Nach schwerem Zugsunglück ist die Brennerstrecke gesperrt

Zwei Bahnarbeiter starben, drei sind schwer verletzt – Ersatzverkehr mit Bussen.

Wie der ORF-Tirol und die Südtiroler Online-Plattform stol.it melden, ereignete sich in der Nacht zum 26. April auf der Brenner-Bahnlinie im Gemeindegebiet von Brixen ein schweres Zugsunglück mit Toten und Verletzten. Aus derzeit noch ungeklärter Ursache setzte sich kurz vor Mitternacht ein mit rund 20 Arbeitern besetzter Gleiszug in Bewegung und raste mit zunehmender Geschwindigkeit auf einem sehr steilen Bahnstück zwischen Vahrn und Brixen talwärts. Mit voller Fahrt und völlig ungebremst prallte der tonnenschwere Zug – beladen mit Bahnschwellen und Eisenteilen – auf eine Baumaschine, entgleiste und geriet in Brand.

Ein Bild der Verwüstung bot die Unfallstelle auf der Brennerstrecke nach dem Zugsunglück, bei dem zwei Bahnarbeiter ums Leben kamen. Foto: FF Brixen/Facebook

Mehrere Arbeiter auf dem Unglückszug wurden eingeklemmt und mussten in sehr schwierigen nächtlichen Bergungsarbeiten befreit werden. Zwei Männer starben noch an der Unfallstelle, drei weitere wurden offenbar schwerst verletzt und schweben noch in Lebensgefahr.

Drei Feuerwehren, Weißes Kreuz, Rotes Kreuz und die Carabinieri waren im Einsatz. Die Bahnstrecke zwischen Franzensfeste und Brixen bleibt vermutlich bis Donnerstag gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr wurde zwischen Innsbruck und Bozen eingerichtet. Die ÖBB informiert laufend und führt vier Busse direkt von Innsbruck nach Bozen. Ein Bus macht einen Zwischenhalt am Brenner.

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