faszination und stilistischer Farbe gelobt.

Das Konzert beginnt am Freitag, 21. April, um 20:00 in der Spitalskirche Lienz. Karten sind im Bürgerservicebüro in der Liebburg erhältlich, Info und Reservierung telefonisch unter 04852 600 519 und online auf www.stadtkultur.at.

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