Fotos: Dolomitenstadt/Evelin Gander

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Das war die Lienzer Pecha Kucha-Nacht Nr. 8

Schnabelmenschen, bemalte Bäuche, russische Rhythmen, Raspberry Mojito und vieles mehr….

Die Mesnerstube füllte sich bis auf den letzten Platz: An die 70 Menschen waren der Einladung zur 8. Pecha Kucha-Night am Freitag zum Kirchenwirt gefolgt. Viele von ihnen waren schon bei früheren Events in der Tamerburg, im Autohaus Niedertscheider, im Projektraum29 oder in der Backstube Joast dabei und wussten, was sie erwartet: ein unterhaltsamer und informativer Abend in entspannter Atmosphäre.

Alle waren neugierig auf die Kurzvorträge, die den strengen Regeln zufolge maximal 6:40 Minuten dauern dürfen. Somit hat die Langeweile keine Chance. Organisatorin Ulli Madritsch moderierte auch bei der achten Auflage gewohnt lässig durch den Abend. Jegliche Nervosität bei den Presentern schien verflogen.

Das Publikum verfolgte gespannt den sehr berührenden Vortrag von Larissa Frank und  weiß nun endlich, was Ergotherapie wirklich ist und kann. Georg Kobro bewies, dass die Geschichte der Kosaken in Lienz nicht nur tragisch, sondern auch spannend ist und russische Lieder auch Osttiroler mitreißen können – vor allem, wenn sie vom Erzdiakon selbst mit Leidenschaft vorgesungen werden.

Sophie Steffensen faszinierte mit ihrer Kunst Illusionen auf Körper zu zaubern und hübsche Frauen in Monster zu verwandeln. Dank Andreas Unterkreuter und seinen Comics wissen jetzt zumindest alle Pecha Kucha-Besucher, dass die Bedrohung durch die Deferegger Schnabelmenschen weiterhin lauert und der „Osttirol-Guru“ – wie Walter Mair von Ulli Madritsch anerkennend angekündigt wurde – entführte 20 wunderschöne Dias lang in die Osttiroler Bergwelt. In den Pausen sorgte DJ DoMix wieder für feinsten Sound und gute Laune. Zu netten Gesprächen schlürften die Gäste extra für diesen Abend kreierte Raspberry Mojitos.

Auch dieses Mal werden einige Vorträge ins Netz gestellt. Bei Pecha Kucha geht es nämlich auch darum, dass Menschen ihre Arbeiten und Ideen mit einem regionalen und, wenn gewünscht, weltweiten Publikum teilen. Falls man es also nicht zur nächsten Pecha Kucha-Night schafft, können Präsentationen aus aller Welt gemütlich zu Hause auf dem Diwan angeschaut werden. Einfach hier klicken.

Tatsächlich ist Ulli Madritsch zumindest gedanklich schon mit der Pecha Kucha-Nacht Nr. 9 beschäftigt, die im September, noch vor Schulanfang, über die Bühne gehen soll. Es gilt Präsentatoren zu finden und das ist gar nicht so einfach. „Interessante Menschen gibt es in unserer Region mehr als genug,“ sagt Madritsch, „aber man muss sie erst dazu motivieren und überzeugen, dass ihre Arbeit oder Leidenschaft auch andere interessiert.“ Gegen die Scheu vor einem Publikum zu sprechen hat Ulli Madritsch wertvolle Tipps parat: Sie unterrichtet nämlich unter anderem das Fach Projektpräsentation in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Lienz.

Bei Interesse oder Fragen einfach Ulli kontaktieren: umadritsch@yahoo.com oder 0699 12641760

Allen Vortragenden ist Anerkennung durch ein regionales und weltweites Publikum garantiert. Und was hat Ulli Madritsch nun von dieser Non-Profit Veranstaltung außer viel Arbeit? „Ich finde es einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft und ich freue mich jedes Mal riesig, so tolle neue Menschen aus der eigenen Region kennen zu lernen.“

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