Die Zahl der Asylwerber in Tirol geht stark zurück, deshalb werden auch Betreuungseinrichtungen reduziert. Foto: Expa

Die Zahl der Asylwerber in Tirol geht stark zurück, deshalb werden auch Betreuungseinrichtungen reduziert. Foto: Expa

Starker Rückgang der Asylwerber in Tirol

Trend hält an. Tiroler Soziale Dienste GmbH baut Personal und Kosten ab.

Allen Angstparolen zum Trotz geht die Zahl der Asylsuchenden in Österreich und auch Tirol kontinuierlich zurück. „Im August 2016 hatten wir mit 6.434 Asylwerberinnen und Asylwerbern den Höchststand von Menschen, die in Tirol Zuflucht suchen, erreicht. Seit Februar 2017 gehen diese Zahlen stark zurück. Heute haben wir 1.000 Asylwerberinnen und Asylwerber weniger als noch vor einem Jahr. Das wird sich tendenziell in den nächsten Monaten fortsetzen“, erklärte am 20. Juni Landeshauptmann Günther Platter in einer Pressekonferenz gemeinsam mit der ressortzuständigen Landesrätin Christine Baur.

Durch diese Entwicklung verringern sich Kosten und Aufwand in der Betreuung. Die Tiroler Soziale Dienste GmbH, ins Leben gerufen, um den Flüchtlingsansturm zu bewältigen und für Unterkünfte zu sorgen, könnte rund 60 ihrer 360 Angestellten abbauen. Weil auch weniger Geld für Unterkünfte und in der Grundversorgung gebraucht wird, rechnet Platter damit, dass der gesamte für 2017 prognostizierte Abgang von 5,5 Millionen Euro kompensiert werden kann.

Für Flüchtlingsunterkünfte wurde bereits ein Schließungskonzept erarbeitet. An „runden Tischen“ in den Bezirken sollen – moderiert von den Bezirkshauptleuten – alle Systempartner, wie Gemeinden, Polizei, Vermieter etc. die neue Situation diskutieren und regional einschätzen. Vorläufig werden sechs Flüchtlingsunterkünfte in Tirol geschlossen, darunter die „Dependance“ beim Sporthotel am Gilmweg in Lienz, die 20 Asylwerbern Unterkunft bot. Kleinere Wohneinheiten werden nach Möglichkeit an Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte weitergegeben. Die sechs Angestellten der TSD in Lienz sind vom Personalabbau laut TSD-Sprecher Georg Mackner nicht betroffen.

Weil niemand sagen könne, wie sich die internationalen Krisen weiter entwickeln, hält das Land Tirol in Hall und Innsbuck aber weiterhin 500 Unterkunftsplätze frei.

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