Max Weilers Bauernfamilie kehrt nach Schlaiten zurück

Eine Reproduktion des Bildes wird am 9. Juni vorgestellt. Auch Chronikfotos werden gezeigt.

1968 erhielt die Gemeinde Schlaiten einen neuen Gemeindesaal. Künstlerischer Hingucker im dörflichen Zentrum war ein Gemälde Max Weilers: „Die Bauernfamilie“. Das Kunstwerk war eine Leihgabe des Landes, vermittelt über den damaligen Bauernbunddirektor Anton Brugger, vlg. Bacher in Schlaiten. Weiler war in den Sechzigern bereits ein etablierter Künstler.

Max Weilers „Bauernfamilie“ wird in Schlaiten in der ersten Version aus dem Jahr 1941 gezeigt (200 x 200 cm). Der Künstler beschäftigte sich zwei Jahrzehnte mit diesem Familienporträt, das er später abstrahierte. Foto: Gemeinde Schlaiten

Hochkarätige Ausstellungen in der Albertina, im Frankfurter Kunstverein, in der Galerie Krinzinger, in Mexiko und den USA, auch die Emeritierung als Professor der Akademie der bildenden Künste in Wien, führten in den siebziger und achtziger Jahren zu einer massiven Wertsteigerung seiner Kunst und damit auch der „Bauernfamilie“. Das Gemälde reiste immer wieder zu Ausstellungen, einmal sogar nach Moskau. Und weil das Gemeindehaus nicht entsprechend gesichert war, übersiedelte das wertvolle Bild schließlich im Jahr 2000 in das Büro des damaligen Tiroler Landeshauptmanns Wendelin Weingartner. Die Schlaitner mussten auf „ihren Weiler“ verzichten.

Angeregt und organisiert durch Peter Unterweger, Kunstliebhaber und Club-Osttirol Protagonist in Wien, wurde das Bild jetzt reproduziert und wird als fotografisches Repro wieder im Gemeindesaal aufgehängt. Am Freitag, 9. Juni, wird es um 20.00 Uhr im Gemeindesaal erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Peter Unterweger, der Max Weiler persönlich kannte, wird über den Künstler und das Werk informieren. Gezeigt wird in den folgenden zwei Wochen aber auch eine umfangreiche Ausstellung von großformatigen Fotos aus der Gemeindechronik, teilweise hinterlegt mit Geschichten aus dem früheren Gemeindeleben.

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