Bei der Abschlussveranstaltung des Leseprojekts gaben auch die Musicalstars der Volksschule Lienz Nord eine Kostprobe ihres musikalischen Talents und sangen einige Nummern aus "Winnie Wackelzahn". Fotos: Dolomitenstadt/Unterwurzacher

Bei der Abschlussveranstaltung des Leseprojekts gaben auch die Musicalstars der Volksschule Lienz Nord eine Kostprobe ihres musikalischen Talents und sangen einige Nummern aus "Winnie Wackelzahn". Fotos: Dolomitenstadt/Unterwurzacher

Volksschulkinder bedankten sich bei ihren Lesepaten

Drei Monate lang wurde an der Volksschule Lienz Nord intensiv Lesen geübt. Mit Erfolg!

Am Nachmittag des 3. Juli, dem ersten Tag der letzten Schulwoche, kam in der Volksschule Lienz Nord das dreimonatige Leseprojekt, das in diesem Jahr bereits zum fünften Mal stattgefunden hat, mit der Ergebnispräsentation zu einem Abschluss.

Untermalt vom Gesang der Volksschulkinder – die jungen Musicaltalente gaben noch einmal einige der Nummern aus „Winnie Wackelzahn“ zum Besten – sprach Direktor Albert Male über das Projekt. Schülerinnen und Schüler, denen das Lesen besonders schwerfällt – sogenannte „Risikoleser“ – erhalten persönliche Lesepaten, die drei Monate lang viermal pro Schulwoche eine halbe Stunde lang mit ihnen lesen üben. Vor fünf Jahren fand das Projekt, das vom Rotary Club Lienz unterstützt wird, zum ersten Mal statt und wurde dann zu einer Dauereinrichtung an der Schule.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und der Erfolg getestet. Sichtlich stolz erklärte Albert Male: „Viele Kinder, die vor dem Projekt in den Bereich der Risikoleser gefallen sind, können inzwischen durchschnittlich gut, manche sogar überdurchschnittlich gut lesen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen.“ Für die freiwilligen Lesepaten – unter ihnen pensionierte Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Berufstätige – fand der Volksschuldirektor Worte der Dankbarkeit. „Es ist nicht immer einfach, Freiwillige zu finden, schon gar nicht für ein solches Projekt, das sich über Jahre erstreckt.“

„Seht euch diese Türme an, die nehmen ja gar kein Ende!“ Direktor Albert Male ist begeistert. Er meint die roten Balken, die die Lesekompetenz der geförderten Kinder nach dem Projekt zeigen.

Lukas Frey, selbst Lesepate, vertrat an diesem Nachmittag die Rotarier. „Ich freue mich immer wieder, hierherzukommen“, meinte er und betonte, dass bei diesem Projekt nicht nur die Arbeit im Vordergrund stehe. „Lesen kann auch ein großes Vergnügen sein.“ Auch Lehrerin Elisabeth Straganz, die eine der Klassen an der Volksschule unterrichtet, ist zufrieden. „Die Kinder machen wirklich gern mit. Sie fragen immer, wann sie denn endlich zu den Lesepaten dürfen“, erzählt sie.

Zum Abschluss der Veranstaltung überreichten die Kinder ihren Lesepatinnen und -paten noch ein kleines Geschenk: Sie bedankten sich mit Blumen und einem kleinen, selbst gestalteten Buch über den Werdegang des Leseprojekts. „Und es geht spannend weiter“, verriet Albert Male. Denn später an diesem Abend fand auch noch – was könnte es anderes sein? – eine Lesenacht an der Volksschule statt.

Eine Blume und ein Büchlein gab es zum Schluss für jeden Lesepaten.
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