"Girl's Day 2017" bei Durst in Lienz. Begeisterte Schülerinnen schnupperten in die Hightech-Fertigung und ins Tintenlabor. Fotos: Durst/Martin Lugger

"Girl's Day 2017" bei Durst in Lienz. Begeisterte Schülerinnen schnupperten in die Hightech-Fertigung und ins Tintenlabor. Fotos: Durst/Martin Lugger

Durst lud Schülerinnen am „Girl’s Day“ in das Tintenlabor

Das Hightech-Unternehmen mit Sitz in Lienz wirbt um weibliche Arbeitskräfte.

Durst ist Hersteller hochspezialisierter Maschinen und Anwendungen im Industriedruck, ein Segment, dessen Arbeitsabläufe stark technologiegeprägt sind. Und das bedeutet nach wie vor einen Männerüberschuss, der allerdings am „Girl’s Day“ kräftig zusammenschmolz.

In den USA heißt dieser internationale Aktionstag „Take your daughters to work“. Ziel ist es, das eingeschränkte Berufswahlspektrum von Mädchen zu öffnen und neue Perspektiven aufzuzeigen, die den vielseitigen Begabungen und Interessen entsprechen, auch in technischen, handwerklichen und naturwissenschaftlichen Bereichen. In Tirol öffneten am 27. April deshalb 59 Unternehmen ihre Pforten, um mit Aktionsprogrammen über unterschiedliche Berufsbilder zu informieren.

An verschiedenen Stationen lernten die Mädels alle wichtigen Arbeitsbereiche des Hightech-Unternehmens kennen. Am Ende gab es ein Quiz zum Thema.

Durst in Lienz machte mit und empfing 18 Schülerinnen als aufmerksame und interessierte Gäste, die einen spannenden Vormittag in den Hallen des Hightech-Unternehmens erlebten. An verschiedenen Stationen wurden die Arbeitsbereiche in der mechanischen Fertigung, der Druckkopf-Montage, der Vormontage und Endmontage vorgestellt. Als Highlight öffnete Durst auch sein Innovationszentrum im „Kristall“ und die Mädchen durften Tinten für die Druckmaschinen mischen.

Der klassischen Laborarbeit entsprechend, geht es bei dieser Arbeit um hohe Präzision, Konfiguration und Analysen. Bei den Schülerinnen löste das genaue, sehr sensible Arbeiten in der „Tintenküche“ kollektive Begeisterung aus. Abgerundet wurde der Vormittag mit einem Quiz, in dem das Erlernte noch einmal resümiert wurde und einem gemeinsamen Mittagessen mit den Durst-Mitarbeitern. Es war ein gelungener Tag für alle Beteiligten und besonders für die Mädchen, die sich jetzt eine Zukunft in Labormänteln und mit Schutzbrillen vorstellen können.

„Von unseren weltweit 620 Mitarbeitern sind lediglich 87 Frauen“, sagt Barbara Schulz, Geschäftsführerin von Durst in Lienz. „Sicherlich sind wir als Technologie-Unternehmen besonders für Männer attraktiv, aber wir bieten vielfältige Aufgabenstellungen und möchten auch gerne weitere Mitarbeiterinnen für uns gewinnen. In Tirol liegt noch ein großes weibliches Potenzial zur Belebung des Arbeitsmarktes und zur Weiterentwicklung von Fachbereichen und wir als Durst möchten unseren Beitrag dazu leisten und Alternativen zu den ‚typischen Frauenberufen‘ aufzeigen.“

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